Scheideninfektionen: Welche Arten gibt es?

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Scheideninfektionen (Vaginalinfektionen) gehören zu den häufigsten Intimerkrankungen bei Frauen im geschlechtsfähigen Alter. Die Ursachen der Infektion können Viren, Pilze, Bakterien sowie andere Mikroorganismen (Protozoen) sein. Häufig bleiben sie jedoch unbemerkt, bis der Frauenarzt die Infektion bei einer Kontrolluntersuchung entdeckt - bei bis zu 5 % der Patientinnen verläuft eine Scheideninfektion ohne auffällige Symptome.

 

Informationsvideo: Bakterielle Dysbalance in der Scheide

Die Symptome, Beschwerden und Anzeichen einer Scheideninfektion bzw. Vaginalinfektion variieren je nach beteiligten Erregern in Art und Ausprägung.

 

1. Scheideninfektion durch Bakterien

Die mit Abstand am weitesten verbreitete Infektion der Scheide ist die sogenannte bakterielle Vaginose (BV)  – sie kommt öfter vor als Pilzinfektionen. Die BV beruht auf der Verdrängung der guten Scheidenbakterien (Milchsäurebakterien bzw. Laktobazillen) meist durch anaerobe Bakterien (Bakterien, die ohne Sauerstoff auskommen).

Die Bakterielle Vaginose ist zwar keine Infektion im eigentlichen Sinne, darf aber aufgrund ihrer Häufigkeit nicht ungenannt bleiben.

In den meisten Fällen erweist sich das Bakterium "Gardnerella Vaginalis" als der Verursacher der Infektion, weswegen die Bakterielle Vaginose auch "Gardnerellen-Infektion" genannt wird. Der Gynäkologe kann das Bakterium per Abstrich im Sekret der Scheide/Ausfluss nachweisen. Auch der ph-Wert der Scheide gibt Aufschluss über eine mögliche Infektion: Liegt der ph-Wert des normalerweise sauren Scheidenmilieus über den üblichen Wert von pH 3,8 bis 4,4, kann das ein Anzeichen für eine bakterielle Infektion der Vagina sein.

 

Mehr Infos: Was ist die Bakterielle Vaginose? Was tun gegen die bakterielle Vaginose?

 

2. Scheideninfektion mit Pilzen

Eine Infektion der Scheide mit Pilzen wird meist durch den Hefepilz Candida Albicans verursacht, der in geringer Menge ein natürlicher Bewohner der Scheidenflora (des Scheidenmilieus) ist. Erst wenn er die Möglichkeit bekommt, sich so stark zu vermehren, dass er die wichtigen in der Scheide vorkommenden Organismen verdrängt, kommt es zu den typischen Scheidenpilz-Symptomen, wie Juckreiz in der Scheide, krümelig-weißen Ausfluss oder Rötungen im Scheidenbereich. Dann spricht man von einer Scheidenpilzinfektion.

 Hier finden Sie mehr Informationen zu Pilzinfektionen der Scheide.

 

3. Scheideninfektion mit Trichomonaden


Unter den Einzellern (Protozoen, parasitäre Organismen) sind es Trichomonaden (Trichomonas Vaginalis), die zu einer Infektion der Vagina führen. Die meisten Betroffenen stecken sich über Geschlechtsverkehr an. Der Erreger Trichomonas Vaginalis hat sich besonders geschickt an das in der Scheide vorherrschende Milieu angepasst – er hat sich sozusagen darauf spezialisiert- und kann sich dort mit seinen Geißeln (fadenförmige Fortsätze) sehr gut fortbewegen.

 

4. Scheideninfektion mit Viren

Die bekanntesten viralen Scheideninfektionen werden durch die sogenannten Humane Papilloma Viren (HPV) und durch Herpes-Simplex Viren (HSV) ausgelöst.

Beide Virenarten werden entweder über sexuellen Kontakt, z. B. beim Geschlechtsverkehr, oder aber über kontaminierte Gegenstände, wie Sexspielzeug, Handtücher, Toilette, gemeinsam benutzte Rasierer, Unterwäsche, etc. übertragen.

 

Infektionen der Scheide vorbeugen

Ansteckende Vaginalinfektionen/Vaginalbeschwerden die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, können durch umsichtiges Verhalten und die Verwendung von Kondomen verhindert werden.

Infektionen, die (auch) auf einem Ungleichgewicht der Scheidenflora beruhen (BV, Pilz), sind meist durch richtige Intimhygiene und die Unterstützung des Scheidenmilieus (z. B. mit Multi-Gyn FloraPlus) vermeidbar.

 

 

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