Sexuelle Erregung der Frau

Der weibliche Orgasmus

Was ist das Geheimnis des weiblichen Orgasmus? © Kalinovskiy - Fotolia.com

 

1. Was ist ein Orgasmus?

Der Orgasmus (aus dem Griechischen: ὀργασμός (orgasmós) „Erregung“) stellt den Höhepunkt des sexuellen Lusterlebens dar, der üblicherweise beim Geschlechtsverkehr oder der Masturbation eintreten kann.

Der Orgasmus der Frau ist  auch vom Zyklus abhängig. Der beste Zeitpunkt für Höhepunkte liegt bei den meisten Frauen um den Zeitpunkt der Ovulation (Eisprung).

 

2. Wie bekommen Frauen einen Orgasmus?

Ein Orgasmus lässt sich durch die gesonderte Stimulation von Klitoris, G-Punkt, Vagina oder oralen Sex (Fellatio, Cunnilingus) auslösen, doch die kombinierte Reizung aller Regionen kann zu einem umfassenden Orgasmus hinführen. Der Orgasmus ist der Höhepunkt der sexuellen Erregung.

Wodurch eine sexuelle Erregung ausgelöst wird, ist individuell sehr verschieden. In Betracht kommen alle Formen von Sinneswahrnehmungen, die erotische Assoziationen auslösen können: z.B. Düfte, erotische Bilder, Gedichte, Musik, Träume etc.

Zum Erreichen eines Orgasmus sind allerdings meist zusätzlich körperliche Reize wie die Berührung erogener Zonen, notwendig. Dazu gehören Mund, Lippen, Brust, Genitalien. Zum Erleben eines Orgasmus ist der Koitus, der Geschlechtsverkehr, nicht immer zwingend erforderlich.

Ein Orgasmus kann auch durch Petting, gegenseitiges Berühren erogener Zonen oder durch Masturbation erreicht werden. Bei der Masturbation werden die  äußeren Genitalien, bei der Frau die Klitoris oder die Vagina, beim Mann der Penis, solange gereizt, bis der Orgasmus eintritt.

 

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2.1.) Die Erregungsphase

Die Erregungsphase wird durch die Stimulation der Klitoris aktiviert. Die Schamnerven leiten bei Frauen aus der Klitoris Empfindungsreize weiter, die durch Reizung von Vagina und Gebärmutterhals entstehen und zum Orgasmus hinführen.

Mehrere Studien belegen, dass die direkte Stimulation der Scheide einen Orgasmus auslösen kann, ohne dass eine direkte Reizung der Klitoris hinzukommen muss. Außerdem berichten viele Frauen, dass sich Orgasmen, die durch vaginale Stimulation ausgelöst sind, anders anfühlen als rein klitorale Orgasmen.

Während der Erregungsphase fühlen sich die Venen im Bereich der Scheide mit Blut. Dadurch wird die Feuchtigkeit in der Scheide gefördert. Durch den Blutstau im Beckenraum bildet sich eine Manschette um die Scheide, die ihren Durchbruchmesser um 1 - 2 cm, ihre Länge um bis zu 5 cm vergrößert.

Die Sekretion der Bartholin-Drüsen regt die Geleitfähigkeit des Penis zusätzlich an. Die zunehmende Erregung erregt auch die Brustwarzen und lässt die Brüste deutlicher hervortreten. Während des Orgasmus zieht sich die Muskulatur von Beckenboden, Gebärmutter und Tuben rhythmisch zusammen.

 

2.2.) Oxytocin

Das Hormon Oxytocin spielt bei der sexuellen Erregung eine sehr wichtige Rolle. Beim weiblichen Orgasmus besteht der unmittelbare Effekt der Oxytocin-Ausschüttung darin, dass sie Gebärmutterkontraktionen auslöst, die das Sperma zur Eizelle hin befördern helfen.

Kurz vor dem Orgasmus steigert sich die Durchblutung der Geschlechtsorgane, während des Höhepunkts kommt es im Genitalbereich zu rhythmischen Muskelkontraktionen, in denen sich die sexuelle Spannung entlädt.

Anschließend erfolgt eine Entspannung des Genitalbereichs, oft auch des gesamten Körpers. Neben den körperlichen Reaktionen äußert sich ein Orgasmus in einem meist angenehm empfundenen Erlebnis des Rauschens und der Überwältigung.

 

3. Wie lange braucht die Frau bis zum Orgasmus?

Einige kommen bereits nach ein paar Minuten, bei anderen kann es länger als 20 Minuten dauern. Aus diesem Grund ist das Vorspiel wichtig für den weiblichen Orgasmus. Manche bekommen gar keinen Orgasmus, auch nicht jeder Sex führt zwangsläufig zu einem Höhepunkt.

Sexueller Reaktionszyklus nach Masters & Johnson

3.1) Erregungsphase

Merkmale: Die Klitoris und die kleinen Schamlippen schwellen an. Von der Vaginalschleimhaut wird ein Sekret abgesondert, das die Scheide befeuchtet (Lubrikation). Die Scheide erweitert sich, Puls und Atemfrequenz steigen an.

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3.2) Plateauphase

Merkmale: Hautrötung und unwillkürliche Koitusbewegungen. Verstärkt durch die Erregung, zieht sich das vordere Scheidendrittel zusammen (sog. Manschette) und es treten rhythmische Kontraktionen der Scheide, der Gebärmutter und des Beckenbodens auf.

3.3) Orgasmusphase

Unwillkürliche, rhythmische Muskelkontraktion der Scheide. Mehrere Orgasmen hintereinander oder mit kurzer Pause dazwischen sind bei entsprechender Stimulation nicht selten.

3.4) Entspannungs- & Rückbildungsphase

Die Rückbildungsphase verläuft bei der Frau nicht so stereotyp wie nach dem männlichen Orgasmus. Endet die sexuelle Erregung, bilden sich die oben genannten Veränderungen wieder zurück. Die Erektion der Brustwarzen und der Klitoris gehen zurück, die Scheidenmanschette entspannt sich, Puls, Blutdruck und Atemfrequenz gehen auf Normalwerte zurück.

 

 

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Quellen.
Schwegler, Johann (2001): Der Mensch - Anatomie und Physiologie.Georg Thieme Verlag.

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