Scheiden pH-Wert - Fluor Vaginalis

Vaginalflora und pH-Wert des Scheidenausflusses

MultiGyn ActiGel hilft bei bakterieller Vaginose (Scheideninfektion), Scheidenausfluss, Juckreiz & Brennen © Anton Gepolov - Fotolia.com

 

1. Der Scheiden-pH-Wert

Der „pH-Wert“ der Scheide stellt ein Maß für den sauren Charakter des Vaginalsekretes dar. Er wird hauptsächlich durch die Milchsäurekonzentration in der Vagina gebildet. Der normale Scheiden-pH-Wert der Scheide wird am Scheideneingang ca. 2-3 cm tief gemessen und beträgt bei einer gesunden Vagina zwischen 3,8 und 4,5.

Der natürliche Schutz gegen Scheideninfektionen ist eine gesunde und intakte Vaginalflora. Die wichtigste Rolle spielen dabei Laktobazillen. Sie unterstützen die Produktion von Milchsäure und sorgen für ein saures Milieu (pH 4,0 - 4,5). Außerdem verhindern sie das Wachstum von Bakterien und Erregern.

 

2. Scheidenausfluss

Der Scheidenausfluss ist heute Schlüsselindikator bei jeder gynäkologischen Untersuchung. Er liefert wichtige Hinweise über Hormonsituationen und zeigt Infektionen an.

Ausfluss aus der Scheide lässt sich nach verschiedenen Kriterien einteilen. Er wird häufig nach der Konsistenz (wässrig, dünn, fest, klebrig, bröckelig), dem Geruch (neutral, säuerlich, fischartig, stinkend), den Mikroorganismen (Pilze, Bakterien) oder nach seiner Gefährlichkeit (HIV, Chlamydien etc.) unterscheiden.

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3. Messung des pH-Werts

Die Messung des pH-Werts gehört zu jeder gynäkologischen Untersuchung, da dadurch die bakterielle Besiedlung der Vagina eingeschätzt werden kann. Ein Scheiden-pH-Wert < 4,5 weist auf eine normale, gesunde Scheidenflora hin, da hier genug Laktobazillen vorhanden sind, die Milchsäure bilden und die Vagina vor Keimen und Bakterien natürlich schützen.

  • pH-Wert 3,8 - 4,2: reine bis fast reine Laktobazillenflora, Hefepilzinfektionen möglich

  • pH-Wert 4,3 - 4,7: wenige Laktobazillen (Milchsäure), etwas Mischflora, auch Pilze und Leukozytose sind möglich

  • pH-Wert 4,8 - 5,5: Anzeichen bzw. Verdacht auf eine gestörte Vaginalflora (Mischflora), Aminvaginose bzw. bakterielle Vaginose und Trichomoniasis sind möglich. Zustand nach Antibiotikaeinnahme (keine Laktobazillen mehr vorhanden).

  • pH-Wert > 6,0: Blasensprung, Infektionen im Wochenbett, vor der Östrogenproduktion

Dabei werden folgende Formen von Scheidenausfluss unterschieden.

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4. Die Scheidenflora

Die Normalflora zeichnet sich durch eine hohe Konzentration von Laktobazillen und eine geringe Zahl von Darmkeimen aus. Der pH-Wert liegt bei 4,0.

Gestörte Vaginalflora: Bei einer gestörten Scheidenflora spricht man auch von Mischflora. Hierfür werden mäßig viele Laktobazillen und Darmbakterien beobachtet. Bei gestörter Flora kommt es häufig zur bakterieller Vaginose. Typische Symptome sind stark übel-riechender fischartiger Scheidenausfluss sowie erhöhter pH-Wert (pH 4,5 - 5,5). Anaerobier (Aminvaginose) bilden Amine (fischartiger Geruch).

Kolpitis: Die Vaginalwand ist gerötet und das Zervixsekret ist klar. Typische Erreger sind Candida, Trichomonaden, Herpes Viren. Der Scheiden pH-Wert ist 4,0 - 5,5,

Zervizitis: Typisch sind die gerötete Zervix und ein eitriges zervikales Sekret.

 

 

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Quellen:
Ralf Tunn, Engelbert Hanzal (2010): Urogynäkologie in Praxis und Klinik. Walter de Cruyter Berlin.

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