Scheidentrockenheit: was ist das?

Scheidentrockenheit, auch vaginale Trockenheit genannt, beschreibt den Zustand einer zu trockenen Scheide, also wenn die Vagina nicht genügend Feuchtigkeit produziert. Frauen oder Männer beschreiben diesen Umstand umgänglich auch als nicht feucht werden.

In der Scheide entsteht täglich eine milchig-weißliche bis klare Flüssigkeit (ca. 2-5 Gramm), welche vaginales Sekret bzw. "Fluor vaginalis" genannt wird. Der Ausfluss einer gesunden und intakten Scheide hat eine weiße cremige Konsistenz, ist geruchlos und dessen pH-Wert beträgt 3,8 - 4,5. Die Hauptfunktion des Scheidenausflusses besteht darin, den Scheidenbereich vor Bakterien und Erregern zu schützen, aber auch ein leichtes Eindringen des Penis beim Geschlechtsverkehr zu ermöglichen.

Wozu braucht man Feuchtigkeit in der Vagina?

Damit der Penis schmerzfrei in die Vagina eindringen und sich in ihr bewegen kann, gibt die Scheide bei Erregung ein zähflüssiges Sekret ab. Dieses Sekret macht den Geschlechtsverkehr für die Frau angenehm und schützt sie vor Verletzungen.

Wer ist von Scheidentrockenheit betroffen?

Zu trockene Vaginalschleimhäute können sehr unangenehm sein

Sowohl junge Mädchen, sexuell aktive Frauen als auch Frauen in den Wechseljahren können von einer Scheidentrockenheit betroffen sein. Vor allem Frauen zwischen Pubertät und Menopause (Wechseljahre) klagen über Scheidentrockenheit.

Aufgrund der hormonellen Umstellung leiden viele Frauen in den Wechseljahren an einer zu trockenen Scheide, Juckreiz und Brennen bis hin zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Im folgenden Interview mit Frau Dr. med. Maren Fiebig-Lohmer finden Sie Antworten auf allgemeine Fragen zur Indikation "Scheidentrockenheit / trockene Scheide".
Auch erhalten Sie Tipps und Informationen zu Therapieansätzen und vorbeugenden Maßnahmen.

 

 


Scheidentrockenheit: Ursachen und Symptome

Die in der Scheidenschleimhaut befindlichen Drüsen produzieren unter Östrogeneinfluss ein Lubrikat (=Schleim), welches die Scheide feucht hält und in Abhängigkeit von Erregung und Zyklus variiert die Menge. So entsteht die Feuchtigkeit in der Scheide, deren Mangel mit "Scheidentrockenheit" oder "vaginaler Trockenheit" bezeichnet wird.

Hormonelle Schwankungen sind die häufigste Ursache für Scheidentrockenheit

Scheidentrockenheit wegen Wechseljahren

Viele Frauen leiden irgendwann in ihrem Leben einmal an einer zu trockenen Scheide (Vagina), wobei die Auslöser hierfür ganz vielfältig sein können..

Scheidentrockenheit aufgrund der Wechseljahre

Eine besonders bekannte Ursache für Scheidentrockenheit findet in den Wechseljahren statt. Die Menopause zeichnet sich durch eine verminderte Produktion der weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron aus. Im Gegensatz dazu steigen die Hormone FSH und LH an. So werden Scheide und Schamlippen nicht genug durchblutet und die Haut wird dünner. Die verminderte Durchblutung der Genitalorgane führt zu erhöhter Verletzlichkeit der Schleimhäute im Scheidenbereich. Durch Östrogenmangel wird kein Glykogen bzw. das Vaginalepithel nicht mehr aufgebaut, wodurch der Schutzmechanismus der Scheidenflora in den Wechseljahren geschwächt wird.

Scheidentrockenheit durch Schwangerschaft und Stillzeit
Auch in diesen Lebensperioden kann es aufgrund hormoneller Schwankungen zur Scheidentrockenheit kommen, die dann allerdings zeitlich begrenzt ist. So können beispielsweise die Schleimdrüsen nach der Geburt für eine Weile beeinträchtigt werden.

Scheidentrockenheit durch Hormonelle Verhütungsmittel
Diese oft schmerzhafte Angelegenheit der trockenen Scheide bzw. der trockenen Scheidenwände, kann jedoch auch jüngere Frauen betreffen. Vor allem junge Frauen, die mit niedrig dosierten Kombinationspräparaten verhüten, führen ein niedrig dosiertes, synthetisch hergestelltes Östrogen zu, welches dann dazu führen kann, dass der Körper nicht mehr ausreichend eigenes Östrogen produziert und somit der Spiegel sinkt.

Trockene Scheide durch nicht ausreichende sexuelle Erregung
Wenn die Frau sexuell nicht ausreichend erregt ist, ist auch die Scheide nicht stark genug befeuchtet, sodass der Penis beim Eindringen in die Scheide Schmerzen und Brennen auslösen kann. Aus diesem Grund ist ein sinnliches Liebesvorspiel, welches bis zu 15 - 20 Minuten dauern kann sowie auch ein Befeuchtungsgel empfehlenswert.

Falsche Intimhygiene führt zu mangelnder Feuchtigkeit
Eine übertriebene oder mangelhafte Intimpflege mit Intimwaschlotionen, Sprays oder Scheidenspülungen, welche irritierende Substanzen wie Seife, Silikone, Parabene, Parfüm enthalten, können ebenfalls das Gleichgewicht der sauren Scheidenflora, z. B. durch Anstieg des pH-Wertes in den alkalischen Bereich, begünstigen und Auslöser für Scheidentrockenheit sein.

Zudem kann auch die ausschließliche Verwendung von Tampons und Menstruationstassen (Mooncup) die natürliche Befeuchtung der Vaginalflora stören, die Schleimhaut reizen und zu einer trockenen Vagina führen, da neben Menstruationsblut auch Scheidensekret aufgesaugt wird.

Scheidentrockenheit aufgrund diverser Erkrankungen und Infektionen

Gewisse akute Erkrankungen können ebenfalls für Scheidentrockenheit verantwortlich sein. Hierzu zählen beispielsweise Diabetes mellitus, Nieren- oder Leberschädigungen, Schilddrüsenerkrankungen, Depressionen oder auch Bluthochdruck.

Sehr häufig ist auch eine vorangegangene Pilzinfektion schuld an der fehlenden Feuchtigkeit. Der Grund hierfür ist, dass der Scheidenpilz die Schleimhäute der Vagina in Mitleidenschaft zieht.

Weitere Faktoren, die zu einer trockenen Vagina führen können:

Auch bestimmte Medikamente können zu Scheidentrockenheit führen oder diese begünstigen, so beispielsweise Antihistaminika (gegen Allergien), Diuretika oder Betablocker. Zudem gibt es noch weitere Faktoren, die eine Scheidentrockenheit verursachen oder begünstigen können, wie beispielsweise das dauerhafte Tragen von synthetischen Slipeinlagen, Nikotin, Alkohol oder eine falsche Ernährung.

"Scheidentrockenheit" als Nebenwirkung der Brustkrebstherapie ist auch keine Seltenheit. Etwa ein Viertel der Krebspatientinnen leidet unter ihr. 
Im Falle der Krebstherapie entsteht die trockene Scheide durch die Chemo- und antihormonelle Therapie. Die Patientinnen müssen damit rechnen, durch diese Therapien frühzeitig in die Wechseljahre zu gelangen. Auch junge Frauen können sich dann schlagartig mit Hitzewallungen, Schwitzen, Schlafstörungen und eben Scheidentrockenheit konfrontiert sehen. 

Bei manchen Frauen stellt sich die normale Hormonlage nach der Brustkrebstherapie von selbst wieder ein. Damit wäre auch die Problematik der "trockenen Scheide" behoben. Das ist aber leider nicht immer der Fall. 
Sofortige Linderung verschaffen medizinische, hormonfreie, bioaktive Befeuchtungsgels. Sie verbessern die Vaginalflora und optimieren ganz ohne Nebenwirkungen den Gewebezustand der Scheide. 

Auch psychologische Faktoren, wie z.B. Stress in Beruf oder Familie, psychische Belastungen, Angst oder Beziehungsprobleme können Hormonschwankungen und vaginale Trockenheit auslösen.

Symptome bei Scheidentrockenheit

Im Normalfall ist die Scheide gut durchblutet und wird durch das Vaginalsekret feucht und elastisch gehalten. Dies ist der Idealzustand der Vagina, in dem die für die Gesundheit der Scheide unverzichtbaren Milchsäurebakterien gedeihen können. Die Milchsäurebakterien sorgen wiederum für einen sauren pH-Wert und dieser für eine stabile Scheidenflora, die Gefahren von außen abwehren kann. Durch mangelnde Lubrikation wird das komplette System „Scheide“ gestört, wodurch sich die Schleimhaut der Vagina ungünstig verändert.

Aufgrund der mangelnden Feuchtigkeit wird die Scheide trockener, empfindlicher und kann leichter verletzt werden.

Durch den Östrogenmangel kommt es ferner zu einer verminderten Feuchtigkeit der Scheide und mangelnder Befeuchtung während des Geschlechtsverkehrs. Darunter leiden sowohl das sexuelle Verlangen als auch die Orgasmusfähigkeit. Beim trockenen Geschlechtsverkehr treten Brennen und Stechen im Scheidenbereich auf. Durch die Reibung beim trockenen Sex können Hautirritationen, Rötungen in der Scheide und Schwellungen der Schamlippen auftreten.

Die Scheidentrockenheit wird weiterhin von Ausfluss, Brennen, Stechen und Juckreiz begleitet und begünstigt die Entstehung von Harnwegsinfekten, da das Blasenepithel durch das Hormondefizit ebenfalls empfindlich wird.

In jedem Fall steht an erster Stelle das Gespräch mit der Gynäkologin/dem Gynäkologen Ihres Vertrauens um eine geeignete Therapie zu finden, da aufgrund der trockenen Schleimhäute Risse entstehen können, in denen sich krankmachende Keime ausbreiten und zu Entzündungen führen können.

 


Vorbeugung von Scheidentrockenheit

Benutzen Sie beim Geschlechtsverkehr am besten Gleitgel, welches die Elastizität der Haut optimiert und Irritationen, Reibung und Schmerzen in der Scheide vorbeugen kann.

Ein zu häufiges Wechseln von Tampons während der Menstruation kann beim Einführen zu Schmerzen und stärkerer Scheidentrockenheit führen. Bei schwacher Monatsblutung oder auch während der letzten Tage der Periode, empfiehlt es sich eher Binden anstatt Tampons zu verwenden um die Scheide nicht zusätzlich auszutrocknen.

Bei der täglichen Intimhygiene sollten zur Reinigung des Intimbereichs ausschließlich pH-neutrale Pflegeprodukte benutzt werden. Tragen Sie atmungsaktive und luftdurchlässige Unterwäsche und Kleidung. Bei Synthetikunterwäsche entsteht eine feucht-warme Umgebung, die Pilze besonders lieben.

Duschgele, Intimsprays, Scheidenspülungen und Intimwaschlotionen mit Parfüm, Duft, Seifen und Silikonen sollten vermieden werden. Diese Substanzen können Hautirritation auslösen, den sauren Scheiden-pH-Wert stören sowie Scheidentrockenheit, Intimgeruch, vermehrten Ausfluss, Jucken und Brennen verursachen.

Eine Therapieoption stellt u.a. das hormonfreie Vaginalgel Multi-Gyn Liquigel dar, das mit dem patentierten natürlichen 2QR-Komplex neben der Befeuchtung auch für einen Schutz vor vielen unerwünschten Mikroorganismen sorgt.

 


Behandlung von Scheidentrockenheit

Was kann ich gegen eine trockene Scheide tun?

Da die Ursachen für Scheidentrockenheit sehr vielfältig sein können, richten sich Therapie und Behandlung je nach dem Auslöser.

So gibt es spezielle hormonfreie Befeuchtungsgele mit zusätzlicher Bakterienprävention (z. B. Multi-Gyn LiquiGel), die schnell die Symptome von Scheidentrockenheit lindern (Rötung, Brennen, Juckreiz), den Gewebezustand im Intimbereich optimieren und die natürliche Befeuchtung der Scheide fördern.

 

Scheidentrockenheit-Produktselektor:

Finden Sie das passende Mittel bei Scheidentrockenheit

In erster Linie ist Multi-Gyn LiquiGel aus der Reihe der Multi-Gyn-Produkte zu empfehlen, wenn es um Scheidentrockenheit geht. Jedoch können unterstützend auch andere Produkte angewendet werden. Finden Sie heraus, welche. Wie? Ganz einfach: Mit dem Multi-Gyn Produktselektor!

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