Hormone Teil 2

Der Hormonkreis in dem wir Frauen uns drehen

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Ein Blick ins Detail

Mit monatlicher Regelmäßigkeit wiederholt sich unsere Blutung: Einige von uns leiden dabei unter Schmerzen, haben unbändigen Schokoladenappetit, sind zu Tränen gerührt oder würden sich am liebsten nur noch die Decke über den Kopf ziehen. Während der roten Tage fühlen sich viele von uns ungepflegt und so gar nicht attraktiv und frisch. Andere wiederum berichten von keinerlei Beschwerden oder Veränderungen - die Glücklichen!


Der weibliche Zyklus und seine Individualität


So unterschiedlich wir Frauen sind, ist auch der Ablauf des Zyklus. Ungefähr 80 % der Frauen haben 25 bis 35 Tage, in denen ihre Eizellen heranreifen und der Eisprung kann am 10. Tag passieren, aber auch erst am 15. Tag. Das kann auch von Zyklus zu Zyklus variieren, obwohl die Voraussetzungen bei uns Frauen schon geschaffen sind, wenn wir geboren werden. Wir sind mit mehreren 100.000 Eizellen in unseren Eierstöcken bestückt und ca. 400- 500 dieser werden im Laufe unseres Lebens heranreifen.


Wo ist in diesem Kreis der Start?


Wie Ihr wahrscheinlich wisst, wird der erste Tag der Menstruation als der 1. Zyklustag benannt, denn irgendwo muss es ja Orientierung geben. Da Ihr ja schon einige Informationen zu den Hormonen besitzt, können wir uns nun gemeinsam auf den alten Bekannten, den Hypothalamus freuen, denn er sagt, wann es losgeht! Er schüttet wieder mal ein Hormon aus und das hat auch noch einen recht schwierigen Namen: Gonatropin-Releasing-Hormon (Abk. GnRH). Dieses wird zur Hypophyse geschickt und die Entfernung ist nur wenige Zentimeter lang. Die Hypophyse ist schnell informiert und beginnt mit der Produktion des follikelstimulierenden Hormons (Abk. FSH), welches Euch sicher schon bekannt ist. Dann geht das FSH auf die Reise zu den Eierstöcken und kümmert sich um das Heranreifen der Eibläschen, auch Follikel genannt. Stellt Euch vor, das war es noch immer nicht mit der Hormonproduktion, denn selbst die Follikel sind Produzenten!


Wie geht es also weiter?


Die Eibläschen produzieren das Östradiol, verwand mit dem Östrogen und schützen dadurch die Eizellen. Diese Phase dauert 10-16 Tage, die Östradiolmenge im Blut steigt stetig an und steckt so die Gebärmutter mit dem Arbeitseifer an. Sie baute ganz eifrig die Schleimhaut auf und hofft auf baldigen Einzug einer befruchteten Eizelle. Zudem möchte sie den Spermien den Weg freimachen und sorgt dafür, dass der Schleimpfropf im Gebärmutterhals sich verflüssigt. Da heißt es nun warten, auf die Dinge, die da kommen!


Alles gut vorbereitet!


Die Hypophyse wurde über den sehr hohen Östradiolspiegel informiert und gibt eine weitere Zutat zum Hormoncocktail und das in hoher Menge, es heißt luteinisierendes Hormon (Abk. LH). Dann zieht aufgrund des LH ein Follikel das Los, macht sich groß und stark, füllt sich mit Flüssigkeit und wird so groß, dass es für den Zeitraum die größte Zelle des weiblichen Körpers wird. Gut geschützt und gebettet, reift die im Follikel wohnende Eizelle heran, bis dieser Kraftprotz, vom LH angestachelt, platzt, in den Eileiter startet und auf eine 24 Stunden-Reise geht, um die Gebärmutter zu erreichen.


Und wie diese Reise weitergeht, erzähle ich Euch im 3. Teil der Hormongeschichte.
Bis dahin wünsche ich gute Intimgesundheit!

 

Quelle: Sabeth Ohl/ Eva Dignös "Die Zyklus Strategie"

Quelle: Sabeth Ohl/ Eva Dignös "Die Zyklus Strategie"

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