Vaginismus/Scheideninfektionen

Chronische Scheideninfektionen schuld an Vaginismus?

Vaginismus/Scheideninfektionen
© Maurizio Milanesio - Fotolia.com

Was versteht man unter Vaginismus? Kann eine Scheideninfektion Auslöser sein?

 

Scheidenkrampf - nur eine Horrorstory?

Vermutlich haben auch Sie schon die Geschichte von dem Paar gehört, das operativ voneinander getrennt werden musste, weil sie einen Scheidenkrampf hatte und er deshalb seinen Penis nicht mehr herausbekommen hat.

Ob sich dieses Horrorszenario tatsächlich so abspielte oder der Urheber einfach nur mit einer blühenden Fantasie gesegnet war, vermag ich nicht zu klären. Dass die Scheide sich aber tatsächlich verkrampfen kann und sich dies in manchen Fällen sogar zu einer ernst zu nehmenden Krankheit auswächst, entspricht der Wahrheit.

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Vaginismus – was ist das?

Die Verkrampfung der Scheide, welche krankhaft bedingt als Vaginismus bezeichnet wird, kann Frauen jeden Alters und in jeder Lebenssituation treffen. Man unterscheidet zwischen dem primären und dem sekundären Vaginismus.  

 

Primärer Vaginismus

Bei Verkrampfungen der Scheide zu Beginn der Pubertät wird von primärem Vaginismus gesprochen.  Meistens entdecken die Mädchen ihre Andersartigkeit erstmals bei dem Versuch ein Tampon einzuführen und später dann durch die negative Erfahrung eines schmerzhaften Geschlechtsverkehrs. Viele von ihnen hatten bzw. haben nie schmerzfreien Geschlechtsverkehr. Das Eindringen des Penis verursacht immer mehr oder weniger starke Schmerzen oder ist erst gar nicht möglich.

 

Sekundärer Vaginismus

Der sekundäre Vaginismus hingegen entsteht erst im Laufe des Lebens, z. B. nach einer schwierigen Geburt, nach einer Operation/medizinischen Behandlungen im Beckenbereich, nach traumatischen Erfahrungen, chronischen Infektionen der Scheide oder sexuellem Missbrauch.

Die Annahme die Verkrampfung der Scheidenmuskulatur sei ein rein sexuell bedingtes Problem und grundsätzlich auf Gewalterfahrungen zurückzuführen, ist also nicht richtig.

Der Vaginismus kann auch bei Frauen, die sich in einer liebevollen, sexuell erfüllten Partnerschaft befinden, jederzeit auftreten, da die meist unbewusste Verkrampfung als Folge von und Angst vor Schmerzen ausgelöst werden kann.

 

Einteilung nach Schweregraden

Je nach Stärke und subjektivem Empfinden der Symptome wird der Vaginismus in unterschiedliche Schweregrade unterteilt:

 

Grad 1

Die Betroffene empfindet ein Brennen und Engegefühl während des Geschlechtsverkehrs, wobei die Symptome nach einigen Minuten abklingen.

Grad 2

Die Erkrankte empfindet ein stärkeres Engegefühl und Brennen während des Akts. Die Symptome bleiben.

Grad 3

Das Eindringen des Penis und die Bewegung in der Vagina verursacht Schmerzen.

Grad 4

Wegen der stark zusammengezogenen Scheidenmuskulatur ist ein Eindringen des Penis nicht mehr möglich oder extrem schmerzhaft.

 

Wichtig für Sie!

Auf den Umgang mit Vaginismus sind wir von Multi-Gyn leider nicht spezialisiert. Mit der Prävention und Behandlung von Scheideninfektionen, einem der möglichen Auslöser dieser Erkrankung, kennen wir uns dafür umso besser aus.

Informieren Sie sich auf unserer Webseite wie Sie Infektionen im Intimbereich vorbeugen können und welche Behandlungsmöglichkeiten Ihnen unsere Medizinprodukte bieten.

Gehen Sie zur Frauenärztin/zum Frauenarzt, wenn Sie das Gefühl haben, an Vaginismus zu leiden. Auch kann therapeutische Hilfe ein Lösungsweg sein.

 

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