Gebärmutter (Uterus)

Im Rahmen des weiblichen Monatszyklus wird die Gebärmutterschleimhaut durch Hormone gesteuert auf- und abgebaut. Die Menstruation tritt ein, wenn keine Befruchtung erfolgt.

 

1. Anatomie der Gebärmutter

Die Gebärmutter ist ein 6 bis 7 cm langes muskulöses Hohlorgan. Sie hat die Größe und Form einer Birne und liegt außerhalb des Bauchfells zwischen Blase und Mastdarm. An der Gebärmutter unterscheidet man den Gebärmutterkörper und den Gebärmutterhals.

 

2. Gebärmutterhals

Der Eingang zum Gebärmutterhals wird als Muttermund bezeichnet. Der Uterus ist außen von Bauchfell überzogen und besteht fast völlig aus kräftiger, dehnbarer glatter Muskulatur. Innen ist die Gebärmutter mit Schleimhaut (Endometrium) ausgekleidet. Die Schleimhaut ist vielen hormonellen Veränderungen unterworfen.

 

3. Scheide

Der untere Teil der Gebärmutter, der Gebärmutterhals, ragt mit seinen "Mund" in die Scheide hinein. Die Scheide (Vagina) ist ein mit Schleimhaut ausgekleideter Muskelschlauch, der ca. 10 cm lang ist.

Bei Mädchen ist der untere Abschnitt durch eine ringförmige Hautfalte, das Jungfernhäutchen (Hymen) verschlossen. Im Inneren ragt die Gebärmutter mit dem Gebärmuttermund in die Scheide hinein. In der Scheide herrscht, durch bakteriellen Abbau von Glykogen in Milchsäure, ein saures Milieu, das Bakterien abtötet und Samenzellen lähmt.

Die Gebärmutter kann eine befruchtete Eizelle aus den Eileitern aufnehmen und in ihrer Wand einnisten lassen. Findet eine Befruchtung statt, dann bildet sie eine Fruchtwasserblase und eine Plazenta, den Mutterkuchen, und die Nabelschnur in ihrem Inneren. Dadurch beginnt ein Dialog zwischen Mutter und Kind durch den Austausch von Blut, Hormonen aber auch Giftstoffen.

 

4. Gebärmutterschleimhaut

Wenn eine Befruchtung nicht stattgefunden hat, bildet sich als Erstes die Schwellung der Gebärmutterschleimhaut zurück. Dabei schüttet die Gebärmutterwand Prostaglandin aus, das nun seinerseits am Eierstock bewirkt, dass der Gelbkörper sich zurückbildet. Das Signal zur Gelbkörperrückbildung kommt also von den Eierstöcken, von der Gebärmutterwand. Diese gibt damit den Start der neuen Menstruation.

 

5. Progesteron (Gelbkörperhormon)

Progesteron (Gelbkörperhormon) ist das führende Hormon der zweiten Zyklushälfte. Es wandelt sich die durch Östrogene vorbereitete Gebärmutterschleimhaut so um, dass sich ein befruchtetes Ei dort einnisten kann.

Progesteron fördert das Wachstum der Gebärmutter und bereitet die Brust aufs Stillen vor. Kommt es in dieser Periode nicht zu einer Schwangerschaft, sinkt der Progesteronspiegel stark ab und die Monatsblutung setzt ein.

Diese Website nutzt Cookies sowie den Facebook-Pixel, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Auch kann mit Hilfe von Cookies nachvollzogen werden, wie unsere Marketingmaßnahmen auf Plattformen wie Facebook verbessert werden können. Informationen zum Facebook-Pixel, zu Cookies und dem Ihnen zustehenden Widerspruchsrecht erhalten Sie in unserem Impressum. Durch die weitere Nutzung dieser Seite erklären Sie sich damit einverstanden.