Geburtsverletzungen der Mutter

Der Dammriss: Behandlung und Vorbeugung

Eine Kühlung des Dammes oder das Auflegen der Multi-Gyn Kompressen lindern Schmerzen bei Dammrissen schnell, beugen Infektionen vor und wirken abschwellend © Kzenon - Fotolia.com

Gerade bei der Geburt des ersten Kindes kommt es häufiger zu Dammrissen. Kleinere Dammrisse verheilen relativ schnell, ausgedehntere Risse können jedoch längere Zeit problematisch sein.

 

Was genau ist ein Dammriss?

Die starke Dehnung des Gewebes untere der Geburt kann zu Verletzungen bei der Mutter führen. Man spricht dann von einem "Dammriss", wenn das Gewebe zwischen Scheide und Anus verletzt ist. Kleine Dammrisse sowie Risse von Zervix, Scheide, Klitoris oder Labien können bei jeder Geburt auftreten. Die meisten Risse betreffen nur die obersten Gewebeschichten von Scheide und Schamlippen, sie heilen leicht und werden als "Risse ersten Grades" bezeichnet.

Dammschnitt

Der Dammschnitt stellt einen chirurgischen Einschnitt dar, der an der Rückseite der Scheide beginnt und sich in die Haut von Vagina und Damm erstreckt. Risse heilen jedoch im Allgemeinen besser und sind weniger schmerzhaft als Dammschnitte. Beim Gebären in aufrechter Stellung ist ein Dammschnitt nur selten notwendig.

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Schwergrade der Dammrisse

Wenn die Geburtshelfer keinen prophylaktischen Dammschnitt durchführen, tritt ein Dammriss bei etwa 1/4 aller Geburten auf. Je nach Ausdehnung kann man den Dammriss dabei in drei Schweregrade einteilen:

I. Grad: Die meisten Risse betreffen nur die obersten Gewebeschichten von Scheide und Schamlippen, sie heilen gewöhnlich leicht und werden als "Risse ersten Grades" bezeichnet. Nur die Haut des Scheideneingangs, der Vagina und des Dammes ohne Beteiligung der Muskulatur sind dabei eingerissen.

II. Grad: Haut und Muskulatur sind eingerissen

III. Grad: Der Schließmuskel des Afters ist zusätzliche eingerissen.

Kleine Risse verheilen ohne Naht (Grad 1), alle anderen Risse werden gleich nach der Geburt genäht. In der Nachgeburtsphase kontrollieren Hebammen und Ärzte die Wunde regelmäßig auf Hämatome, Entzündungszeichen und Wundheilungsverlauf. Bei einem Dammriss ist die Gefahr einer Infektion relativ hoch. Insbesondere bei Dammrissen höheren Grades besteht das Risiko einer Scheideninfektion, sowie von Stuhl- und Urininkontinenz.

 

Wann ist ein Dammschnitt notwendig?

Ist der Scheidengang zu eng, kann ein Dammschnitt notwendig sein, auch wenn das Baby mit einer Zange entbunden werden muss.

 

Behandlung von Dammrissen und Dammschnitten

Eine Kühlung des Dammes oder das Auflegen der Multi-Gyn Kompressen lindern Schmerzen bei Dammrissen schnell, beugen Infektionen vor und wirken abschwellend.

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Während des Heilungsprozesses sollte auf eine sorgfältige geachtet werden. Eine Spülung des Intimbereichs mit Multi-Gyn FemiWash kann wohltuend wirken. Weiterhin unterstützt Multi-Gyn FemiWash den Wiederaufbau der sensiblen Scheidenflora.

Die Mutter sollte bei einem Dammriss oder -schnitt möglichst viel liegen und gehen, jedoch wenig stehen und sitzen.

 

Vorbeugung

Durch einen Dammschnitt (Episiotomie) kann ein Dammriss in den meisten Fällen vermieden werden. Dies dient auch als Dammschutz. Durch den Schnitt wird verhindert, dass das Gewebe unkontrolliert reißt. Der Schnitt wird in Richtung des Anus geführt. Vorteile eines solchen Dammschnitts sind eine bessere Heilung und für gewöhnlich geringere Schmerzen.

 

Links, die euch interessieren könnten:

Quellen:
Balaskas, Janet & Gordon, Yehudi (2012): Der große TRIAS-Ratgeber Schwangerschaft und Geburt.
Tacke, Linda  & Stüwe, Marion (2013): Wochenbett- und Rückbildungsgymnastik. Hyppokrates Verlag Stuttgart.
Christine Mändle,Sonja Opitz-Kreuter (2015): Das Hebammenbuch: Lehrbuch der praktischen Geburtshilfe. Schattauer. Stuttgart
 Eiko-E. Petersen (2011): Infektionen in Gynäkologie und Geburtshilfe: Lehrbuch und Atlas. Thieme Verlag.
Langes Stehen, Sitzen und Laufen sowie Husten, Lachen, Tragen zu enger Kleidung, Heben und Tragen sowie Anhalten der Luft schieben den Beckenboden nach unten.

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