Hormone Teil 3

Wie geht die Reise der Eizelle weiter?

Eizelle
© Sven Maaßen - Fotolia.com


Wenn sich der leere Follikel noch im Eierstock befindet, produziert er ein Hormon, das Progesteron, welches dafür sorgt, dass die Konkurrenz weiterer reifender Eizellen ausgeschalten wird. Gleichzeitig sorgt dieses hergestellte Progesteron dafür, dass die Gebärmutter ihre Schleimhaut perfekt für die Aufnahme und gesicherte Einnistung einer befruchteten Eizelle ausstattet.

 


Und so geht die Reise weiter, wenn die Eizelle befruchtet wurde…

Sie macht es sich in der nährstoffreichen Schleimhaut bequem und es wird die Plazenta gebildet, welche zusätzlich zum weiter ansteigenden Progesteron das berühmte Schwangerschaftshormon humanes Choriongonadotropin (Abk. hCG) bildet. Dann heißt es warten, bis die Freude über das gesund geborene Baby, die Einschulung, die Pubertät (eventuell etwas weniger Freude) vorhanden ist und wenn es ein Mädchen ist, geht diese vielfache Reise weiter.
 


Und so geht die Reise weiter, wenn keine Befruchtung stattfand…

Nun wird der Gelbkörper nicht mehr benötigt, verflüchtigt sich und Östradiol, sowie auch Progesteron haben ihre Schuldigkeit getan und werden immer weniger. Da die Vorbereitungen für eine Schwangerschaft nun nicht mehr gebraucht werden, kann die Menstruation beginnen. Die aufgebaute Schleimhaut muss weg und es beginnt zu bluten. Jetzt kommt das Gewebshormon Prostaglandin zum Einsatz und kann einigen Frauen Schmerzen bereiten.
Das, was dann heraustransportiert wird ist etwas Blut mit Geweberesten und es sind insgesamt nur 30- 80 ml. So beginnt der nächste Zyklus…
 


Was kann unseren Zyklus beeinflussen?

Unser Alltag passt oftmals nicht zu den zyklischen Gegebenheiten und welche Frau unter uns hat sich nicht schon gewünscht, Einfluss zu nehmen auf die Phasen. „Ausgerechnet jetzt bekomme ich Pickel, Heißhunger, Heulattacken, wie soll ich denn dann noch selbstbewusst den Vortrag halten?“ Oder
Der Eisprung ist ausgerechnet dann, wenn der Partner auf Dienstreise weilt und die Familienplanung verschiebt sich weiter nach hinten?
Die Frauen unter uns die hormonelle Verhütungsmittel nutzen, planen gern mal einen blutungsfreien Zeitraum, wenn es eben nicht passt. Aber ansonsten müssen wir uns wohl mit unseren hormonellen Gegebenheiten abfinden oder besser anfreunden.
 
 


Trotzdem gibt es Einflüsse, die Veränderungen in unserem Zyklus mit sich bringen können.

Leistungssportlerinnen haben oftmals keine Menstruation, wenn sie sehr schlank sind und kaum Östrogen bilden. Der Mangel an diesem Hormon kann auch zu Osteoporose führen oder auch Scheidentrockenheit verursachen. Auch Frauen mit Mangelernährung kann dies betreffen. Viel Stress kann den Eisprung verhindern, da die Hypophyse, uns allen ja mittlerweile eine gute Bekannte, mit anderen Hirnbereichen kommuniziert, vor allem denen, die für die Ausschüttung der Stresshormone zuständig sind. Und das hat die Natur sich gut überlegt, denn wenn es einer Frau an Reserven mangelt, sich fortpflanzen zu können, wird eine Schwangerschaft verhindert.
Es gibt die Annahme, dass die Ernährung die Fruchtbarkeit versus Östrogenbildung unterstützen könnte, was bisher jedoch in Studien nicht ausreichend bewiesen werden konnte. Sogenannte Phyto-Östrogene, die in Soja, Hülsenfrüchten, Leinsamen stecken. Aber auch hier steht wieder die Individualität der Frau im Vordergrund und so bleibt uns nur, es auszuprobieren.

Grundsätzlich gilt: Eine gute Balance im Leben geprägt von Entspannung, gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung, hat einen positiven Einfluss auf unseren Zyklus.
 
 

Quelle: Sabeth Ohl/ Eva Dignös "Die Zyklus Strategie"

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