Kandidose (Pilzinfektion)

 

1. Was ist eine Candidose?

Candida albicans oder Soor (Candidose) ist keine Geschlechtskrankheit, sondern ein vaginale Pilzinfektion, die häufig bei verminderten Abwehrkräften auftritt.

Die Sammelbezeichnung für Infektionen ausgelöst durch Pilze der Gattung Candida ist die „Kandidose“. Sie wird auch als Candidiasis oder Candidosis bezeichnet.

Candida kommen in Hautfalten, im Mund und im weiblichen Urogenitaltrakt vieler gesunder Menschen vor. Es sind annährend 200 verschiedene Candida-Spezies bekannt, von denen jedoch nur ca. 10% potenziell Krankheiten hervorrufen können.

 

2. Verschiedene Candida Pilzarten

Von den verschiedenen Pilzarten sind es vor allem die Hefen (Candida), die in den feuchten äußeren Genitalen zu finden sind. Sie gehören zu den häufigsten Kolonisationskeimen und werden bei über 40 %  beim Menschen in Darm oder Mund und bis zu 20 % in der Vagina kulturell nachgewiesen, ohne dass sie eine Entzündung und damit Beschwerden verursachen. Kommt es zu einer starken Vermehrung dieser Bakterien, kann daraus eine Entzündung entstehen, die sehr unangenehmen sein kann.

Eine Vulvitis durch Hefepilze stellt die häufigste Scheideninfektion mit Entzündungsreaktion der Vagina dar, wobei die Scheide in der Regel mitbetroffen ist. In den meisten Fällen wird sie durch Candida albicans ( > 90%) verursacht, sehr viel seltener sind die Erreger Candida tropicalis. Manche Frauen haben nur selten eine Scheideninfektion, andere wiederum häufig.

 

3. Wie kommt es zur Candida-Infektion?

Der Erreger Candida albicans ist weit verbreitet und wird mit der Nahrung und bei menschlichem Kontakt ausgetauscht und aufgenommen. So lässt er sich bei über 40% der Erwachsenen als Kolonisationskeim im Mund- oder Darmbereich nachweisen.

Faktoren, die die Entstehung einer Candidainfektion begünstigen sind z.B. Diabetes mellitus, eine Antibiotikatherapie, hohe Östrogendosen oder eine Immundepression. Daraus resultiert das Angehen einer Pilzinfektion.

Obwohl eine Candida-Infektion nicht durch sexuellen Kontakt entsteht, kann sie durch Sex auf den Partner übertragen werden. Beim Mann tritt dann eine Rötung des Penis, später ein weißer, schuppiger Belag der Eichel auf.

 

4. Symptome bei einer Candidainfektion

Eine Candida-Infektion kann man am dicken, weißlichen, quarkartigen Belag im Vaginalbereich erkennen. Hinzu kommen Rötungen, Juckreiz und Brennen sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Eine Candidose ist fast immer eine akutes Resultat und nahezu die einzige Infektion der Genitalien, die mit Juckreiz einhergeht. Je stärker die Scheide betroffen ist, desto heftiger ist der Juckreiz. Dazu kommen noch brennende Schmerzen im Scheideneingang, beim Sex sowie zur Rötungen.

Weitere Symptome sind Rötung und Schwellung der Vulva mit flockigem, festem und bröckeligem, gelblichem Ausfluss (Fluor vaginalis).

 

5. Therapie

Die Candidose lässt sich gut mit Medikamenten behandeln. Die Behandlung und die Therapie erfolgt durch einen Abstrich sowie durch Salben oder spezielle Medikamente, die die Ausbreitung des Pilzes verhindern.

 

6. Vorbeugung

Wenn in Darm und Vagina genügend gesunde Bakterien enthalten sind, hat der Pilz keine Chance. Aus diesem Grund ist eine gesunde und intakte Scheidenflora mit genügend Milchsäurebakterien eine wichtige Voraussetzung für den Schutz der Vagina vor schädlichen Bakterien und Erregern.

Am besten ist aber, man lässt es erst gar nicht zu einer Scheidenpilzinfektion kommen, sondern ergreift rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen wie Wiederaufbau der Scheidenflora mit Milchsäurebakterien.

 

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Quellen:
Eiko-E. Petersen (2003): Infektionen in Gynäkologie und Geburtshilfe: Lehrbuch und Atlas. Georg Thieme Verlag Stuttgart.
R. Amann-Vesti, Beatrice (2006): Klinische Pathophysiologie. Georg Thieme Verlag Stuttgart.
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