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Was tun gegen Scheidenpilz?

Die Scheidenpilzinfektion auch Vaginalmykose, ist sicher eine der bekanntesten Intimbeschwerden. Hierbei sind der Genitalbereich und das Scheideninnere von Pilzsporen befallen, die sich in großer Zahl vermehren - und das Genital als Wirt benutzen.

Auf diesen Seiten haben wir für Sie zahlreiche Informationen zum Thema Scheidenpilz zusammengestellt. Wir wollen Sie auf folgenden Seiten darüber informieren, was ein Scheidenpilz ist, was die Ursachen für Vaginalpilze sind, wie sich diese Mykosen äußern (Symptome eines Scheidenpilz), aber auch helfen: Wir geben Ihnen Tipps und Empfehlungen an die Hand, wie Sie Scheidenpilz vorbeugen, wie Sie - falls der Fall doch eingetreten ist - Scheidenpilz behandeln und wie Sie den Vaginalpilz im besten Fall gar nicht erst bekommen. 

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Was ist eigentlich ein Scheidenpilz?

Viele Frauen stellen sich die Frage: "Scheidenpilz, was ist das?", denn statistisch gesehen sind drei von vier Frauen mindestens einmal in ihrem Leben von einem Scheidenpilz betroffen.

Die Scheidenpilzinfektion, auch Vaginalmykose, vaginale Pilzinfektion oder umgangssprachlich eben einfach als Scheidenpilz bezeichnet, ist wohl eine der bekanntesten Intimbeschwerden. Oft gehen mit der Infektion im Intimbereich ein unangenehmes Jucken und Brennen im Scheideneingang sowie Probleme beim oder nach dem Geschlechtsverkehr einher. 

Die Pilzinfektion im Intimbereich der Frau wird von einem weißlich-schmierigen Ausfluss begleitet, der dem Geruch von Hefe ähnelt. Das liegt daran, dass dieser fiese, juckende Scheidenpilz rein biologisch ein Hefepilz - meist der Sorte Candida Albicans oder ein Verwandter - ist. Viele Frauen fürchten dann oft, sie hätten sich mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt. Doch so schlimm ist das nicht!

Grundsätzlich sind Pilze Teil der menschlichen Mikroflora. Der Scheidenpilz einer Frau ist zunächst also "normal", sofern die Pilzsporen Darm und Scheidenflora nur mäßig besiedeln. Damit sich der Pilz im Intimbereich der Frau nicht übermäßig vermehrt, herrscht in der Scheide ein saurer ph-Wert von ca. 4 - 4,5. Dafür sorgen Milchsäurebakterien. Bewegt sich der ph-Wert der Scheide in Richtung neutral, kann sich der Scheidenpilz ausbreiten. Er findet dann aufgrund der Körpertemperatur und der Feuchtigkeit im Intimbereich ideale Bedingungen vor. Ein Scheidenpilz ernährt sich, wie auch die körpereigenen wichtigen Milchsäurebakterien, vom Zellzucker der Vaginalschleimhaut.

Die vaginale Pilzinfektion äußerst sich dann wie folgt: Der Genitalbereich und das Scheideninnere sind von Pilzsporen befallen, die sich in großer Zahl vermehren und das Genital als Wirt benutzen. Wie ein Scheidenpilz aussieht, kann man auf folgendem Foto (unter dem Mikroskop) gut erkennen:

 

Scheidenpilz während der Menstruation

Unter anderem der weibliche Zyklus (Monatszyklus) hat Einfluss auf die hormonelle Lage des Körpers. Das heißt, ein Scheidenpilz  kann zu bestimmten Zeiten des Menstruationszyklus mit unterschiedlich hoher Wahrscheinlichkeit häufiger oder seltener auftreten. Da die Scheidenflora einer Frau jedoch individuell ist, kann zum Zusammenhang Scheidenpilz, Menstruation oder Zyklus keine pauschale Aussage getroffen werden.

Scheidenpilz und Antibiotika

Da Pilze fast immer in geringer Konzentration im Scheidenmilieu vorhanden sind, entsteht eine Scheidenpilzinfektion nicht notwendigerweise durch eine Ansteckung von außen, sondern häufig durch eine geschwächte Scheidenabwehr. Ist die Abwehr aus dem Gleichgewicht geraten, kann sich der Scheidenpilz also nahezu ungebremst vermehren. Dies ist auch in Folge von Antibiotikaeinnahme der Fall.

 


Wer ist von einem Scheidenpilz betroffen?

An einem Scheidenpilz können grundsätzlich Frauen (und Männer; dazu weiter unten mehr) in jedem Alter leiden. Oft sind bei einem Vaginalpilz junge Mädchen in der Pubertät und Frauen im fruchtbaren Alter betroffen. Gerade während einer Schwangerschaft ist ein Scheidenpilz keine Seltenheit, bei einer Antibiotikatherapie oder in den Wechseljahren sind Frauen ebenso mit Scheidenpilzproblemen konfrontiert.

Zu den Risikogruppen gehören zusätzlich auch Frauen, die mit der Pille verhüten. Grund dafür ist die hormonelle Umstellung bzw. die erhöhte Produktion von Östrogen, die die Vermehrung der Pilze begünstigt.

 

Scheidenpilz und Pille - Keine Seltenheit also!

Wie bei der Blasenentzündung wird auch die Vaginalmykose durch die Nähe des Afters zum Scheideneingang begünstigt. Somit können Darmbakterien und Erreger leicht in die Scheide eindringen. Zusätzlich können Spermien, die eher alkalisch sind, das saure Scheidenmilieu neutralisieren, wodurch sich der Scheidenpilz besser ausbreiten kann.

Muss "Frau" Antibiotika nehmen, töten diese oft auch die guten Bakterien einer gesunden Vagina ab oder stören die Vaginalflora zumindest. Ohne ein starkes Gegengewicht zu den Laktobazillen hat der Scheidenpilz jedoch freie bahn und kann sich ungehindert im feucht-warmen Milieu ausbreiten.

Können Männer "Scheidenpilz" bekommen?

Männer sind eher selten von Intim-Pilzproblemen betroffen. Der Penis bzw. genauer, die Vorhaut und die Eichel, können aber von einem "Scheidenpilz" infiziert sein. Da die Eichel jedoch eher trocken ist, breiten sich Pilzsporen dort nicht so schnell aus wie im feuchten Milieu der Vagina. Wenn sich Männer aber doch einen "Scheidenpilz" einfangen, bleibt die Pilzinfektion oftmals sogar unbemerkt.

Die Symptome bei einem solchen "Penispilz" ähneln denen des weiblichen Scheidenpilz: Rötung der Vorhaut und der Eichel, Juckreiz, Brennen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Wasserlassen.

Treten bei einer Frau wiederkehrende Pilzinfektionen auf, so sollte in jedem Fall immer auch der Partner mitbehandelt werden, um einen Ping-Pong-Effekt zu vermeiden.

 


Ursachen und Symptome bei Scheidenpilz

Warum hat man (Frau) Scheidenpilz?

Scheidenpilz hat viele Ursachen. Im folgenden fassen wir für Euch einige Beispiele zusammen, wie es zur Vaginalmykose kommt bzw. was ihr tun könnt, um Scheidenpilz zu vermeiden:

 

Hefepilz Candida albicans

Der Hefepilz „Candida albicans“ (wörtlich übersetzt "weiße Hefe") ist einer der häufigsten Erreger von Scheidenpilzinfektionen und vermehrt sich in wärmerem und feuchtem Milieu, so auch in der Scheide, besonders gut und schnell.

Beim Menschen kommt Candida Albicans in geringer Menge auf der Haut, den Schleimhäuten sowie in den Hautfalten, in der Scheidenflora und im Darm vor. Somit gehört „Candida albicans“ zur Normalflora der Scheide. Nicht jeder Pilz ist eine Hefe, aber jede Hefe ist ein Pilz. Erst wenn sich der Pilz stark vermehrt, treten die typischen Beschwerden auf.

Eine gestörte Scheidenflora tritt dann auf, wenn es zu einem Ungleichgewicht der Vaginalflora („gute“ vs. „schlechte“ Bakterien bzw. "Milchsäurebakterien" vs. "Scheidenpilz") sowie zu einem Anstieg des Scheiden-pH-Wertes kommt. Dieser Anstieg wird in der Regel dadurch verursacht, dass die für das saure Milieu verantwortlichen Laktobazillen zurückgedrängt oder auch durch intensive Hygiene ausgespült wurden.

 

Geschwächtes Immunsystem

Pilzerkrankungen stehen oft in engem Zusammenhang mit einer Schwäche oder einer Überlastung des Immunsystems. Dann haben Pilze und damit auch der Scheidenpilz die Möglichkeit, sich zu vermehren und ihre schädliche Wirkung zu entfalten und das Gleichgewicht der sensiblen Scheidenflora zu beeinträchtigen.

Bei einem intakten, gesunden Scheidenmilieu (Scheidenflora) finden Bakterien, Pilze oder Keime keine geeigneten Bedingungen vor, um sich auszubreiten. Der Schlüssel zur effektiven Vorbeugung von Scheidenpilz liegt also auch in der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Immunschwächen.

 

Faktoren, die das Immunsystem schwächen können:

Es gibt eine hohe Anzahl immunschwächender Faktoren, die das Auftreten einer Scheidenpilzinfektion begünstigen. Dazu gehören:

  • Die Pilzerreger können beim Geschlechtsverkehr, hormoneller Schwankung (z. B. Einnahme der Anti-Baby-Pille, Schwangerschaft, Wechseljahre) oder während der Menstruation übertragen werden.
  • Übertriebene oder mangelhafte Intimhygiene: zu häufige Anwendung von Scheidenspülungen, Reinigung mit aggressiven Spülungen oder Intimsprays mit Seife, Deo und Parfüm
  • Reinigung „von vorne nach hinten“ und nicht umgekehrt.
  • Übergewicht und Diabetes: Der hohe Blutzuckerspiegel begünstigt ein verstärktes Wachstum von Hefepilzen, da sich Hefepilze von Zuckerzellen der Scheide ernähren. Das Immunsystem wird durch die Diabetes-Erkrankung oft geschwächt.
  • Eine gestörte Darmflora infolge einer Erkrankung oder ungesunder Ernährung (erhöhter Kohlenhydrate- bzw. Zuckerkonsum)
  • Mangel an Mineralien, Vitaminen oder bestimmter Spurelementen
  • Umwelttoxine (z. B. Pestizide), Schwermetallbelastungen durch Amalgam, Blei etc.
  • Emotionale und psychische Belastung durch Familie und Beruf, Hektik, Stress
  • Medikamentöse Therapien oder Behandlungen mit Antibiotika, Cortison und Hormonen
  • Eine Antibiotikatherapie z. B. bei einer Blasenentzündung: Antibiotika tötet sowohl die guten Bakterien (Döderlein-Bakterien - Laktobazillen) als auch die krankhaften ab. Somit wird die Abwehrkraft der Scheide gestört und der Scheidenpilz kann sich ungehindert ausbreiten.

 

Die Anfälligkeit für Scheidenpilz bzw. Pilzinfektionen hat aufgrund der zunehmenden Überlastung des Immunsystems in den letzten Jahren allgemein zugenommen. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, die immunschwächenden Ursachen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Symptome bei Scheidenpilz

Scheidenpilzerkrankungen und deren Symptome und Anzeichen sind enorm vielfältig. Ein und derselbe Erreger wirkt sich bei jedem Menschen anders aus. Daher ist auch die richtige Diagnose und Therapie manchmal so schwierig.

Wenn die Scheide erkrankt, verändern sich Farbe, Konsistenz und Geruch des Ausflusses.

Folgende Symptome können bei Scheidenpilz auftreten:

  • Typisch für Scheidenpilz sind ein starker und unangenehmer Juckreiz in der Scheide und im Scheideneingang sowie an den Schamlippen. Weitere Symptome sind Stechen und Brennen im Intimbereich.
  • Der Scheidenausfluss ist bei einer Pilzinfektion verstärkt und kann sich verfärben (weiß bis gelblich). Es kann zu bröckeligem weißlich-gelben Ausfluss kommen, der entweder geruchlos ist oder leicht nach Hefe riecht.
  • Oft kommt es zur Rötung der Schleimhaut von Vagina und Vulva bei einem Vaginalpilz. Die inneren Schamlippen und die Scheidenschleimhaut können dabei anschwellen. Eine gereizte Scheide bzw. starke Reibung beim Sex kann übrigens auch zur Scheidentrockenheit führen.
  • Viele Frauen klagen oft über Schmerzen beim Wasserlassen und beim Geschlechtsverkehr, wenn Sie an Scheidenpilz leiden.

 

 


Scheidenpilz Vorbeugen?

Wie kann ich einen Scheidenpilz vermeiden bzw. ihm vorbeugen?

Um einen Scheidenpilz vorzubeugen, muss der pH-Wert der Scheide im Gleichgewicht gehalten werden. Der Scheiden-pH-Wert einer gesunden Scheide ist immer leicht sauer und liegt zwischen 3,8 und 4,5. Das saure Scheidenmilieu wird durch die Milchsäurebakterien (Laktobazillen) bedingt, die das Eindringen der Pilze verhindern. Aus diesem Grund dienen Milchsäurebakterien der Scheide als eine natürliche Schutzbarriere vor schädlichen Krankheitserregern und Pilzinfektionen (Vaginalmykosen). 

  • Bei der täglichen Intimpflege sollten Produkte mit einem sauren pH-Wert (zwischen 4 und 5) verwendet werden.
  • Der Intimbereich sollte täglich mit lauwarmen Wasser sanft gereinigt werden, um Scheidenpilz zu vermeiden.
  • Für Frauen, die anfällig für Scheidenpilzinfektionen sind, empfiehlt es sich, eine milde, seifen- und parfümfreie Waschlotion mit Milchsäure zu verwenden.
  • Aggressive Substanzen wie Seife, Parfüm, Silikone, Hormone und Konservierungsstoffe stören das natürliche Scheidenmilieu und sollten vermieden werden, um einen Vaginalpilz vorzubeugen.
  • Zu enge Slips/Tangas aus Synthetik, nasse Badebekleidung sowie Slipeinlagen mit Plastikfolie begünstigen Scheidenpilz und sind daher ebenfalls zu vermeiden. Luftige, lockere, atmungsaktive Unterwäsche aus Naturfasern eignen sich hier besser, um die Scheidenflora nicht zu stören.

 

Immer wieder Scheidenpilz

Es gibt Frauen, die ständig Scheidenpilz haben: Eine wiederkehrende Scheidenpilzinfektion deutet darauf hin, dass die körpereigenen Abwehrkräfte bzw. das Immunsystem geschwächt sind. Darüber hinaus ist eine ausgewogene Ernährung, sportliche Aktivität und die richtige Intimpflege entscheidend.


In diesem Video erklärt die Gynäkologin Dr. med. Susanne Maurer wie man Scheidenpilz vermeiden und  behandeln kann.

Wiederaufbau der Scheidenflora

Eine gesunde Vaginalflora und ein intaktes Immunsystem sind der natürliche Schutz gegen Pilzerkrankungen und Scheideninfektionen.

Um das Gleichgewicht der Scheidenflora zu harmonisieren, ist es wichtig, diese mit sanften und pH-optimierten Mitteln zu reinigen und wiederaufzubauen, die die körpereigenen Laktobazillen (Milchsäurebakterien) schonen und die Stärkung der Vaginalflora unterstützen.

Pflegeprodukte mit  Milchsäurebakterien sind sehr hilfreich, da sie zum einen die Pilzerreger hemmen, die den Scheidenpilz fördern und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Scheidenflora wieder ins Gleichgewicht kommt.

 


Was hilft bei Scheidenpilz?

Wie lässt sich ein Scheidenpilz behandeln?

Für eine erfolgreiche Therapie von Scheidenpilz ist es äußerst wichtig, die verschiedenartigen und individuellen Symptome zu erkennen und diese richtig einzuordnen. Zur Bekämpfung von Scheidenpilz bedarf es häufig der Anwendung von Cremes oder Vaginaltabletten. Oft werden bei Scheidenpilz Medikamente mit Wirkstoffen wie Miconazol oder Clotrimazol, die als Antimykotikum die Pilzerreger abtöten, empfohlen. Auch die Zufuhr von Milchsäure ist eine beliebte Behandlungsmethode bei Scheidenpilz. Die Therapie mit Cremes und Tabletten kann ca. eine Woche dauern. 

Multi-Gyn FloraPlus bekämpft erfolgreich Scheidenpilzprobleme und die damit verbundenen Symptome wie Juckreiz, Scheidengeruch und vaginaler Ausfluss und setzt auf eine nachhaltige Stärkung der Vaginalflora durch die intensive Förderung der körpereigenen Laktobazillen.

Grundsätzlich gilt: Die Einnahme von Antibiotika macht das Scheidenmilieu angreifbar, da nicht nur die "schlechten", sondern auch die "guten" Bakterien (Milchsäurebakterien) abgetötet werden, weshalb nach einer Therapie präventive Maßnahmen für den Wiederaufbau der Scheidenflora erforderlich sind bzw. diese auch als Co-Theapie bei Scheidenpilz empfehlenswert sind.

Im folgenden Video erklärt die Gynäkologin, Dr. Susanne Maurer, was im Falle eines Vaginalpilz bzw. Scheidenpilz hilfreich ist:

Wiederkehrende Scheidenpilzinfektion: Mitbehandlung des Partners

Beim Geschlechtsverkehr können sich Partner gegenseitig mit Krankheiten oder Infektionen anstecken, auch mit Scheidenpilz. Deshalb sollte bei ständig wiederkehrenden Scheidenpilzinfektionen der Partner mitbehandelt werden, auch wenn er von einer Infektion noch nichts ahnt. Wenn Pilzinfektionen hartnäckig wiederkehren, sollte man auch in Betracht ziehen, dass der Partner die Ursache für die ständige Infektionsquelle sein könnte.

Scheidenpilz Produktselektor: Finden Sie das passende Mittel bei Scheidenpilz

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