Die weibliche Periode

Die Phasen des Menstruationszyklus

Der Menstruationszyklus dauert gewöhnlich 28 Tage & lässt sich in drei Phasen gliedern, die unter dem Einfluss der Geschlechtshormone stehen © reineg - Fotolia.com

 

Die Menstruation

Der Menstruationszyklus dauert gewöhnlich 28 Tage  bzw. werden  25 bis 31 Tage als „normaler“ Zeitraum angesehen. Er lässt sich in drei Phasen gliedern, die unter dem Einfluss der Geschlechtshormone stehen:

1. Menstruationsphase (Regelblutung)

2. Follikelphase

3. Ovulation (Eisprung)

3. Sekretionsphase (Gelbkörperphase)

Die Periode dient der Bereitstellung einer befruchtungsfähigen Eizelle und der Vorbereitung der Gebärmutter auf eine Schwangerschaft.

 

Phase 1: Menstruation (1.-4. Tag)

Die Menstruationsphase ist die monatliche Blutung der Frau, die als Periode oder auch Regel bezeichnet wird. Der weibliche Zyklus beginnt immer mit dem ersten Tag der Menstruation. Das Menstruationsblut wird von Ihrer Gebärmutterschleimhaut (auch Endometrium genannt) abgesondert.

Die erste Phase ist durch einen starken Abfall des Östrogen- und Progesteronspiegels bestimmt. Hierbei wird die obere Schicht der Gebärmutterschleimhaut abgestoßen.

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Phase 2: Follikelphase (Aufbauphase)

In der zweiten Phase, der Follikelphase (5. - 14. Tag) ist die Östrogenkonzentration im Blut am höchsten, deswegen werden von der Hypophyse die Hormone LH und FSH freigesetzt. Dadurch wächst der Follikel unter dem Einfluss des Hormons FSH, der Östrogenspiegel steigt und das Endometrium baut sich auf. Daraufhin steigt ein Ei an die Oberfläche eines Follikels und ist bereit zum Eisprung.

Die Gebärmutterschleimhaut wird durch Östrogene zum Neuaufbau angeregt. Unter der ansteigenden Östrogenproduktion in der Follikelphase vermehrt sich die Zervixsekretion. Zur Ovulationszeit wird der Zervixschleim durchsichtig (glasklar) und fadenziehend (spinnbar). Er reagiert alkalisch und bietet den Spermien optimale Bedingungen für das Eindringen.

 

Phase 3: Ovulation (Eisprung)

In der Zyklusmitte (ca. 14 Tage vor der Menstruation) kommt es zum Anstieg des Hormons LH, wodurch der Eisprung (Ovulation) ausgelöst wird. Die Eizelle wird aus dem Ovarialfollikel von dem Eierstock in den nächsten Eileiter ausgestoßen und wandert in die Gebärmutter.

Zum Zeitpunkt der Ovulation kommt es ebenfalls zum Ansteigen der basalen Körpertemperatur um 0,5 - 1°C. Diesen Umstand wird oft zur Basaltemperaturmessung genutzt, d.h. ob und wann der Eisprung stattgefunden hat. Die Eizelle benötigt drei bis vier Tage, um zur Gebärmutter zu gelangen. Findet keine Befruchtung innerhalb von 24 Stunden nach der Ovulation statt,  stirbt das Ei ab.

Aus dem Restfollikel entwickelt sich der Gelbkörper, der das Hormon Progesteron produziert.

 

Phase 4: Sekretionsphase - Gelbkörperphase (15.-28. Tag).

Durch das gebildete Progesteron (Gelbkörperhormon) kommt es in dieser Phase zur Ausstattung der Gebärmutterschleimhaut mit Drüsen und Nährstoffen. Durch den Progesteroneinfluss in der zweiten Zyklushälfte erweitern sich die Drüsen und geben ein schleimiges Sekret ab, das Glykogen und zahlreiche Enzyme enthält. Somit wird der Körper auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet.

Kommt es nicht zu einer Befruchtung (also werdet ihr nicht schwanger), bildet sich der Gelbkörper zurück und der Spiegel der Ovarialhormone sinkt gegen Zyklusende ab.

Das Absinken des Progesterons verursacht das Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut, da ein neuer Menstruationszyklus beginnt.

 

Das Scheidenpilzrisiko während der Periode

Scheidenendzündungen während der Periode und Pilzbefall (Scheideninfektion) entstehen immer dann, wenn die Besiedlung der Scheide mit Milchsäurebakterien gestört ist. Das kann durch falsche oder übertriebene Intimhygiene während der Menstruation, Antibiotikaeinnahme, die Pille oder durch chloriertes Wasser begünstigt werden. Menstruationsblut und Sperma sind alkalisch, deswegen treten Probleme nach dem Sex und nach der Menstruation dann viel häufiger auf.

Die Menstruation wird bei vielen Frauen von verschiedenen PMS-Symptomen wie krampfartige Schmerzen, Brustschmerzen, Heißhunger, Gewichtszunahme oder Rückenschmerzen begleitet. Ursache sind meist die beteiligten Hormone und die sich zusammenziehende Gebärmutter. Lest unsere 10 Tipps zum Essen & Wohlfühlen während der Periode.

 

 

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Quellen:
Mändle, Christine (2015): Das Hebammenbuch: Lehrbuch der praktischen Geburtshilfe.  Schattauer. Stuttgart.
Straßburger-Lochow,Susanne, Ilka (2011):  Gynäkologie und Geburtshilfe: Kurzlehrbuch für Pflegeberufe. Elsevier Verlag. München.

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