Flaute im Bett? Wie Du Deinen Sexgenuss steigern kannst.

©Photographee.eu_ Fotolia.com
 
Viele Paare berichten davon, dass zu Beginn der Beziehung der Sex sehr intensiv wahrgenommen und gelebt wurde, aber nach einigen Jahren dann eher selten und viel routinierter, um nicht zu sagen langweiliger, verläuft. Irgendwie scheint diese intensive Zeit der Zweisamkeit dann eingeschlafen zu sein.
 

Was können die Ursachen dafür sein?

Sicher ist zu Beginn einer Partnerschaft der Reiz des neuen, Unbekannten viel größer, als nach vielen gemeinsamen Jahren. Die Bindung aneinander erfolgt unter anderem aufgrund der starken Hormonausschüttung während der zärtlichen Berührungen und Orgasmen.
 
Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die Zerstreutheit, Vergesslichkeit in der Verliebtheitsphase?
...oder an das Dauerlächeln auf den Lippen, trotz oftmals sehr kurzer Nächte? Dafür steht vor allem das Bindungshormon Oxytocin, welches über Berührung und während eines Orgasmus in hohen Dosen unseren Körper flutet. Lässt dann diese körperliche Nähe nach, reduzieren sich auch die Oxytocin-Spiegel. Wenn bis dahin alles gut verlaufen ist, habt Ihr Euch aneinandergebunden und benötigt die körperliche Bestätigung seltener. Auch Dopamin wird reichlich ausgeschüttet, macht glücklich, aktiv und lässt uns kurze Nächte kompensieren.

Mittlerweile konzentriert Ihr Euch wieder auf Eure Freunde, Hobbies und den beruflichen Alltag. Vielleicht sind auch schon Kinder hinzugekommen, die Eure Zweisamkeit erschweren?

Ihr habt weniger Zeit füreinander und seid alltäglichem Stress ausgesetzt. Stress reduziert massiv den Oxytocin-Level.
Hormonelle Veränderungen aufgrund von Schwangerschaft, hormoneller Verhütung oder Erkrankungen können ebenfalls einen Anteil an sexueller Unlust haben.
 

Die Lust aufeinander wiederentdecken

Sollte Zeitmangel ein großes Thema sein, so wird immer wieder empfohlen, die Zeit für Zärtlichkeit zu planen. Wir Frauen sollten diese Zeit an unserem weiblichen Zyklus orientieren, da die Hormonlage nach dem Eisprung uns weniger lustvoll stimmen kann. Für beide Partner ist auch entscheidend, dass aktuell nicht ein großes privates oder berufliches Projekt ansteht, welches die Gedanken ausschließlich darum kreisen lässt. 
 
Plant Euren Termin ohne Handy und Mails. Schafft Euch eine Wohlfühlatmosphäre. Kuschelt Euch am besten Haut an Haut ins Bett. Massiert Euch gegenseitig mit oder ohne angenehm duftende Ölen, berührt Euch liebevoll. Fragt den Partner nach seinen Wünschen, genießt und lasst Euch viel Zeit.

Habt Ihr den Eindruck, Euch in Eurer Haut nicht wohl zu fühlen? Da kann regelmäßiger Sport zu einer Zunahme der Libido führen.

Zudem sorgt regelmäßiger Sport bei Frau und Mann aus weiteren Gründen für mehr Lust: Übergewicht bei Männern senkt den Testosteronspiegel und kann zu Potenzproblemen führen. Auch steigt durch regelmäßige Bewegung das Glückshormon Dopamin wieder an.

Die Ernährung hat ebenfalls einen Einfluss. So kann das in der Chilischote enthaltene Capsaicin die Durchblutung fördern und der Verzicht auf Zucker beim Mann das Testosteron erhöhen.

Haben Mann und Frau den Eindruck, dass die sexuelle Aktivität aufgrund geringeren Empfindens gesunken ist, können regelmäßige Beckenbodentrainings durchgeführt werden. So konzentriert Ihr Euch auf den Bereich, er wird besser durchblutet und fester. Sollte mangelnde Lubrikation (vaginale Trockenheit) seitens der Frau den Genuss schmälern, dann kann der Einsatz eines Vaginal- oder Gleitgels Abhilfe schaffen. 
 
 

Selbst die Masturbation ist ein gutes Training! Sie führt ebenfalls zu einer besseren Durchblutung und zu einer intensiveren Körperwahrnehmung.
 
Wichtig ist, als Paar offen über Bedürfnisse und Wünsche zu sprechen, um eine Sexualität leben zu können, die für beide Partner erfüllend ist. Sollte eine sexuelle Störung aufgrund einer Erkrankung vorliegen, dann kann nur ein Experte  (Gynäkologe, Urologe oder ein Therapeut) helfen.
 
Ich wünsche Euch allzeit beste Intimgesundheit,
Eure Nancy.

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Hinweis: Die Inhalte im Intim-Blog spiegeln persönliche Meinungen und Inhalte der jeweiligen Autoren wider. Es handelt sich um journalistische, nicht zwangsläufig ärztliche Abhandlungen. Fehler, Irrtümer und Falschaussagen können nicht ausgeschlossen werden. Um bestmögliche und stets aktuelle Prüfung sind wir selbstverständlich bemüht. Beachten Sie bitte auch, dass das Lesen eines Blogartikels keinesfalls einen Arztbesuch ersetzt. Wir empfehlen Ihnen daher dringend grundsätzlich bei Beschwerden einen Arzt aufzusuchen. Kommentare werden nach redaktioneller Prüfung nach Möglichkeit beantwortet.

Diese Website nutzt Cookies sowie den Facebook-Pixel, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Auch kann mit Hilfe von Cookies nachvollzogen werden, wie unsere Marketingmaßnahmen auf Plattformen wie Facebook verbessert werden können. Informationen zum Facebook-Pixel, zu Cookies und dem Ihnen zustehenden Widerspruchsrecht erhalten Sie in unserem Impressum. Durch die weitere Nutzung dieser Seite erklären Sie sich damit einverstanden.