Pheromone

Pheromone sind beinahe geheimnisvolle Wirkstoffe, die im Menschen Lust, Liebe, sexuelle Anziehungskraft, Sex und Sympathie steuern. Sexualpheromone sind körpereigene Botenstoffe, die über die Nase ein Signal übermitteln, welches dem potenziellen Partner unbewusst Aufschluss über die Kompatibilität geben sollen.

Der Begriff Pheromon stammt aus dem Griechischen und bedeutet in etwa "Träger von Erregung".

 

1. Was ist so besonders an den Pheromonen?

Die Pheromone stellen ganz besondere Botenstoffe dar, die außerhalb eines Organismus wirken und Informationen zwischen den Individuen einer Art vermitteln. Ein Schmetterlingsweibchen teilt so den Männchen mit, dass es existiert.

Die Empfindlichkeit der Pheromonrezeptoren bringt dann weit entfernte Männchen dazu, gegen den Pheromongradienten anzufliegen oder auch anzuschwimmen. Ähnliche Wirkungsweisen gibt es häufig auch bei Pilzsteroiden, die von männlichen und weiblichen Sprossen ausgeschiedenen werden und zur Bildung von Fruchtkörpern verhelfen.

 

2. Fünf Gruppen von chemischen Botenstoffen

Generell werden fünf funktionelle Gruppen von chemischen Botenstoffen unterschieden:

1. Hormone (Drüsenhormone, Gewebshormone, Neurohormone)

2. Neurotransmitter

3. Parahormone

4. Pheromone

5. Phytohormone

 

3. Wie beeinflussen Pheromone die Partnerauswahl?

Jeder Mensch besitzt einen unverwechselbaren Geruch, der sich je nach Stimmung, Lebensstill, Ernährung und Gesundheitszustand verändert, und besonders stark vom Hormonspiegel abhängig ist.

Pheromone sind chemische Botenstoffe, die zwischen verschiedenen Individuen gleicher Spezies wirken. Sie werden von einem Individuum in die Umgebung abgeschieden und wirken auf ein anderes Individuum ein, das dann seinerseits spezifisch reagiert.

 

4. "Androstenon" und "Kopuline"

Die beiden wichtigsten Pheromone sind der männliche Botenstoff "Androstenon", der im Achselbereich beim Schwitzen gebildet wird, sowie der weibliche "Kopuline", der im Vaginalsekret produziert wird.

Männer und Frauen sondern diese Botenstoffe über die Schweißdrüsen der Haut ab und teilen einander so mit, ob man für gemeinsamen Nachwuchs besonders geeignet ist und ob man besonders maskulin bzw. feminin ist. Der Teil der Information, der auf die Kompatibilität schließen lässt, ist und bleibt nicht beeinflussbar. Entscheidende Rolle spielt eher die sexuelle Ausstrahlung eines Menschen, die aus seinem sexuellen Bewusstsein geboren wird.

 

5. Pheromone besitzen Signalcharakter

Pheromone haben eine Vermittlungsfunktion bzw. Signalcharakter und übermitteln Informationen in einer Gruppe. Die Pheromone unterscheiden sich von den Hormonen dadurch, dass sie von exokrinen Drüsen in die Umgebung abgegeben werden und dass sie wesentlich strenger artspezifisch wirken.

 

Quellen:
Bernhard Kleine, Winfried G. Rossmanit (2014): Hormone und Hormonsystem - Lehrbuch der Endokrinologie. Spinger Verlag.
Diese Website nutzt Cookies sowie den Facebook-Pixel, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Auch kann mit Hilfe von Cookies nachvollzogen werden, wie unsere Marketingmaßnahmen auf Plattformen wie Facebook verbessert werden können. Informationen zum Facebook-Pixel, zu Cookies und dem Ihnen zustehenden Widerspruchsrecht erhalten Sie in unserem Impressum. Durch die weitere Nutzung dieser Seite erklären Sie sich damit einverstanden.