Scheidenausfluss: Ursachen, Symptome und Behandlung

Jeder Frau sind Intimbeschwerden, wie z.B. erhöhter Scheidenausfluss in irgendeiner Form bekannt. Ganz gleich, ob es sich dabei um Juckreiz, Brennen, Geruchsbildung, starkem Ausfluss oder Schmerzen beim oder nach dem Geschlechtsverkehr handelt.

Viele Betroffene werden sogar regelmäßig von Scheiden-Infektionen oder Scheidenpilzproblemen geplagt. Grund kann eine Dysbalance der Scheidenflora sein, die ein übermäßiges Wachstum von Bakterien und anderen Erregern begünstigt. Jedoch auch anatomische Merkmale, wie beispielsweise eine ausgeprägte Rillenstruktur der inneren Vaginalwand, können unerwünschten Bakterien Schutz bieten.

Bei jeder Frau kommt es für gewöhnlich täglich zu etwas (weißem) Scheidenausfluss. Die Menge des Scheidenausflusses unterscheidet sich dabei von Frau zu Frau stark. Doch nicht in jedem Fall ist der weiße Ausfluss ein Zeichen für eine Infektion. Etwas vaginales geruchloses, weißlich-milchiges Sekret ist normal, nicht krankhaft oder bedenklich. Denn Scheidenausfluss erfüllt auch eine wichtige Funktion und ist beispielsweise ein Schutz der Vagina vor schädlichen Bakterien, Pilzen und Erregern.

Wenn die Scheide nämlich wenig oder gar kein Scheidensekret mehr produziert, entstehen auch Probleme im Intimbereich. Unter anderem in den Wechseljahren ist das häufiger der Fall. Man spricht in diesem Fall von Scheidentrockenheit – von der jedoch auch junge Frauen betroffen sein können.

  1. Definition Scheidenausfluss

    Das von der Scheide/Vagina natürlich gebildete Sekret wird als „Ausfluss“ bezeichnet. Der vaginale Ausfluss wird noch „Fluor vaginalis“ oder „Fluor genitalis“ genannt. Der „Ausfluss“ einer gesunden Scheide ist klar, trüb weiß und/oder gelblich, wenn er getrocknet ist.

    Das Vaginalsekret besteht vor allem aus Wasser, Elektrolyten, Harnstoff, organischen Säuren (Fett-, Essig- Milchsäure) und Proteinen (Immunglobulinen).

    Die sogenannten „Döderlein-Bakterien“ sind jene Bakterien, die natürlicherweise die Vaginalschleimhaut besiedeln. Die von ihnen gebildete Milchsäure senkt den pH-Wert in der Scheide, was das Eindringen und die Vermehrung schädlicher Erregern erschwert.

    Der Scheidenausfluss wird von vielen Faktoren mit beeinflusst: Der weibliche Zyklus, die mangelhafte oder übertriebene Intimhygiene, Vaginalspülungen und Intimsprays mit Parfüm, Deo oder Seife, hormonelle Schwankungen (z.B. Schwangerschaft, Pille) und Antibiotika.

  2. Charakteristik des normalen Scheidenausfluss (Fluor vaginalis)

    Der "normale" Scheidenausfluss besteht aus einem Gemisch von Vaginal- und Zervixzellen und Zervixschleim.

    Der normale Scheidenausfluss ist durch folgende Parameter gekennzeichnet:

    • Der Ausfluss hat eine weißlich klare bis zart hell-gelbe und cremige Konsistenz (keine Verfärbung des Ausflusses!). Er wird deshalb auch Weißfluss genannt.
    • Der weiße Ausfluss ist geruchlos (kein fischiger Geruch!).
    • Es liegen keine subjektiven Beschwerden (z.B. Juckreiz, Brennen, unangenehmer Geruch im Scheidenbereich) vor.
    • Der Scheiden-pH-Wert liegt zwischen 3,8 und 4,4.
    • Bei einer mikroskopischen Untersuchung im Nativpräparat werden vorwiegend Laktobazillen erkannt.

    Durch Milchsäurebakterien schützt der Scheidenausfluss die Vagina vor Bakterien und Infektionen. Diese stellen ein saures Milieu her und verhindern auf diese Weise, dass sich Erreger vermehren.

    1. Krankhafter Vaginalausfluss
      Verändert sich jedoch Farbe, Konsistenz und Geruch, handelt es sich um einen krankhaften bzw. bedenklichen Scheidenausfluss. Die veränderte Konsistenz des Ausflusses gilt als Zeichen für eine gestörte Scheidenflora, eine Erkrankung oder Vaginalinfektion.

      Die bakterielle Vaginose ist die häufigste Ursache für den vaginalen Ausfluss bei Frauen und charakterisiert sich durch weißlich-klaren, dünnflüssigen Fluor, der oft übel, fischig riechend ist. Sowohl die bakterielle Vaginose, wie auch auch der Scheidenpilz entstehen durch eine gestörte Vaginalflora: Die wichtigen Laktobazillen (Milchsäurebakterien) und die restlichen in der Scheide natürlich vorkommenden Bakterien sind nicht mehr im gesunden Gleichgewicht – das begünstigt Pilzinfektionen der Scheide sowie die vermehrte Besiedelung mit schädlichen Bakterien, wie beispielsweise dem Erreger Gardnerella vaginalis.

      Candida albicans (Scheidenpilz) ist am weißlichen grobkörnigen Ausfluss zu erkennen, der oft starkes Jucken im Genitalbereich verursacht.

      Scheidenpilz und bakterielle Vaginose sind im Übrigen Krankheitsbilder, die häufig vorkommen und jede Frau treffen können.

      Wird der Ausfluss stark schleimig oder wässrig, schaumig oder enthält er kleine Krümel, Eiter oder Blut, verfärbt sich braun, gelblich oder grün, ist ein Gang zum Arzt unvermeidbar.

    2. Typische Symptome bei verändertem Scheidenausfluss
      Typische Symptome bei einem veränderten Vaginalsekret sind unangenehmer Geruch, Juckreiz im Scheideneingang, Brennen, Schwellungen oder Rötungen sowie ein weißlicher Belag im Vulvabereich.

      Ein gewisses Maß an Ausfluss kann durchaus normal bzw. physiologisch sein. Um die Zeit der Ovulation (Eisprung) ist der leicht vermehrte schleimige Ausfluss klar, geruchslos und fadenziehend, sonst eher weißlich, trüb. Er besteht aus zyklusabhängigem Zervixschleim und Epithelzellen.

  3. Formen des Scheidenausflusses (Fluor genitalis)

    1. Vaginaler Fluor: Hauptursachen sind bakterielle Vaginose oder Kolpitis bzw. ansteigende Östrogenwirkung in der Pubertät
    2. Vestibulärer Fluor: vermehrte Sekretion aus Vorhofdrüsen, Vulvitis
    3. Zervikaler Fluor: bei Gonorrhö, Chlamydieninfektion, Tumoren
    4. Fluor albus: Psychologischer, nichtentzündlicher Fluor vor der Ovulation und in der Pubertät
    5. Psychologischer bzw. normaler Fluor: bedingt wird der Ausfluss bei Stress/Erregung
  4. Ursachen für Scheidenausfluss

    Vermehrter Scheidenausfluss ist häufig durch sehr enge Hosen, Bodies, Slips aus Synthetik oder ständiges Tragen von luftundurchlässigen Slipeinlagen bedingt.

    • Infektionen
    • Trichomonadenkolpitis:

      Die Trichomonaden sind einer der häufigsten Auslöser von Scheideninfektionen und gelten weltweit als die häufigste sexuell übertragene Erkrankung. Der Keim Trichomonas vaginalis besiedelt die Vagina und Harnröhre der Frau und die Prostata sowie Vorhaut des Mannes.

      Die Infektion mit Trichomonaden wird vorwiegend beim Geschlechtsverkehr und durch Schmierinfektion d.h. beim direkten Kontakt, übertragen.

      Bei Trichomonadenbefall (-kolpitis) ist der Ausfluss gelb-grün, schaumig-schleimig, dünnflüssig und übelriechend.

    • Gonorrhoe:Bei der Gonorrhoe kann der Fluor eitrig, gelblich und übelriechend sein.
    • Scheidenpilzinfektion, begünstigt z.B. durch: Schwangerschaft, starkes Übergewicht, Diabetes, Einnahme der "Pille", Immunschwäche, Behandlung mit Antibiotika: weißer, cremiger bis bröckeliger Ausfluss (wie Hüttenkäse), verbunden mit Juckreiz/oder Brennen im Genitalbereich
    • Bakterielle Vaginose: weißlich-klarer, dünnflüssiger Fluor, der oft übel, fischig riechend ist
    • Herpes genitalis: Typische Symptome sind ein unangenehm prickelndes oder stechendes Gefühl im Genitalbereich sowie Jucken, Brennen und Unterleibschmerzen. Es kommt zu vermehrtem Ausfluss (Fluor vaginalis). Die betroffene Stelle ist gerötet und geschwollen. Oft bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die starkes Jucken verursachen.
    • Östrogenmangel-Kolpitisbei zunehmende Verdünnung der Scheidenschleimhaut durch Östrogenmangel: grauer, geruchsloser Ausfluss nach den Wechseljahren, mit Juckreiz und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
    • Fremdkolpitis (Fremdkörper in der Scheide, z.B. Tamponreste): blutiger, bräunlicher, dünn- bis dickflüssiger, oft übelriechender Ausfluss außerhalb der Menstruation nach den Wechseljahren
    • Reizungen der Scheidenschleimhautdurch ungeeignete Spülungen, Intimsprays, Spermizide, Kondome oder Diaphragma: klarer, geruchsloser Ausfluss, verbunden mit Juckreiz
    • Sexuelle Erregung: klarer, wässriger, dünnflüssiger und geruchsloser Ausfluss
    • Psychosomatische Ursachen:Seelische Probleme sowie viele innere Erkrankungen wie Diabetes, Leber- und Nierenkrankheiten, können der Auslöser für klaren, wässrigen, dünnflüssigen und geruchslosen Ausfluss sein.
    • Schwangerschaft: verstärkte Produktion von Östrogen und Gestagen
  5. Behandlung und Vorbeugung von verändertem Scheidenausfluss

    Eine bakterielle Scheideninfektion stellt eine Erkrankung dar, die ärztlich behandelt werden sollte. Sie ruft Beschwerden hervor, die das eigene Körpergefühl und das Wohlbefinden recht massiv beeinträchtigen können.

    Wenn Beschwerden im Intimbereich festgestellt und diese nicht klar eingeordnet werden können, ist ein Besuch beim Frauenarzt/-ärztin dringend anzuraten.

    Statistisch gesehen sind bakterielle Scheideninfektionen häufiger als Hefepilzinfektionen (Candida). Bakterielle Infektionen der Schleimhäute kennen Sie auch von der Erkältung, die uns gerne im Winter plagt. Auch die Geschlechtsorgane beinhalten Schleimhäute, die genauso von unerwünschten Bakterien befallen werden können.

    Bakterielle Infektionen werden daher häufig mit Antibiotika behandelt. Eine Behandlung mit antibiotischen Mitteln zielt auf die Beseitigung der Bakterien, lässt jedoch die Ursache der übermäßigen Bakterienansammlung unbeachtet. Weiterhin töten manche Antibiotika neben den schädlichen Bakterien auch die wichtigen Milchsäurebakterien ab, die in der Scheide für den sauren pH-Wert (ca. pH 4.1) sorgen. Dadurch kommt es in Folge einer antibiotischen Behandlung häufig zu einer Hefepilzinfektion, da die Scheide dem Pilz dann "schutzlos ausgeliefert" ist. Auch die Gefahr einer Resistenzbildung gegen das entsprechende antibiotische Präparat besteht grundsätzlich bei jeder Behandlung.

    Einer Untersuchung der Stiftung Warentest (Januar, 2011) zufolge ist eine bloße Verwendung von Milchsäure-Präparaten keine hinreichende Lösung zur Behandlung von Scheidenentzündungen: "Milchsäurebildner sind nur ein Faktor unter vielen, die für ein gesundes Scheidenmilieu sorgen. Sie allein sind - wenn eine Entzündung vorliegt - nicht in der Lage, ein gesundes Scheidenmilieu aufzubauen und /oder Krankheitserreger zu beseitigen."

    Die bakterienblockierende Strategie, die in den Multi-Gyn-Produkten zusätzlich zur Säuerung des Milieus Anwendung findet, stellt vielfach eine äußerst sinnvolle Alternative zu reinen Milchsäure-Präparten und/oder antibiotischen Behandlungen dar. Multi-Gyn ist natürlich und weist keine bekannte Resistenzgefahr auf. Damit geht Multi-Gyn über die bloße Säuerung des Milieus hinaus.

    Der patentierte Wirk-Komplex "2QR" blockiert viele unerwünschte Bakterien und nicht die wertvollen Milchsäurebakterien. Eine wichtige Eigenschaft zur Bekämpfung bakterieller Scheideninfektionen. Zusätzlich verbessert Multi-Gyn den Gewebezustand im Intimbereich.

    Multi-Gyn FloraPlus enthält zusätzlich zum Bakterienblockierer "2QR" prebiotische Komponenten, die für die körpereigenen Milchsäurebakterien Nahrung darstellen und diese so aktiv fördern.

    Multi-Gyn Produkte eignen sich besonders gut auch zur Vorbeugung von Vaginalbeschwerden und der damit verbundenen Symptome, wie auch zur natürlichen Behandlung von Scheidenpilzproblemen.

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