Sex während der Stillzeit

Sexualität in der Stillzeit: Geschlechtsverkehr nach der Geburt

 

1. Wie verändert sich das sexuelle Verlangen nach der Geburt?

Die Lust auf Sexualität mit dem Partner ist im Wochenbett sehr individuell und kann stärker oder schwächer als vor der Geburt sein. Beides ist normal. Die gute Durchblutung, die hormonelle Lage und ein positives Geburtserlebnis können die Lust auf Sex verstärken.

Vermindern kann es Müdigkeit, körperliche Anstrengung durch die Umstellung auf den neuen Rhythmus, die Verletzung durch die Geburt oder unwohle Empfindungen im Beckenbodenbereich. Die Veränderungen betreffen sowohl die Mutter im Wochenbett als auch den Partner. In diesem Fall ist es sehr wichtig, dass sich Mann und Frau als Paar sexuell neu finden.

War die Sexualität für einen der beiden Partner vor der  Geburt oder Schwangerschaft unbefriedigend, wird dieser weniger Neigung und Aktivität zeigen, die sexuelle Paarbeziehung wieder aufzunehmen. Manchmal stehen auch das veränderte Rollenverhalten oder die nicht erfüllte Rollenerwartungen des Partners im Zusammenhang mit der fehlenden Lust.

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2. Welche Faktoren beeinflussen die Lust auf Sex nach der Geburt?

Aus unterschiedlichen Gründen haben manche Frauen jedoch im Wochenbett keine Lust auf sexuelle Aktivitäten. Im Allgemeinen wird die Bedürfnislage der Frau von folgenden Faktoren mitbestimmt:

  • Geburtserlebnis und Selbsteinschätzung des Gebärverhaltens

  • Der innige Hautkontakt mit dem Kind beim Stillen: Ein großer Teil der sexuellen Bedürfnisse bei den stillenden Müttern, werden direkt im sinnlichen Umgang mit dem Baby befriedigt.

  • Angst vor erneuter Schwangerschaft

  • individuelle Ausprägung der sexuellen Lust

  • Neue Familiensituation sowie die Entwicklung der Paarbeziehung vor und während der Schwangerschaft

  • Verhalten des Partners während der Geburt

  • Schmerzempfindungen im Genitalbereich besonders nach Geburtsverletzungen, z.B. Dammrisse.

  • Körperliche Erschöpfung, Schlafdefizit und fehlende Ruhe durch das Baby

  • Hormonumstellung

Häufig kommt es zu der Situation, dass die Frau zunächst kein bzw. geringes Verlangen nach Sexualität verspürt. Das Schmusen mit dem Baby und der mit dem Stillen verbundene Körperkontakt stellen für die Mutter oft ein ausreichendes Maß an Sinnlichkeit dar.

 

3. Erster Geschlechtsverkehr nach der Geburt

Auch kann das Geburtserlebnis eine Erfahrung sein, die den Wunsch nach Sexualität beeinträchtigt. Wenn die Frau eine schmerzhafte Geburt hatte, kann es hier zu einer traumatischen Reaktion kommen. Die Berührung im Genitalbereich kann Angst oder Schmerzen freisetzen, die wiederum das Sexualleben negativ beeinflussen können.

Fließt beim Liebesakt Milch aus den Brüsten?

Während des Orgasmus wird auch das Hormon Oxytocin ausgeschüttelt, das auf die Muskulatur der Gebärmutter, des Beckenbodens wie auch auf die Milchgänge wirkt. Bei einigen Frauen setzt es daher während des Liebesspiels Muttermilch frei.

Vielfach berichten stillende Mütter, dass der Milchspendereflex während des Orgasmus heftig angeregt wird. Ein bereitgelegtes Handtuch kann die ausfließende Milch rasch aufsaugen. Manche Frauen bevorzugen während des Liebesspiels den schützenden Halt eines BHs mit Stilleinlagen. Mit der zunehmenden Stilldauer verringert sich das Auslaufen der Milch. Eine andere Möglichkeit ist, wenn Sie vor dem Sex Milch ausstreicheln oder das Kind an beiden Seiten davor stillen.

 

4. Intimhygiene im Wochenbett

Die rhythmischen Kontraktionen beim Orgasmus fördern auch die Rückbildung der Gebärmutter und die Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur. Solange der Wochenfluss blutig ist, besteht zumindest die Gefahr von Scheideninfektionen, da Keime des Partners durch das nicht abgeheilte Endometrium dringen und die Frau infizieren können.

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Quellen:
Harder, Ulrike (2005):Wochenbettbetreuung in der Klinik und zu Hause. MVS Medizinverlage Stuttgart.
Höfer, Silvia & Szász, Nora (2010):  Hebammen-Gesundheitswissen: Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach.

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