Orgasmus

Was ist der Unterschied zwischen Orgasmus und Ejakulation?

Orgasmus und Ejakulation sind nicht zwangsläufig das gleiche. Die Ejakulation umschreibt den physikalischen Teil, das Ausstoßen der Flüssigkeit. Der Orgasmus ist das Gefühl des Höhepunkts beim Sex © Igor Mojzes

Orgasmus und Ejakulation sind nicht zwangsläufig das gleiche. Die Ejakulation umschreibt den physikalischen Teil, das Ausstoßen der Flüssigkeit. Der Orgasmus ist das Gefühl des Höhepunkts beim Sex.

Das auffälligste Zeichen sexueller Erregung ist beim männlichen Geschlecht die Erektion des Penis. Die drei Schwellkörper füllen sich mit Blut, wodurch der Penis sich hebt und versteift. Gleichzeitig zieht sich die glatte Muskulatur des Hodensacks zusammen, seine Haut verdickt sich, die Hoden werden durch die Muskeln der Samenstränge aufwärts zur Bauchhöhle gezogen.

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Der Orgasmus (von griechisch: lustvolle Erregung) ist das plötzliche Nachlassen der Muskel- und Nervenanspannung auf dem Höhepunkt sexueller Erregung. Einige Männer kommen bereits nach ein paar Minuten zum Orgasmus, aber für andere kann es auch länger als 15 Minuten dauern. Ein Orgasmus dauert wenige Sekunden bzw. einige Augenblicke. Bei Männern kommt es gleichzeitig mit dem Orgasmus zur Ejakulation der Samenflüssigkeit.

 

4 Orgasmusphasen

Die sexuelle Reaktion wird im Allgemeinen in vier Phasen unterteilt (nach Masters und Johnson, Sexualwissenschaftler): Erregungsphase, Plateauphase, Orgasmusphase und Rückbildungsphase.

Der männliche Orgasmus beginnt mit rhythmischen, unwillkürlichen Kontraktionen der Genitalgänge, der Samenblase und des Samenleiters, der Urethra und des Penis selbst. Durch die Kontraktionen wird der Samen durch die Harnröhre in mehreren schnellen Schüben herausgeschleudert. Die Menge der Samenflüssigkeit entspricht etwa einem Teelöffel voll. Kommt es zu wiederholter Ejakulation innerhalb kurzer Zeit, wird die Menge jedes Mal geringer.

Ein Orgasmus kennzeichnet sich durch die Kontraktionen der Geschlechtsorgane und die Ejakulation der Samenflüssigkeit. Mit zunehmender sexueller Erregung steigt die Muskelspannung. Puls und Blutdruck erhöhen sich. Zusätzlich kommt es manchmal zu einem "sex flush"-Phänomen, einer Hautrötung, gelegentlich auf Schultern und Schenkel. Der "sex flush" kommt erst gegen Ende der Erregungsphase vor. Während des Höhepunkts sind alle Muskeln stark angespannt, die Atmung wird rascher, die Pulsfrequenz und der Blutdruck steigen noch höher.

Orgasmus und Ejakulation stellen zwei unterschiedliche Vorgänge dar: Es gibt (speziell beim Mann) Orgasmen ohne Ejakulation und Ejakulationen ohne Orgasmus.

 

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Was genau passiert bei der Erektion?

Die Erektion führt dazu, dass sich Hohlräume in den drei länglichen Schwellkörpern des Glieds mit Blut füllen. Gliedschaft und Eichel verlängern sich und dehnen sich aus. Die Erektion (Aufrichtung) des Penis ist das erste äußerlich sichtbare Zeichen der männlichen sexuellen Erregung.

Die direkte Stimulierung der Tast- und Druckrezeptoren am Penis und besonders an der höchst sensiblen Eichel kann der Auslöser für eine Erektion oder sexuelle Erregung sein. Männer erleben beim Aufwachen oft eine Erektion, die entweder durch Träume oder durch den Druck einer vollen Blase hervorgerufen werden kann.

 

Wie kommt es zum Samenerguss?

Während der Ejakulation wird der Samen aus dem Penis und bei ungeschütztem Sex - direkt in die Scheide entleert. Während der Phase der Samen- und Sekretabgabe veranlassen Nervenimpulse die rhythmische Kontraktion der Muskeln in den Wänden der Samenleiter, wodurch der Samen in Richtung Harnsamenröhre transportiert wird. Zur gleichen Zeit kontrahieren Samenbläschen und Prostata und schütten ihre Sekrete aus. Danach mischen sich Samen und Sekrete zur Samenflüssigkeit.

Die Sammenflüssigkeit besteht aus Spermien und dem dünnflüssigen Sekret aus der Prostata, welches das Überleben der Spermien in Vagina und Gebärmutter über einige Tage ermöglicht.

Nach Bereitstellung der Samenflüssigkeit stellt sich beim Mann das Gefühl der unmittelbar bevorstehenden Ejakulation ein. An diesem Punkt ist kein Zurück möglich und der Samenerguss kann nicht verhindert werden. Der Samenerguss wird von einem Gefühl intensiven körperlichen Genusses begleitet, dem Orgasmus. Bei einer Ejakulation werden ca. 5 Milliliter Samenflüssigkeit ausgestoßen, die ungefähr 500 Millionen Samenzellen enthalten.

Nach dem Samenguss bewegen sich die Samen sehr schnell vorwärts und schwimmen schon 90 Sekunden später im Schleim, der den Eingang zur Gebärmutter verschließt. Später wird es nur ein paar 100 gelingen, den Schleimtopf des Gebärmutterhalses zu durchdringen und sich auf die Reise durch die Gebärmutter zu den Eileitern zu begeben.

 

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