Frauenbeschwerden

Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhö) - Ursachen & Behandlung

Verursacht werden die Menstruationsschmerzen durch starke Gebärmutterkrämpfe, die mit einem Hormon-Ungleichgewicht der Hormone Östrogen und Progesteron in Zusammenhang stehen © staras - Fotolia.com

 

1. Was ist "Dysmenorrhö"?

Unter Dysmenorrhö werden starke Schmerzen im Unterbauch und allgemeine Beschwerden kurz vor und während der Menstruation sowie eine stark schmerzhafte Menstruationsblutung verstanden, die Frauen in ihrem gewohnten Tagesablauf behindern.

Menstruationskrämpfe sind stechende, krampfartige Schmerzen im Unterleib, die dann vorkommen, wenn die Gebärmutter sich zusammenzieht, um mit der Periode ihre innere Schleimhautbekleidung abzustoßen.

Bei manchen Frauen treten Schmerzen ab dem ersten Tag vor der Monatsblutung periodisch im Unterleib auf, sind krampfhaft und gehen mit Übelkeit, Durchfall, Schwindel und Kopfschmerzen einher.

Sehr häufig spricht man von dem Prämenstruellen Syndrom (PMS). Als gesichert gilt heute, dass ein Ungleichgewicht der Hormone Östrogen und Progesteron für die typischen PMS-Symptome (z.B. Reizbarkeit, Müdigkeit, Gelüste, schlechte Laune,  Empfindlichkeit der Brüste bei Berührung usw.) verantwortlich ist.

 

2. Ursachen für Menstruationsschmerzen

Verursacht werden die Menstruationsschmerzen hier durch starke Gebärmutterkrämpfe, die mit einem Hormon-Ungleichgewicht in Zusammenhang stehen. In Laboruntersuchungen wird oft bei Frauen mit Dysmenorrhö eine Überproduktion von Prostaglandin F2 nachgewiesen. Diese körpereigene, hormonelle Substanz hat die Eigenschaft, die Gebärmutter zusammenzuziehen. Aus diesem Grund werden einige Mikronährstoffe wie Vitamin E und Magnesium bei starken Menstruationskrämpfen verwendet. 

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3. Formen von Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhö)

Generell werden zwei Formen von Dysmenorrhö unterschieden:

3.1. Die primäre Dysmenorrhö

Die primäre Dysmenorrhö charakterisiert sich durch Beschwerden, die mit der ersten Monatsblutung oder vor dem 20. Lebensjahr bei jungen Frauen auftreten. Als Ursachen gelten hier eine verstärkte Ausschüttung des Hormons Prostaglandin, ein Ungleichgewicht zwischen den weiblichen Geschlechtshormonen Östrogen und Gestagen sowie eine Unterentwicklung der Gebärmutter oder ein zu enger Gebärmutterhalskanal.

3.2. Die sekundäre Dysmenorrhö

Die sekundäre Dysmenorrhö ist eine Folgeerscheinung körperlicher Veränderungen, etwa einer Endometriose (Versprengung von Gebärmutterschleimhaut), gutartiger Gebärmutterveränderungen (Myome) oder Polypen (gutartiges Geschwulst der Schleimhaut). Weiterhin können eine Entzündung der Gebärmutter und/oder der Eierstöcke oder Stress eine sekundäre Dysmenorrhoe auslösen.

Sowohl bei der primären als auch bei der sekundären Dysmenorrhö können die Menstruationsbeschwerden sowohl vor Eintritt der Menstruation beginnen als auch sich in den Folgetagen des Zyklus verstärken.

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4. Was kann ich gegen Menstruationsschmerzen tun?

Bei periodischen Frauenbeschwerden wie Menstruationsschmerzen könnt ihr mit gezielter bzw. gesunder Ernährung während der Periode sowie mit einer sanften Menstruationshygiene sehr viel bewirken. Die Mikronährstoffe Vitamin B6 und Magnesium spielen eine wichtige Rolle beim prämenstruellen Syndrom. Sie lindern depressive Stimmungen sowie Wassereinlagerungen sehr effektiv und wirken krampflösend. Vitamin E und Folsäure helfen gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren.

Ernährungsempfehlungen

Magnesium: Geringe Magnesiumreserven können die Krämpfe und ihre Begleitsymptome verschlimmern. Esst viele Nüsse, Vollkornprodukte und Gemüse, da sie reich an Magnesium sind!

Milch: Die regelmäßige Einnahme von Milchprodukten wirkt sich positiv auf Menstruationsbeschwerden aus.

Eisen: Eisenmangel ist bei Frauen mit starker Monatsblutung besonders wahrscheinlich. Frauen sollten Nahrungsmittel essen, die reichlich Eisen enthalten (mageres Fleisch, Leber, Rosinen, Muscheln, dunkelgrünes Blattgemüse etc.), um das mit der Menstruationsblutung verlorene Eisen zu ersetzen.

 

 

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Quellen:
Klaus-Peter, W. & Schaps, Oliver (2008): Das Zweite - kompakt: Gesundheitsstörungen - GK2. Springer Medizin Verlag. Heildelberg.
Burgerstein, Uli P. & Schurgast, Hugo (2012): Handbuch Nährstoffe: Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung. Thieme Verlag.

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