Hormone Teil 4

Haben die Hormone einen Einfluss auf die weibliche Lust?

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Lust auf Sex?

Lust auf Eis, Lust auf Sport, Lust auf einen Ausflug? Natürlich geht es mir hier um die weibliche Lust auf Sex. Mal ist sie da, mal ist fort. Was genau löst sie aus?

Vielleicht der Anblick, der Geruch, die Stimme, die Berührung? Wahrgenommen, können bestimmte Faktoren die Anziehung zweier Menschen sehr stark werden lassen, das Herz rasen und den Körper unter Spannung setzen. Doch wie kommt es dazu?

Nerven, Sexualorgane, Gehirn, Erfahrungen, Normen, Erziehung und Hormone sind hier gemeinsam am Werk. Und wieder steht die Fortpflanzung im Fokus. Die Lust dient dazu, unsere Art zu erhalten und die Fortpflanzung als sehr angenehm zu empfinden. Wenn wir an den Eisprung zurückdenken, erinnern wir uns an das Östrogen, welches zu diesem Zeitpunkt einen sehr hohen Spiegel im Blut erreicht und so auch dem Lustempfinden dient. Nach dem Eisprung sinkt der Östrogenspiegel und das Progesteron übernimmt das Steuer, welches für Entspannung und Gelassenheit sorgt.

In dieser Phase ist das Lustempfinden schon geringer. Doch neben dem Östrogen gibt es noch das Testosteron und dies ist ebenfalls sehr wichtig, dass Frau Lust empfindet. Es wird in den Eierstöcken und den Nebennieren gebildet und sollte ein Mangel herrschen, sinkt die Libido. Eine häufig auftretende Situation nach den Wechseljahren, ist aber auch in jüngeren Jahren möglich, wenn zu wenig Östrogen produziert wird oder die Pille das Testosteron blockiert. Sollte Frau unter der hormonellen Kontrazeption einen deutlichen Libidoverlust verzeichnen, lohnt es sich, mit dem/ der Gynäkologen/in darüber zu sprechen, da eventuell ein anderes Präparat Abhilfe schaffen kann.

 

Stress und Sorgen können die Lust ebenfalls dämpfen und in einigen Lebensphasen stehen Lust und Sex nicht so hoch im Kurs, wenn wir mal an die Zeit mit einem Baby denken. Sollten die Paare keinen
Leidensdruck verspüren, ist es völlig normal und wird sich wieder ändern. Im anderen Fall ist es sehr wichtig, offen darüber zu sprechen und Wünsche klar zu formulieren.

 

Ist die Lust entflammt

und es kommt zum Orgasmus, spielen zwei Neurotransmitter -Botenstoffe/ Hormone des Nervensystems eine wichtige und erfreuliche Rolle. Dopamin (steht für Lust und Begeisterung) und Endorphin(Glücklichmacher) sorgen für eine Art Rauschzustand.

So kann meine Frage mit „Ja“ beantwortet werden, die Hormone haben einen Einfluss, aber auch viele andere Faktoren spielen eine Rolle. Somit haben Ausreden, wie Migräne/Kopfschmerz ausgedient und wir können Gründe aufführen, falls die Lustlosigkeit phasenweise in unser Leben tritt.

Ich wünsche Euch eine lustvolle Zeit und gute Intimgesundheit,

Eure Nancy.

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