Scheidentrockenheit: Ursachen und Behandlung

Was kann ich gegen eine trockene Scheide tun?

Viele Frauen leiden irgendwann in ihrem Leben einmal an einer zu trockenen Scheide (Vagina), der sogenannten Scheidentrockenheit. Gerade in der Schwangerschaft, der Stillzeit und während der Wechseljahre (Klimakterium) tritt Scheidentrockenheit häufig auf. Diese oft schmerzhafte Angelegenheit der trockenen Scheide bzw. der trockenen Scheidenwände kann aber auch jüngere Frauen betreffen.

Auf diesen Seiten wollen wir Sie voll-umfassend über das Thema Scheidentrockenheit mit Ursachen und Symptomen informieren.

 


Was ist Scheidentrockenheit?


Scheidentrockenheit
, auch vaginale Trockenheit genannt, beschreibt den Zustand einer zu trockenen Scheide, also wenn die Vagina nicht genügend Feuchtigkeit produziert. Frauen oder Männer beschreiben diesen Umstand umgänglich auch als nicht feucht werden.

In der Scheide entsteht täglich eine milchig-weißliche bis klare Flüssigkeit (ca. 2-5 Gramm), welche vaginales Sekret bzw. "Fluor vaginalis" genannt wird. Der Ausfluss einer gesunden und intakten Scheide hat eine weiße cremige Konsistenz, ist geruchlos und dessen pH-Wert beträgt 3,8 - 4,5. Hauptfunktion des Scheidenausflusses besteht darin, den Scheidenbereich vor Bakterien und Erregern zu schützen, aber auch ein leichtes Eindringen des Penis beim Geschlechtsverkehr zu ermöglichen.

 

Wozu braucht man Feuchtigkeit in der Vagina?

Damit der Penis schmerzfrei in die Vagina eindringen und sich in ihr bewegen kann, gibt die Scheide bei Erregung ein zähflüssiges Sekret ab. Dieses Sekret macht den Geschlechtsverkehr für die Frau angenehm und schützt sie vor Verletzungen.

 

 


Wer ist von Scheidentrockenheit betroffen?

Zu trockene Vaginalschleimhäute können sehr unangenehm sein

Sowohl junge Mädchen, sexuell aktive Frauen sowie Frauen in den Wechseljahren können von einer Scheidentrockenheit betroffen sein. Vor allem Frauen zwischen Pubertät und Menopause (Wechseljahre) sind von Scheidentrockenheit betroffen. Schwangerschaft und die Einnahme der Pille können ebenfalls eine trockene Scheide begünstigen.

Aufgrund der hormonellen Umstellung klagen viele Frauen in den Wechseljahren über eine zu trockene Scheide, Juckreiz und Brennen bis hin zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Für die zu trockene Vagina ist im Klimakterium die hormonelle Umstellung verantwortlich.

 

 


Scheidentrockenheit: Ursachen und Symptome

Die Durchblutung und die Lubrikation der Scheide sind die Voraussetzung für eine ausreichende Befeuchtung der Scheide. Deshalb ist eine mangelnde Durchblutung oft der Auslöser von vaginaler Trockenheit. Eine zu trockene Scheide kann beim Sex starke Schmerzen im Genitalbereich sowie Rötungen und Hautirritationen verursachen.

Hormonelle Schwankungen sind die häufigste Ursache für Scheidentrockenheit

 

Scheidentrockenheit wegen Wechseljahren

Die Menopause zeichnet sich durch eine verminderte Produktion der weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron. Im Gegensatz dazu steigen die Hormone FSH und LH an. So werden Scheide und Schamlippen nicht genug durchblutet und die Haut wird dünner. Die verminderte Durchblutung der Genitalorgane führt zu erhöhter Verletzlichkeit der Schleimhäute im Scheidenbereich. Durch Östrogenmangel wird kein Glykogen bzw. das Vaginalepithel nicht mehr aufgebaut, wodurch der Schutzmechanismus der Scheidenflora in den Wechseljahren geschwächt wird.

 

Scheidentrockenheit durch Schwangerschaft und Stillzeit

Der weibliche Organismus unterliegt viele hormonelle Schwankungen auch während der Schwangerschaft und der Stillzeit. So können die Schleimdrüsen nach der Geburt für eine Weile beeinträchtigt werden.

 

Scheidentrockenheit durch Hormonelle Verhütungsmittel

Die Einnahme von Verhütungsmedikamenten kann ebenfalls Scheidentrockenheit begünstigen, da sich Zusammensetzung und Dosierung von Östrogen und Gestagen stark unterscheiden.

 

Trockene Scheide durch nicht ausreichende sexuelle Erregung

Wenn die Frau sexuell nicht genug erregt ist, ist auch die Scheide nicht genug befeuchtet, sodass der Penis beim Eindringen in die Scheide Schmerzen und Brennen auslösen kann. Aus diesem Grund ist ein sinnliches Liebesvorspiel, welches bis zu 15 - 20 Minuten dauern kann und auch ein Befeuchtungsgel empfehlenswert. 

 

Falsche Intimhygiene führt zu mangelnder Feuchtigkeit

Eine übertriebene oder mangelhafte Intimpflege mit Intimwaschlotionen, Sprays oder Scheidenspülungen, welche irritierende Substanzen wie Seife, Silikone, Parabene, Parfüm enthalten, können ebenfalls das Gleichgewicht der sauren Scheidenflora, z. B. durch Anstieg des pH-Wertes in den alkalischen Bereich, begünstigen und Auslöser für Scheidentrockenheit sein. 

 

Psychologische Faktoren, die zu einer trockenen Vagina führen können

Psychologische Belastung, Stress auf der Arbeit oder in der Familie, Angst oder Beziehungsprobleme können ebenfalls Hormonschwankungen und vaginale Trockenheit auslösen.

 

Symptome bei Scheidentrockenheit

Aufgrund der mangelnden Feuchtigkeit wird die Scheide trockener, empfindlicher und kann leichter verletzt werden.

Durch den Östrogenmangel kommt es ferner zu einer verminderten Feuchtigkeit der Scheide und mangelnder Befeuchtung während des Geschlechtsverkehrs. Darunter leiden sowohl das sexuelle Verlangen als auch die Orgasmusfähigkeit. Beim trockenen Geschlechtsverkehr treten Brennen und Stechen im Scheidenbereich. Durch die Reibung beim trockenen Sex können Hautirritationen, Rötungen in der Scheide und Schwellungen der Schamlippen auftreten. Die Scheidentrockenheit wird weiterhin von Ausfluss, Brennen, Stechen und Juckreiz begleitet und begünstigt die Entstehung von Harnwegsinfekten, da das Blasenepithel durch das Hormondefizit ebenfalls empfindlich wird.

 


Vorbeugung von Scheidentrockenheit

Benutzen Sie beim Geschlechtsverkehr am besten Gleitgel, welches die Elastizität der Haut optimiert und Irritationen, Reibung und Schmerzen in der Scheide vorbeugen kann.

Ein zu häufiges Wechseln von Tampons während der Menstruation kann beim Einführen zu Schmerzen und stärkerer Scheidentrockenheit führen. Bei schwacher Blutung, z. B. während der letzten Tage der Periode, sollten eher Binden statt Tampons verwendet werden, um die Scheide nicht zusätzlich auszutrocknen.

Bei der täglichen Intimhygiene sollten zur Reinigung des Intimbereichs ausschließlich pH-neutrale Pflegeprodukte benutzt werden.

Duschgele, Intimsprays, Scheidenspülungen und Intimwaschlotionen mit Parfüm, Duft, Seifen und Silikonen sollten vermieden werden. Diese Substanzen können Hautirritation auslösen, den sauren Scheiden-pH-Wert stören sowie Scheidentrockenheit, Intimgeruch, vermehrten Ausfluss, Jucken und Brennen verursachen

 


Was tun bei zu trockener Scheide?

Scheidentrockenheit: Behandlung

Da die Ursachen für Scheidentrockenheit sehr vielfältig sein können, richten sich Therapie und Behandlung je nach dem Auslöser.

So gibt es spezielle hormonfreie Befeuchtungsgele mit zusätzlicher Bakterienprävention (z. B. Multi-Gyn LiquiGel), die schnell die Symptome von Scheidentrockenheit lindern (Rötung, Brennen, Juckreiz), den Gewebezustand im Intimbereich optimieren und die natürliche Befeuchtung der Scheide fördern.

 

 

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