Hormone Teil 1

Pickel, Stimmungsschwankungen und gereizt sein - Sind die Hormone schuld??

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Wisst Ihr über Euren Zyklus Bescheid oder ist es für Euch einfach nur die Zeit von Menstruation zu Menstruation?

Von Natur aus ist der Zyklus für unsere Fortpflanzung gedacht und wird durch verschiedene Hormone gesteuert.


Was sind Hormone überhaupt?

Hormone, dieser Begriff stammt vom griechischen Wort „horman / ὁρμᾶν" ab, übersetzt bedeutet dies „antreiben“ oder „anregen“. Die Hormone sind die Boten, die viele Informationen in chemischen Verbindungen transportieren.


Woher kommen sie?


In unserem Körper gibt es viele Produktionsstätten für diese wichtigen Botenstoffe, die Bauchspeicheldrüse, die Schilddrüse, die Eierstöcke, die Nebennieren, aber auch in der Muskulatur und in der Haut werden sie hergestellt.


Was machen sie?


Damit sie nicht alle durcheinander geraten, wird im Hypothalamus die Steuerung organisiert. Er ist nur so groß, wie ein Fünf-Cent-Stück und ist trotzdem die Schaltzentrale für die Körperfunktionen und Sinnesreize. Nehmen wir das Beispiel: „Heißhunger“ auf Süßes. Der Hypothalamus erhält die Nachricht, dass der Blutzuckerspiegel im Blut zu gering ist, um die optimale Energieversorgung zu sichern und leitet sofort Maßnahmen in die Wege. Das äußert sich dann in Magenknurren, schlechter Laune und es kann zu vermehrtem Speichelfluss im Mund kommen. Was kann schnell Abhilfe schaffen? Schokolade, Gummibärchen sind dann oft die schnell gewählte Variante.

Denn Zucker geht schnell ins Blut und hebt den Blutzuckerspiegel. Das ist der Zeitpunkt, an dem der nächste Hormonproduzent, die Bauchspeicheldrüse, ihre Arbeit aufnimmt. Sie sorgt für die Ausschüttung von Insulin, welches wiederum dafür sorgt, dass der Zucker als Energielieferant in die Zellen gelangt und regelt damit den gestiegenen Blutzucker auf Normalniveau. Eine perfekte Abstimmung und gute Zusammenarbeit!

Hormonwerte, ihre Ausschüttung und ihr Zusammenspiel können von Mensch zu Mensch variieren und sind abhängig von unterschiedlichen Faktoren, ebenso auch das Empfinden von Hormonschwankungen. Meine beste Freundin sieht immer frisch und gleich gut aus, aber bei mir siehst Du genau, in welcher Zyklusphase ich mich aktuell befinde. So ist es auch mit dem Empfinden hormoneller Schwankungen. Ich schlafe in der zweiten Zyklushälfte schlecht und fühle mich entsprechend, was meine Freundin gar nicht kennt, denn sie schläft immer gut! Und trotzdem kann es sein, dass wir übereinstimmende Hormonwerte aufweisen.


Es kann durchaus zu Hormonschwankungen kommen, die große Auswirkungen auf das so ausgeklügelte System haben. Schauen wir uns das an dem Beispiel der Schilddrüse an, die mit ihren Hormonen einen Einfluss auf sehr wichtige Funktionen des Stoffwechsels, der Verdauung und des Herz-Kreislaufsystems hat. Schickt sie zu viele ihrer Hormone ins Blut, kann es uns unruhig machen, unsere Konzentration einschränken und auch den Schlaf stören. Hat sie allerdings zu wenig für uns übrig, kann es zu gegenteiligen Erscheinungen kommen, wie Gewichtszunahme, Antriebslosigkeit und Müdigkeit. So können die Hormone sich auch auf unser Verhalten auswirken, haben Einfluss auf unsere Stimmung und unsere Persönlichkeit.


Hättet Ihr das gedacht?
Schauen wir uns beim nächsten Mal die Zyklus-Hormone genauer an!

Bis dahin wünsche ich Euch eine gute Intimgesundheit!

Quelle: Sabeth Ohl/ Eva Dignös "Die Zyklus Strategie"

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