Sport & Intimhygiene

Unangenehmer Geruch im Intimbereich beim oder nach dem Sport

Übertriebene oder unzureichende Intimpflege kann ein Grund für unangenehmen Intimgeruch während bzw. nach Sport sein. © Innovated Captures - Fotolia.com.jpg

Viele von euch kennen das bestimmt auch: Man ist beim Sport oder im Fitnessstudio und schwitzt intensiv. Dabei ist es uns Frauen aber trotz körperlicher Anstrengung wichtig, gut zu riechen und dass wir uns wohlfühlen. Mit dazu gehört auch ein angenehmer Intimgeruch.

Eine übertriebene oder unzureichende Intimpflege ist häufig der Hauptgrund für die Entstehung unangenehmen Geruchs während oder nach dem Sport.

Darüber reden wir Frauen ja selten, obwohl viele immer wieder darunter leiden. Fragt ihr euch auch manchmal, warum man untenrum nach dem Sport so unangenehm riecht? Wie entsteht unangenehmer Intimgeruch eigentlich? Und was hilft dagegen?

 

Körpergeruch

Der Körpergeruch wird durch die apokrinen Schweißdrüsen, die sogenannten Duftdrüsen, bestimmt. Jeder einzelne Mensch besitzt seinen individuellen Körpergeruch. Wie stark man schwitzt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. von der Nahrung, der Flüssigkeitsaufnahme, von Hormonwerten, Medikamenten oder vom emotionalen Zustand.

Alle Menschen haben unterschiedlichen Körpergeruch bzw. Duft. Der typische Frauengeruch ist eher säuerlich, der Männergeruch eher stechend. Bei Frauen ist Isovaleriansäure vorherrschend. Der Männergeruch entsteht durch Abbauprodukte von Androgenen.

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Geruchsentwicklung

Schweiß selbst hat keinen Geruch. Erst wenn er in Kontakt mit Bakterien kommt, die an den behaarten Teilen des Körpers reichlich vorhanden sind und sich vom Schweiß ernähren, entwickelt sich der Geruch.

Generell verfügt der Körper über zwei Arten von Schweißdrüsen:

 

Die Schweißdrüsen

  • Ekkrine: Sie befinden sich überall auf dem Körper. Besonders dicht vertreten sind sie auf den Handflächen, Fußsohlen und der Stirn. Die ekkrinen Drüsen beteiligen sich an der Regulierung der Körpertemperatur.
  • Apokrine: Die apokrinen Schweißdrüsen (sog. Duftdrüsen) sind an wenigen Körperstellen zu finden: Achselhöhle, Brustwarze, Genitalbereich, Analbereich, Ohr und Bauchnabel. Der individuelle Körpergeruch wird durch die Duftdrüsen bestimmt. Die Duftdrüsen wie die Talgdrüsen sind immer mit einem Haarfollikel verbunden und schütten das Sekret in den Follikelkanal aus. Die apokrinen Drüsen sondern eine milchige Flüssigkeit ab, die Fette und Proteine enthält. Ihre Sekretion wird hormonell gesteuert.

Im Unterschied zu den ekkrinen Drüsen reagieren sie stärker auf Emotionen, hormonelle Reize und sexuelle  Stimulierung und nicht auf Wärme. Bakterien verschlingen den reichhaltigen apokrinen Schweiß gierig und hinterlassen ihren typischen Geruch.

 

Woraus besteht Schweiß?

Zu 99 % besteht Schweiß aus Wasser und zu 1 % aus Harnstoff, Ammoniak, Kochsalz und Mineralien wie Kalium, Magnesium und Phosphat. Schweiß hat einen pH-Wert zwischen 4 und 5. Gemeinsam mit dem Hauttalg bildet  er den Säureschutzmantel der Haut.

 

Warum riecht Schweiß unangenehm?

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Multi-Gyn IntiSkin beugt unangenehmem Geruch im Intimbereich vor
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Der unangenehme Geruch entsteht, weil die natürlichen Hautbakterien die Salze aus dem Schweiß und die auf der Haut vorhandenen Fettsäuren zersetzen. Dabei entstehen Fettsäurereste, die den unangenehmen Geruch verursachen.

Der ekrine Schweiß ist vor allem für das feuchte Milieu und für die Verbreitung der Duftstoffe verantwortlich, da er die meisten Grundstoffe, aus denen sich Geruchstoffe entwickeln, liefert.Im Sekret  gibt es Eiweiße, verschiedene Lipide wie Fette und Cholesterin und Hormone. Aus ihnen können intensiv riechende und unangenehme Fettsäuren entstehen.

Der Schweißgeruch entwickelt sich besonders gut in einem feucht-warmen Milieu, das die perfekte Umgebung für die Vermehrung von Bakterien schafft. Betroffen Körperstellen sind in diesem Fall z.B. Achselhöhle und Genitalbereich. Durch die Wärme und das feuchte Milieu staut sich der Körpergeruch  in diesen Stellen und kann nicht verdunsten. Durch die Haare wird der Geruch verstärkt, weil der Schweiß auf ihnen gut haftet und sich auf einer größeren Fläche verteilt. Auf diese Weise wird der Geruch intensiviert und hält länger an.

 

Übel riechender Schweiß

Der Körpergeruch wird auch von Nahrung (z.B. Knoblauch, Zwiebeln), Medikamenten, pH-Wert der Haut sowie dem hormonellen und emotionalen Zustand beeinflusst. Unangenehmer Körpergeruch ist häufig auch ein Anzeichen unzureichender Hygiene.

 

Wie steht es mit veränderten Gerüchen im Genitalbereich?

Oft ist dies ein Hinweis für eine bakterielle Besiedlung, sei es in der Scheide oder in der Blase. Wenn folgende Symptome auftreten z.B. komischer Scheidengeruch, zunehmender bzw. intensiver Ausfluss, der sich verfärbt oder fischig riecht oder Juckreiz und Brennen, dann sollten Sie einen Facharzt kontaktieren.  Wenn aber der Schweiß nach Bier riecht, kann das ein Hinweis auf eine Scheidenpilzinfektion sein.

 

Körper- und Intimhygiene

Die Reinigung des äußeren Genitalbereichs sollte eine Selbstverständlichkeit bei der täglichen Körperpflege sein.

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Multi-Gyn IntiSkin - Natürliche Frische & kühlendes Wohlbefinden z. B. vor/nach dem Sport
© Hristina Dimova - Ardo medical GmbH

 

Übertriebene Intimhygiene schadet der Vaginalflora

Das Bedürfnis, sich in der Intimregion stets frisch und sauber zu fühlen und gut zu riechen veranlasst manche Frauen dazu, sich häufiger als nötig zu waschen und zusätzlich hautaggressive Intim-Lotions oder -Sprays zu verwenden. Dabei ist der Körpergeruch im Intimbereich bis zu einem gewissen Grad normal und kein Zeichen von mangelnder Hygiene.

Die Scheide produziert laufend eine weißliche Flüssigkeit, den Ausfluss, der bis zu einem gewissen Grad ebenso normal ist. Hauptfunktion dieses Ausflusses ist es, schädliche Bakterien, Pilze und Erreger aus der Scheide zu spülen. Dieser Ausfluss bestimmt den individuellen Geruch einer Frau.

Während die einen die Intimhygiene vernachlässigen, übertreiben es die anderen. In beiden Fällen kommt es zu Beschwerden. Zuviel Hygiene ist kann ebenso schädlich sein wie zu wenig. Prinzipiell genügt warmes Wasser für die Reinigung des Genitalbereichs, milde, pH-neutrale Lotion, z.B. Multi-Gyn FemiWash, können aber verwendet werden.

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Parfümierte Duschgels und Shampoos haben meist einen pH-Wert von 9 bis 11 und sind für das empfindliche Vaginalmilieu zu alkalisch. Dies hat Einfluss auf die Milchsäure in der Scheide, wodurch die Schutzfunktion des Vaginalmilieus  geschwächt werden kann. Dies wiederum kann nicht nur zu einer Geruchsbildung führen, sondern auch das Risiko von Pilzinfektionen und Scheidentrockenheit erhöhen.

Bei den Männern/dem Partner ist es auch wichtig, dass sie den Penis regelmäßig, auch unter der Vorhaut – sofern vorhanden - reinigen, da sich dort auch Bakterien ansiedeln können. Genauso wichtig ist es, den Intimbereich anschließend gründlich mit einem Extrahandtuch abzutrocknen.

 

Was könnt ihr gegen Intimgeruch tun?

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Multi-Gyn IntiSkin bei unangenehmem Intimgeruch
© Hristina Dimova - Ardo medical GmbH

Um Gerüche in der Scheidenflora bzw. im Intimbereich zu verhindern, sollten folgende Grundregeln beachtet werden:

  • Eine wichtige Rolle spielt die Kleidung bzw. das Trainingsoutfit beim Sport. Durchgeschwitzte Kleidungsstücke schaffen ein feuchtes Milieu für die Vermehrung der Bakterien, wodurch sich ein unangenehmer Geruch entwickeln kann. Nach dem Sport am besten Kleidung wechseln und duschen!
  • Sorgfältige und regelmäßige Hygiene: Die einfachste Methode störendem und unangenehmem Intimgeruch vorzubeugen ist tägliches Waschen der betroffenen Körperstellen mit Wasser und einer milden, pH-neutralen Waschlotion wie z.B. Multi-Gyn FemiWash. Für unterwegs, im Fitnessstudio oder im Büro empfehlen sich auch Multi-Gyn IntiSkin und Multi-Gyn IntiFresh.
  • Intimbehaarung trimmen, rasieren oder wachsen: Die an den Haarfollikeln anhängenden apokrinen Schweißdrüsen produzieren fettartiges Sekret und verursachen weitere Geruchsprobleme. Grund für den unangenehmen Geruch ist die bakterielle Zersetzung. Die Rasur der Haare an den betroffenen Körperstellen (Achselhöhle, Genitalbereich) kann eine weitere Möglichkeit sein, die Intensität des Körpergeruchs beim Sport bzw. Schwitzen zu verringern.
  • Atmungsaktive Wäsche/Kleidung tragen: Enge Unterwäsche, Hosen und Bekleidungsstoffe (z.B. Synthetik) tragen häufig auch zur Entwicklung störenden Schweißgeruchs bei, da sie die Luftzirkulation verhindern und Feuchtigkeit stauen können. Luftige und atmungsaktive Kleidung verhindern die schnelle Bildung unangenehmen Geruchs.
  • String-Tangas sind sexy, aber leider nicht so gesund: Strings-Tangas z.B. aus Spitze und Synthetik können reiben und Keime sowie schädliche Bakterien aus dem Analbereich Richtung Scheide transportieren.
  • pH-neutrales Waschmittel benutzen: Bei Frauen, die zu Scheidenpilzinfektionen neigen oder eine sehr empfindliche Haut haben, empfiehlt sich ein pH-neutrales Waschmittel zu verwenden, wie Multi-Gyn FemiWash.

 

Quellen:
Hosner, Robert (2014): Warum Frauen duften und Männer stinken. Der moderne Reinlichkeitskult. Books on Demand.
Lauber, Annette & Schmalstieg, Petra (2012): Band 2: Wahrnehmen und Beobachten
Liebmann-Smith, Dr. Joan  & Nardi Egan, Jacqueline (2008): Das große Buch der Körpersignale: Harmlos oder gefährlich? So verstehen Sie die Zeichen Ihres Körpers. Heyne Verlag.
MacDonald, Matthew (2012): Dein Körper: Das Missing Manual. Handbuch zu Funktion und Wartung
Prang, Michael (2011): Die 77 größten Fitness-Irrtümer. Beck Verlag München

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