Scheideninfektion, vorzeitiger Blasensprung und vorzeitige Wehen

Ursachen für eine drohende Frühgeburt frühzeitig erkennen & behandeln

Die Scheideninfektion geht mit einer erhöhten Rate von Frühgeburten & vorzeitigem Blasensprun © nuzza11

 

1. Bakterielle Scheideninfektionen

Durch die hormonelle Umstellung und eine Veränderung der normalen Scheidenflora kommt es bei 10-25 % aller Schwangeren oft zu bakterieller Vaginose in der Schwangerschaft.

Typische Symptome sind übelriechender (fischartig), dünnflüssiger Ausfluss sowie Juckreiz und Brennen im Genitalbereich.

Die Übertragung wird durch Sex, Medikamente oder falsche Intimhygiene der Mutter begünstigt. Die Scheideninfektion geht mit einer erhöhten Rate von Frühgeburten, vorzeitigem Blasensprung, Fruchtwasserinfektionen und Gebärmutterschleimhautinfektionen im Wochenbett einher.

 

2. Die Zervixinsuffizienz

Die Zervixinsuffizienz stellt eine Gebärmutterhalsschwäche dar, die sich meist unbemerkt entwickelt. Dabei verkürzt sich der Gebärmutterhals der Schwangeren extrem und führt zu einer vorzeitigen Eröffnung des Muttermundes. Eine Neigung zur Zervixinsuffizienz kann angeboren sein oder durch eine Scheideninfektion ausgelöst werden. Erkannt wird diese Verkürzung in der Regel rechtzeitig, bei der Vorsorgeuntersuchung durch Tastenuntersuchung.

Vorzeitige Wehen

Vorzeitige Wehen sind regelmäßige Kontraktionen der Gebärmutter, die vor Ende der 36. SSW auftreten, den Gebärmutterhals verkürzen und den Muttermund öffnen. Die Gebärmutter ist ein Muskel, der durch Bewegung wächst und sich durch "Üben" auf die Geburt vorbereitet. Die häufigsten Ursachen sind allerdings Scheideninfektionen (z.B. bakterielle Vaginose) oder eine angeborene Schwäche der Zervix.

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3.Vorzeitiger Blasensprung

Ein vorzeitiger Blasensprung tritt dann auf, wenn vor Beginn der Geburtswehen Fruchtwasser aufgrund eines Risses in der Fruchtblase abgeht. In etwa 8 % der Fälle verschließt sich der Blasensprung spontan wieder und das Fruchtwasser bildet sich neu. Auslöser ist meist eine vaginale Infektion. Der vorzeitige Blasensprung ist häufig (30 - 40 %) ein Grund für eine Frühgeburt.

Wie erkenne ich einen vorzeitigen Blasensprung?

Sie bemerken ihn dann, wenn tröpfchenweise oder schwallartig wasserhelle bis milchig-trübe Flüssigkeit abgeht. Das Fruchtwasser riecht süßlich und meist schwimmt Käseschmiere darin. Beim Verdacht auf vorzeitigen Blasensprung sollten Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Hebamme kontaktieren.

Mit einem pH-Indikatorpapier kann bei einer vaginalen Untersuchung den Scheiden-pH-Wert gemessen und getestet werden, ob es sich um einen unwillkürlichen Harndrang handelt. Liegen Anzeigen für einen Blasensprung vor, wird zusätzlich das Blutbild kontrolliert, um eine Infektion auszuschließen.

 

 

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Quellen:
Lersch, Petra (2015): Zwillinge!: Gut durch Schwangerschaft, Geburt und erstes Lebensjahr. Thieme Verlag.

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