Intimprobleme

Wie viel Sex verträgt die Scheide?

Intimprobleme
© V&P Photo Studio - Fotolia.com

Sex, Sex, Sex – wie viel davon verträgt die Scheide eigentlich?

 

Überall wird der Sex propagiert

Zu den Kernthemen von Frauenzeitschriften gehört natürlich die Sexualität. Dabei ruht der Schwerpunkt dieses Themengebiets nicht selten auf Fragen wie „Wie viel Sex ist in einer guten Beziehung normal?“ oder „Wie oft sollte man pro Woche Sex haben?“.

Multi-Gyn LiquiGel

 

Denken – mal andersrum

Doch wäre es nicht sinnvoller, gerade weil es für diese Thematik sowieso keine allgemeingültige Antwort gibt, sich erst einmal mit der Gegenfrage nämlich „Wie viel Sex tut der Scheide eigentlich gut“, beziehungsweise „Ist zu viel Sex ungesund für die Scheide“ zu beschäftigen? Möglicherweise würde sich die Frage nach der „ordnungsgemäßen“ Häufigkeit des Sexlebens dann erübrigen, wenn auch aus einer ungeahnten Richtung.

 

Je öfter, desto besser?

Das könnte man nach Lektüre diverser Zeitschriften annehmen. Doch ist das auch wirklich so?

Solange man gesund ist, wirklich Lust dazu hat (erregt ist) und der Sex nicht in Stress ausartet, würde ich dem zustimmen. Nicht zustimmen allerdings, wenn der Liebesakt nur stattfindet, damit der Haussegen nicht schief hängt und die Frau während des Geschlechtsverkehrs nicht erregt und somit auch nicht feucht ist.

Die erregungsbedingte Feuchtigkeitszuname der Vagina ermöglicht nämlich erst ein schmerz- und verletzungsfreies Eindringen des Penis in die Scheide und dient dieser während der Penetration als Schutz vor Wundheit (Reibung des Penis an den Scheidenwänden) und Infektionen. Des Weiteren dehnt sich die Scheide, die ein Muskelschlauch ist, im erregten Zustand aus und die Gebärmutter zieht sich nach oben, was Platz für den Penis schafft. (Sehenswert ist hierzu auch das ärztliche Infovideo zum Thema "Anatomie der Scheide".)

 

Noch anders gedacht

Die Frage sollte also besser nicht „Wie viel Sex tut der Scheide eigentlich gut?“, sondern „Wie muss der Sex sein, damit er der Scheide gut tut?“ lauten.

Dass die Scheide bei der Penetration erregt sein sollte, haben wir bereits festgestellt. Sie kann allerdings auch trotz ausreichender Erregung und Spaß in Mitleidenschaft gezogen werden. Nämlich dann, wenn gewisse Hygieneregeln nicht eingehalten werden. Achten Sie deshalb immer auf beidseitige Intimhygiene, um die Anzahl der Erreger, die beim Sex auf den Partner übertragen werden können, zu minimieren sowie darauf, den Penis nach der Stimulation des Afters nicht wieder in die Scheide einzuführen (Darmbakterien können auf diesem Weg in die Scheide gelangen und Infektionen auslösen). (Informieren Sie sich hier über Intimhygiene.)

 

Tipp

Frauen, die häufig unter Intimbeschwerden leiden (Scheidenpilz, bakterielle Vaginose), sollten außerdem ein Kondom verwenden, bzw. die Scheide nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr vorsichtig spülen.

 

Links, die euch interessieren könnten:

 

 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Hinweis: Die Inhalte im Intim-Blog spiegeln persönliche Meinungen und Inhalte der jeweiligen Autoren wider. Es handelt sich um journalistische, nicht zwangsläufig ärztliche Abhandlungen. Fehler, Irrtümer und Falschaussagen können nicht ausgeschlossen werden. Um bestmögliche und stets aktuelle Prüfung sind wir selbstverständlich bemüht. Beachten Sie bitte auch, dass das Lesen eines Blogartikels keinesfalls einen Arztbesuch ersetzt. Wir empfehlen Ihnen daher dringend grundsätzlich bei Beschwerden einen Arzt aufzusuchen. Kommentare werden nach redaktioneller Prüfung nach Möglichkeit beantwortet.

Diese Website nutzt Cookies sowie den Facebook-Pixel, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Auch kann mit Hilfe von Cookies nachvollzogen werden, wie unsere Marketingmaßnahmen auf Plattformen wie Facebook verbessert werden können. Informationen zum Facebook-Pixel, zu Cookies und dem Ihnen zustehenden Widerspruchsrecht erhalten Sie in unserem Impressum. Durch die weitere Nutzung dieser Seite erklären Sie sich damit einverstanden.