Intimpiercing bei Frauen

Vaginalpiercing und Scheidenpilzrisiko

Frauen mit Vaginalpiercing sind oft anfälliger für Scheidenpilzprobleme © chones - Fotolia.com

Intimpiercings wie Klitorisvorhaut- oder Klitorispiercing werden zunehmend nachgefragt.

 

1.Intimpiercing bei Frauen

Das Tragen von Intimschmuckstücken hat für viele Frauen neben der Funktion als Körperschmuck und Individualisierung der gepiercten Körperregion noch den Effekt, beim Geschlechtsverkehr zusätzliche Reiz- und Luststeigerung zu empfinden.  

Ein Intimpiercing wird oft auch als Symbol der Bindung an einen Partner verstanden. In manchen Fällen kann ein Intimpiercing mit Komplikationen wie Schwellungen, bakteriellen Infektionen, Blutungen, veränderter Sensibilität oder chronischem Schmerz verbunden sein.

Das Klitorisvorhautpiercing, das Schamlippenpiercing und das Christina-Piercing sind die bevorzugten Formen von Piercings bei Frauen.

 

2.Vaginalpiercings können Scheidenpilzprobleme und Infektionen verursachen

Ein Piercing, unabhängig von der Körperregion, ist eine offene Wunde und stellt somit einen potentiellen Angriffspunkt für schädliche Bakterien, Viren, Pilze und Keime dar. Die gepiercte Klitoris oder Klitorisvorhaut kann bluten, schwellen und sich entzünden. Deswegen sind Sauberkeit und eine sorgfältige und richtige Intimpflege der betroffenen Stelle die Grundlage für eine Wundheilung.

Frauen mit Vaginalpiercing sind oft anfälliger für Scheidenpilzprobleme, denn die Wundstelle im Genitalbereich schafft ein feuchtes Milieu für die Vermehrung von Bakterien und Erregern. Hat sich der Scheidenpilz an den Piercingschmuck bzw. im Stichkanal verbreitet, ist es für die betroffenen Frauen oft schwer, sich von der Infektion zu befreien. Frauen, die oft unter wiederkehrenden Scheidenpilzinfektionen leiden, sollten besser auf Vaginalpiercing verzichten.

Risiko von sexuell übertragbaren Krankheiten

Wenn die gepiercte Stelle im Genitalbereich nicht vollständig abgeheilt ist, erhöht sich deutlich die Gefahr einer Ansteckung von sexuell übertragbaren Krankheiten, wie z.B. Hepatitis B, Hepatitis C oder HIV.

Benutzt Kondome

Aus diesem Grund empfehlen viele Experten das Tragen eines Kondoms beim Sex. Wenn die Wunde später verheilt ist, kann es sinnvoll sein, das Piercing jedes Mal nach dem Sex vorsichtig zu reinigen, damit Sperma, Scheidensekret, Speichel oder Gleitgel nicht in den Stichkanal gelangen und ihn entzünden.

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3.Heilungsprozess und Intimpflege beim Vaginalpiercing

 

Zwei Wochen auf Sex verzichten

Mindestens zwei bis drei Wochen sollte man nach dem Stechen eines Piercings auf Geschlechtsverkehr verzichten. Gerade bei Vaginalpiercings dauert der Heilungsprozess (je nach Piercing) sehr lang.

Der Stichkanal benötigt manchmal vier bis zwölf Wochen zum Heilen.

Die Heilungszeit ist sehr stark abhängig von der jeweiligen Piercingstelle und dem Immunsystem.

Sex, mangelhafte oder übertriebene Hygiene und Intimpflegeprodukte können hier ebenso  eine Infektion verursachen. Ein weiteres Risiko beim Intimpiercing ist die Gefahr von Verletzungen der Nerven oder des Muskelgewebes.

Intimschmuck während der Heilung nicht entfernen

Während der Heilungsperiode wird empfohlen, den eingesetzten Intimschmuck nicht zu entfernen, denn die gepiercte Stelle kann schnell zuwachsen.

Gesunde Ernährung & atmungsaktive Kleidung

Um die Heilung der Wundstelle zu unterstützen sollte man sich ausgewogen ernähren, Alkohol- und Drogenkonsum vermeiden sowie saubere, bequeme, atmungsaktive und nicht zu enge Kleidung an jenen Stellen tragen, an denen das Piercing mit der Kleidung in Berührung kommt.

Während dieser Periode sind Sex, Sauna, Schwimmbad, Meer, Solarium und Chlorwasser ein Tabu!

String-Tangas aus Spitze und Synthetik können reiben und Keime sowie schädliche Bakterien aus dem Analbereich Richtung Scheide transportieren.

Wundsekret reinigen

Laut zahlreicher Ärzte und Experten sollten die Wundstelle und der Intimschmuck niemals mit ungewaschenen Händen berührt werden. Das Wundsekret sollte vorsichtig mit einem in Pflegelösung getauchten Wattestäbchen gereinigt werden. Danach werden die beiden Seite des Stichkanals mit einem speziellen Desinfektionsmittel desinfiziert.

 

4. Intimrasur beim Piercing wird erschwert

Das Nefertiti- und Christina-Piercing können die Intimrasur oft erschweren, weil der Bereich unmittelbar um den Intimschmuck nicht leicht zu enthaaren ist. Außerdem ist die Haut während der Heilungsphase beim Klitorispiercing sehr empfindlich, gereizt und entzündet.

Besonders bei unverheilten Piercings können Bakterien und Keime während der Rasur leicht in den Stichkanal eindringen und Rasierpickel entstehen. Es empfiehlt sich einen feinen Mikroschaum mit Milchsäure wie Multi-Gyn FemiWash zu verwenden, um rote Pickelchen und Hautreizungen zu vermeiden.

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Achtet aber immer darauf, milde Produkte (pH-neutral) ohne Alkohol, Seife und Duftstoffe zu verwenden. Diese Substanzen können die Schleimhäute irritieren und die Entstehung von Rasierpickeln begünstigen.

Multi-Gyn FemiWash versorgt sensible und trockene Haut mit einem hohem Maß an Feuchtigkeit. Durch den bakterienblockierenden, natürlichen Wirkkomplex 2QR (Extrakt der Aloe Barbadensis Miller) und seine Milchsäure beugt er Entzündungen, Hautirritationen, Juckreiz und Rasierpickeln sowie Scheidenpilzinfektion(en) vor. Multi-Gyn FemiWash enthält keine Konservierungs- & Duftstoffe, Seifen, Silikone oder Parabenne.

 

 

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Quellen:

Fame Pain http://famepain-piercing.jimdo.com/pflegeanleitungen/
G. Oppelt, Patricia  & Dörr, Helmuth-Günther (2015):Kinder- und Jugendgynäkologie. Thieme Verlag Stuttgart.

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