Geeignete Sex-Stellungen

Ist Sex während der Schwangerschaft erlaubt?

Solange die Schwangerschaft normal verläuft, könnt ihr Sex haben © dianamcluckie - Fotolia.com

 

1. Bei risikofreier Schwangerschaft könnt ihr Sex haben

Die Sexualität während der Schwangerschaft wird hauptsächlich von den körperlichen Veränderungen der Frau beeinflusst. Neben der Vorfreude auf das Baby, fragen sich viele Eltern häufig, wie es mit Sex in der Schwangerschaft ist? Ist Geschlechtsverkehr erlaubt? Stört es das ungeborene Kind? Kann das Baby beim Sex verletzt werden? Erhöht sich durch Sex die Gefahr einer Infektion oder Frühgeburt?

Generell gilt: Solange die Schwangerschaft normal und ohne Komplikationen verläuft und beide Partner Lust aufeinander haben, könnt ihr Sex haben. Sex macht glücklich und entspannt. Außerdem gibt es keinen Zusammenhang zwischen Sex und dem Risiko für eine Frühgeburt.

 

2. Hormonumstellung: Libido sinkt im ersten Drittel der Schwangerschaft

In den ersten Wochen der Schwangerschaft haben viele Frauen jedoch weniger Lust auf Sex und merken, dass ihre Libido absinkt. Grund dafür ist die Hormonumstellung sowie die damit verbundenen Symptome wie Übelkeit, Müdigkeit, empfindliche Brustwarzen und Brustsensibilität, die die Lust schwinden lassen. Macht euch keine Sorgen! Die Lust auf Sex kehrt wieder ab dem zweiten Trimester zurück.

 

3. Gesteigertes Lustempfinden

Andere Frauen hingegen verspüren in dieser Periode sogar ein gesteigertes Lustempfinden, dank der stärker durchbluteten Genitalien. In der Schwangerschaft sind Schamlippen, Klitoris und Vagina empfindlicher für Berührungen und Stimulationen, deswegen können viele Frauen leichter und häufiger zum Orgasmus kommen.

Die Lust auf Sex steigt gewöhnlich während des zweiten Trimenons, wenn die Frau wieder mehr Energie hat. Wenn der Geburtstermin bevorsteht, schwindet die Libido in den meisten Fällen wieder.

files/content/blog/Aaa_CTAs/eBook-Schluss-mit-Tabus-Was-jede-Frau-ueber-Intimbeschwerden-und-Intimhygiene-wissen-sollte-banner.jpg

 

4. Ist Sex in der Schwangerschaft schädlich für das Baby?

Solange der Gebärmutterhals fest verschlossen ist und keine Risikoschwangerschaft, keine Blutungen oder vorzeitige Wehen vorliegen, ist Sex in der Schwangerschaft völlig unbedenklich. Der weibliche Orgasmus ist harmlos für das Baby und er schadet ihm in der Regel nicht.

Sex und Orgasmus lösen keine frühzeitigen Wehen aus und steigern das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt nicht. Das Kind kann auch nicht erdrückt oder verletzt werden, da es bestens von der Fruchtblase geschützt wird.

Das Baby schwimmt nämlich sicher im Fruchtwasser, umgeben von den starken Muskeln der Gebärmutter. Auch wenn das Baby nach dem Orgasmus kurz herumzappelt, bedeutet es nicht, dass es Schmerzen hat oder etwas mitbekommen hat. Das ist eine normale Reaktion auf euren erhöhten Blutdruck und euer stark klopfendes Herz.

 

5. Welche Sex-Stellungen eignen sich in der Schwangerschaft?

Wenn der Bauch wächst, kann man Stellungen ausprobieren, bei denen der Bauch nicht im Weg steht.  Beispiel dafür ist die Löffelstellung (die Frau schmiegt sich in den Schoß des Mannes). Dadurch dringt der Penis weniger ein.

Ebenso geeignet sind die Missionar-Stellung (Mann unten, Frau oben) sowie die seitliche Position. Legt euch auf die Seite, so wird die Gebärmutter durch das Gewicht des Partners nicht so stark belastet. Wenn die Frau oben liegt (Missionar-Stellung) kann sie die Tiefe und das Tempo besser kontrollieren.

 

6. Wann ist Sex in der Schwangerschaft nicht erlaubt/verboten?

Bei bestimmte Schwangerschaften können verschiedene Komplikationen und Risiken auftreten. Hier ist es ratsam, auf Sex (nach Absprache mit dem Arzt) zu verzichten. Dazu gehören:

  • Vorherige Fehlgeburt

  • Mehrlingsschwangerschaft

  • Muttermundschwäche

  • Vaginale Blutung(en)

  • Scheideninfektion

  • Chronische Erkrankung z.B. Diabetes

  • Unterleibsschmerzen oder Bauchkrämpfe

  • Vorzeitige Wehentätigkeit

  • Vorzeitiger Blasensprung

Wenn der Muttermund vorzeitig geöffnet ist, es Blutungen gibt, eine Scheideninfektion oder chronische Erkrankung z.B. Diabetes vorliegt, sollte man auf Sex (nach Rücksprache mit dem Frauenarzt) tatsächlich besser verzichten.

Eine vorherige Fehlgeburt oder eine Mehrlingsschwangerschaft stellen ebenso ein potentielles Risiko für die Mutter und das Kind dar, weswegen es ratsam sein kann keinen Sex zu haben.

Am besten sollte man das Thema Sex in der Schwangerschaft und die Risiken mit dem Arzt rechtzeitig besprechen, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.

Alternative?

Eine gute Alternative, wenn euch aus gesundheitlichen Gründen von Geschlechtsverkehr in der Schwangerschaft abgeraten wird, ist der Oralsex. Dieser bringt weder für die Mutter noch für das Kind eine Gefahr.  Achtet aber darauf, dass euer Partner keine Luft in die Vagina bläst.

Vorsicht: Wenn euer Partner Lippenherpes hat, solltet ihr auf oralen Sex verzichten, sonst besteht das Risiko einer Infektion.

 

7. Intimhygiene während der Schwangerschaft ist sehr wichtig

In der Schwangerschaft ist es wichtig, dass die Scheidenflora im Gleichgewicht bleibt. Das Risiko eine Frühgeburt zu erleiden wird durch die bakterielle Vaginose oder Scheidenpilzprobleme stark erhöht.

Multi-Gyn FemiWash: Feiner Mikroschaum mit Milchsäure zum Aufbau der Scheidenflora

files/content/blog/Aaa_CTAs/femiwash-cta.jpg

Verwendet zum Reinigen von Schamlippen und Vagina möglichst nur klares Wasser oder wählt ein sanftes, seifen- und parfümfreies Pflegeprodukt mit saurem pH-Wert und Milchsäure wie z.B. Multi-Gyn FemiWash, um das Milieu der Scheidenflora aufrechtzuerhalten.

Multi-Gyn FemiWash ist feiner Mikroschaum mit Milchsäure, hormonfrei und enthält keine Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe. Die Milchsäure im Multi-Gyn FemiWash schont die eigene Laktobazillen (Milchsäure) und trägt zum Wideraufbau der gesunden Scheidenflora.

Die Produkte sind rezeptfrei und können in allen Apotheken, online, zum Teil bei dm  oder direkt im Ardoshop gekauft werden.

 

 

Links, die euch interessieren könnten:

Quellen:

Höfer, Silvia & Szász, Nora (2012): Hebammen-Gesundheitswissen: Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach. GU Verlag.
Holzgreve, Brigitte (2012): 300 Fragen zur Schwangerschaft. GU Verlag.
Sharon Mazel, Heidi & Mazel, Murkoff (2014): Schwangerschaft und Geburt: Alles, was Sie wissen müssen. mvg Verlag München.

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Hinweis: Die Inhalte im Intim-Blog spiegeln persönliche Meinungen und Inhalte der jeweiligen Autoren wider. Es handelt sich um journalistische, nicht zwangsläufig ärztliche Abhandlungen. Fehler, Irrtümer und Falschaussagen können nicht ausgeschlossen werden. Um bestmögliche und stets aktuelle Prüfung sind wir selbstverständlich bemüht. Beachten Sie bitte auch, dass das Lesen eines Blogartikels keinesfalls einen Arztbesuch ersetzt. Wir empfehlen Ihnen daher dringend grundsätzlich bei Beschwerden einen Arzt aufzusuchen. Kommentare werden nach redaktioneller Prüfung nach Möglichkeit beantwortet.

Diese Website nutzt Cookies sowie den Facebook-Pixel, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Auch kann mit Hilfe von Cookies nachvollzogen werden, wie unsere Marketingmaßnahmen auf Plattformen wie Facebook verbessert werden können. Informationen zum Facebook-Pixel, zu Cookies und dem Ihnen zustehenden Widerspruchsrecht erhalten Sie in unserem Impressum. Durch die weitere Nutzung dieser Seite erklären Sie sich damit einverstanden.