Herpes Genitalis

Symptome bei Herpes-Infektion sind kleine, gruppierte und schmerzende Bläschen an Scheide, Penis, After, Darm oder Gebärmutterhals, die brennen, jucken & schmerzen © greenapple78 - Fotolia.com

 

1. Was ist "Herpes Genitalis"?

Herpes Genitalis ist neben der Chlamydieninfektion eine der häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen. Erreger sind die DANN-Viren Herpes-simplex-Virus Typ II (HSV-II) und häufiger HSV-I. Davon sind sowohl Frauen als auch Männer betroffen.

Beim Herpes Genitalis handelt es sich um eine infektiöse Erkrankung im Genitalbereich. Die Infektion kann zu Haut- und Schleimhautveränderungen führen und schmerzhafte Bläschen, allgemeine Schmerzen und Entzündungen vor allem im Genitalbereich verursachen.

 

2. Übertragung der Herpes Genitalis Infektion

Diese Geschlechtserkrankung wird häufig durch den direkten Hautkontakt mit den Herpes-Bläschen beim ungeschützten Sex/Geschlechtsverkehr übertragen. Außerdem kann sich die unbehandelte Infektion manchmal auf das Gehirn oder die Augen ausbreiten und zur Lähmungen oder Blindheit führen.

 

3. Symptome

Die ersten Anzeichen einer Herpes-Infektion sind kleine, gruppierte und schmerzende Bläschen an Scheide, Penis, After, Darm oder Gebärmutterhals, die brennen, jucken und schmerzen. Begleitend treten allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber und Lymphadenopathie auf.

Zwei bis sieben Tage nach der Infektion kommt es bei Frauen im Scheidenbereich zu Rötungen und Schwellungen.

Bei Männer siedeln sich die Bläschen auf der Eichel und der Vorhaut des Penis oder am Po (Anus) an.

Nach ein paar Tagen öffnen sich die infizierten Herpes-Bläschen und bilden kleine Geschwüre.

Weitere Symptome sind starker Juckreiz der Scheide, vaginaler Scheidenausfluss und Dysurie. Etwa 75% der infizierten Patienten entwickeln Fiber und allgemeines Unwohlsein.

Was ist zu tun?

Kontaktieren Sie in diesem Fall sofort Ihren Arzt und lassen Sie sich und Ihren Partner schnell untersuchen. Die Infektion mit Herpes Genitalis wird durch einen Abstich vom Bläschen diagnostizieret und muss mit Medikamenten behandelt werden.

 

4. Maßnahmen zur Vorbeugung von Herpes Genitalis

Die Anwendung von Kondomen vermindert zwar die Ansteckungsgefahr, aber ist in diesem Fall trotzdem nur mäßig effektiv. Um eine Infektion zu vermeiden, muss der Kontakt mit infektiösen Sekreten komplett vermieden werden.

Im ersten Jahre nach einer HSV-Infektion sollte ungeschützter Geschlechtsverkehr außerdem in jedem Fall vermieden werden. Bei bedenklichem Scheidenausfluss und bei Risikoverhalten ist eine komplette Untersuchung empfehlenswert.

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Quellen:
Suttorp, Norbert (2004): Infektionskrankheiten: verstehen, erkennen, behandeln. George Thieme Verlag
Baltzer, Jörg (2004): Praxis der Gynäkologie und Geburtshilfe: das komplette Praxiswissen in einem Band. Georg Thieme Verlag.
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