Feigwarzen (Genitalwarzen)

Die Feigwarzen-Infektion wird durch den direkten Hautkontakt oder Schmierinfektion, z.B. beim Geschlechtsverkehr übertragen © Creativa Images - Fotolia.com

 

1. Was sind Feigwarzen?

Genitale Feigwarzen und Zellveränderungen im Muttermundbereich sind die am häufigsten durch HPV-Viren verursachten Erkrankungen.

Genitalwarzen sind neben Herpes genitalis und Chlamydieninfektionen die dritthäufigste, durch Sex übertragbare Erkrankung in Westeuropa.

Feigwarzen erscheinen als weiche, feuchte und kleine Schwellungen bzw. rötliche Knötchen, die allmählich an Größe zunehmen und werden häufig durch Bakterien zusätzlich infiziert. Dadurch können Entzündungen der Eihäute, vorzeitige Blasensprünge und Wundheilungsstörungen bei Geburtsverletzungen entstehen.

 

2. Wie wird die HPV-Infektion mit Warzen übertragen?

Die Feigwarzen-Infektion wird durch den direkten Hautkontakt oder Schmierinfektion, z.B. beim Geschlechtsverkehr oder Oralverkehr mit der infizierten Haut- oder Schleimhautstelle (Feigwarze) übertragen.

Eine Übertragung von der Mutter auf das Baby während der Geburt ist ebenfalls möglich.

Bereits bestehende Hauterkrankungen, oberflächliche Hautverletzungen, ein geschwächtes Immunsystem oder häufig wechselnde Partner erhöhen das Ansteckungsrisiko.

 

3. Symptome

In vielen Fällen verläuft die Erstinfektion meist symptomlos. Mitunter entstehen Wochen oder Monate nach einer Infektion kleine, spitze, hautfarbene bis rötlich braune Feigwarzen im äußeren Genital- und Analbereich.

Bei Frauen sind Feigwarzen oft auf den Schamlippen, an der Scheide oder im Scheideneingang, bei Männern häufig am Penis, am Eichelrand oder an der Vorhaut. Zudem können beide Geschlechter am After- oder Dammbereich betroffen sein.

Weitere Beschwerden sind Juckreiz, Brennen oder Nässegefühl. Beim Geschlechtsverkehr kann es manchmal auch zu leichten Blutungen, bei Frauen eventuell zu Scheidenausfluss kommen. Haben sich Feigwarzen einmal angesiedelt, vermehren sie sich oft rasch und breiten sich beerenartig aus.

In seltenen Fällen können sich unbehandelte Feigwarzen zu bösartigen Tumoren in der Genitalregion (z.B. Gebärmutterhalskrebs) entwickeln.

Die Infektion mit Genitalwarzen wird im Rahmen einer körperlichen Untersuchung, z.B. durch Abstrich festgestellt.

 

4. Behandlung

Generell erfolgt die Behandlung von HPV-Infektionen mittels verschiedener Methoden. Zum einen wird das chirurgische Verfahren angewandt. Im Fokus steht dabei die operative Entfernung der Feigwarzen: Sie werden mit Lösungen oder Cremes bestrichen oder mit Lasertherapie behandelt.

Die zweite Methode ist die lokale Therapie mit Medikamenten. Hier wird versucht das Virus direkt anzugreifen.

Wird eine Infektion mit Feigwarzen diagnostiziert, sollte immer eine Untersuchung des Partners/der Partnerin erfolgen.

Vorsicht: Kondome schützen nur bedingt vor einer HPV-Infektion. Sie können das Risiko zwar verringern, eine mögliche Übertragung aber nicht ganz ausschließen, da die Übertragung der Infektion durch den direkten Haut-zu-Haut-Kontakt stattfindet.

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