Der erste Besuch beim Frauenarzt

Die Hauptuntersuchung -Teil 3

Der erste Besuch beim Frauenarzt:

Der erste Besuch beim Frauenarzt: Teil 3 - die Hauptuntersuchung.

 

Es geht los

[...] Gerade als ich mich durchringen wollte, die Toilette zu besuchen, wurde ich aufgerufen und ins Behandlungszimmer geführt. Da die Ärztin noch nicht da war, setzte ich mich einfach auf einen Stuhl und wartete.

Von meinem Platz aus konnte ich weder den Untersuchungsstuhl noch irgendwelche andere Untersuchungsgeräte ausmachen. Erstaunlicherweise war der Raum sogar sehr gemütlich. An einer Wand hing ein Familienfoto der Ärztin, eine andere war übersät von Grußkarten und Babyfotos.

Auf dem Schreibtisch, an dem ich saß, stapelten sich diverse Pillenpackungen und Informationsflyer über Scheidenerkrankungen, Schwangerschaftstipps und Verhütungsmittel. Am anderen Ende des Raums entdeckte ich eine Tür. Ich vermutete den eigentlichen Untersuchungsraum dahinter.

IntiSkin

 

Nicht immer wird man beim ersten Mal untersucht

Von einer Freundin wusste ich, dass sie bei ihrem ersten Mal beim Frauenarzt nicht untersucht worden war. Vielmehr hatte sich der Besuch auf ein allgemeines Gespräch  beschränkt, indem meine Freundin Fragen stellen konnte und ihr die Untersuchungsgeräte erklärt wurden.

 

Die Ärztin kommt rein

Während ich noch darüber nachdachte, ob ich heute untersucht werden würde, oder nicht, ging die Türe auf und meine Ärztin kam herein. Sie gab mir die Hand, stellte sich vor und setzte sich auf die andere Seite des Schreibtischs.

Als aller erstes wollte sie von mir wissen, warum ich hier sei. Ich antwortete ihr, dass ich von meinem Hautarzt geschickt wurde, um mir die Pille verschreiben zu lassen und außerdem immer wieder mit Periodenschmerzen zu kämpfen hätte.

Sie erklärte mir, dass meine Hautprobleme sowie meine Periodenschmerzen vermutlich hormonellen Ursprungs sein und sie mir deshalb eine Pillen verschreiben würde, die neben der verhütenden Wirkung auch noch positiv auf  meine Haut und meinen Zyklus wirken würde.

Anschließend informierte sie mich noch über die Wirkungsweise und die richtige Anwendung meiner Pille und eröffnete mir dann, dass sie mich nun gerne untersuchen möchte, um sicherzugehen, dass meine Periodenschmerzen nicht krankhaften Ursprungs sein.

 

Also doch

Ich folgte ihr durch die Tür ins hintere Zimmer, indem sich tatsächlich der Untersuchungsstuhl und noch viele weitere Untersuchungsgeräte befanden und wir starteten mit der Untersuchung meiner Brust.

Nachdem ich mich geschützt durch einen Paravent obenrum frei gemacht hatte, tastete die Frauenärztin meine Brust mit ihren Händen nach Knoten ab. Die Untersuchung tat weder weh, noch war sie unangenehm, meine Ärztin hatte sich vorher sogar die Hände gewärmt.

Als Nächstes durfte ich mich obenrum wieder anziehen und mich dafür untenrum freimachen. Ich setzte mich auf den Untersuchungsstuhl und legte meine Beine in die dafür vorgesehenen Stützen. Die Ärztin lächelte mich an und bat mich mit meinem Po etwas nach vorne zu rutschen. Sie zog einen Einmalhandschuh an und tastete ganz vorsichtig mit ihrem Finger meine Scheide innen und außen ab.

 

Der Abstrich

Danach holte sie zwei Dinge. Das eine sah wie ein zu lang geratenes Wattestäbchen aus, dass andere wie ein Stück Metall. Sie erklärte mir, dass sie nun das Stück Metall, welches sie als Spekulum bezeichnete, in meine Scheide einführen würde, um es dann zu öffnen (dadurch dehnt sich die Scheide). Das tat sie dann auch und entnahm mit dem Wattestäbchen etwas von meiner Scheidenflüssigkeit und strich diese auf die Glasplatte eines Mikroskops.

Als Letztes holte sie ein schmales längliches Gerät, stülpte ein Kondom darüber und schmierte es mit Gleitgel ein. Sie informierte mich darüber, dass sie dieses Gerät nun vorsichtig einführen würde, um einen Ultraschall durchzuführen. Es fühlte sich kalt und matschig an, tat aber überhaupt nicht weh.

 

Geschafft!

Die Untersuchung war beendet. Während ich mich wieder anzog, untersuchte die Frauenärztin meinen Abstrich unter dem Mikroskop, konnte aber nichts Ungewöhnliches feststellen.

Sie schüttelte mir noch zum Abschied die Hand und begleitete mich aus dem Raum. Das war alles, ich hatte es geschafft - ganz ohne Schmerzen.

Tipp: Wenn du zur Untersuchung einen langen Rock anziehst, reicht es, wenn du darunter nur die Unterhose ausziehst. Somit musst du nicht nackt durchs Behandlungszimmer laufen und auch nicht nackt auf dem Untersuchungsstuhl sitzen.

Ach ja, falls dich das noch interessieren sollte: Bei der Untersuchung kann man eigentlich nicht sehen, ob du schon mal mit einem Jungen geschlafen hast - oder nicht.

Du schaffst das!!!

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von Twinkle |

Zum Artikel.. Meine Frauenärztin hatte bei meiner Untersuchung sofort gesehen das mein Jungfernhäutchen gerissen war, obwohl ich noch keinen GV hatte.

Kommentar von Klaus Reichard |

Warum darf ein Ehemann nicht bei der normalen Untersuchung dabei sein und wird des Raumes verwiesen danke

Antwort von Multi-Gyn-Team

Hallo und danke für die spannende Frage!

Ein Grund ist hier häufig die Grundannahme, dass die Frau Diskretion wünschen könnte und sich dies möglicherweise vor Ihrem Ehepartner nicht äußern traut. Daher schickt die Ärztin, der Arzt den Partner sozusagen aus Vorsicht hinaus.

Auf speziellen Vorab-Wunsch der Patientin wäre es ggf. (je nachdem was als Untersuchung ansteht) anders möglich.Bei komplizierten Eingriffen/Untersuchungen kann natürlich auch die Konzentration und Hygiene eine Rolle spielen.

Ich hoffe wir können mit dieser Antwort behilflich sein.

Kommentar von Linni |

Ok danke, ich werd es mal versuchen ^^ <3 ;)

Kommentar von Linni |

Danke,
Der chat gibt mir etwas mut ^^ am meisten angst habe ich jedoch davor, meiner mutter zu sagen, dass ich zum gyn muss/will. Ich weiss einfach nicht wie ich das anstellen soll! Wir reden nämlich nicht über vieles...
Und ich sollte aber schnell passieren, bald sind wir im urlaub...:(
lg

Antwort von Multi-Gyn-Team

Hallo Linni,

wir verstehen das gut.

Veilleicht hilft es Dir daran zu denken, dass auch Deine Mutter mal einen ersten Gynäkologenbesuch hatte und vielleicht damals ganz ähnliche Aufregung gespürt hat. Möglicherweise ist auch Deine Mutter etwas aufgeregt, mit Dir ganz offen über das Thema Frauenarzt zu reden. Oft bringen Gesprächspartner durch eigene Offenheit auch selbst mehr Offenheit in das Gespräch ein.

Das Gute ist: Du hast es in der Hand, denn es geht um Dein Wohlgefühl und Deine Gesundheit.

Kommentar von Linni |

Hi, ich war noch nie beim gyn und muss da auch demnächst nicht hin aber ich schäme mich einfach extrem für meinen körper und meine scheide. Ich bin zwar nicht sonderlich übergewichtig oder so, aber trozdem....:(

Antwort von Multi-Gyn-Team

Liebe Linni,

danke Dir für Deine Offenheit. Gynäkologinnen und Gynäkologen haben im Grunde keine Vorbehalte. Sie nehmen den Patienten so wie er ist, dafür sind Sie Fachärzte. Solltest Du Dich nach Deinem ersten Besuch immernoch sehr unwohl fühlen, ist es natürlich jederzeit möglich auch eine andere Gynäkologin bzw. einen anderen Gynäkologen aufzusuchen. Das Vertrauensverhältnis finden wir, sollte groß sein, um maximales Wohlgefühl beim Gyn zu schaffen.

Dein Körper ist so wie er ist gut. Vielleicht kannst Du hier sogar im Gespräch mit dem/der Gyn mehr Selbstvertrauen fassen?

Viele Grüße, Dein Multi-Gyn Team

Hinweis: Die Inhalte im Intim-Blog spiegeln persönliche Meinungen und Inhalte der jeweiligen Autoren wider. Es handelt sich um journalistische, nicht zwangsläufig ärztliche Abhandlungen. Fehler, Irrtümer und Falschaussagen können nicht ausgeschlossen werden. Um bestmögliche und stets aktuelle Prüfung sind wir selbstverständlich bemüht. Beachten Sie bitte auch, dass das Lesen eines Blogartikels keinesfalls einen Arztbesuch ersetzt. Wir empfehlen Ihnen daher dringend grundsätzlich bei Beschwerden einen Arzt aufzusuchen. Kommentare werden nach redaktioneller Prüfung nach Möglichkeit beantwortet.

Diese Website nutzt Cookies sowie den Facebook-Pixel, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Auch kann mit Hilfe von Cookies nachvollzogen werden, wie unsere Marketingmaßnahmen auf Plattformen wie Facebook verbessert werden können. Informationen zum Facebook-Pixel, zu Cookies und dem Ihnen zustehenden Widerspruchsrecht erhalten Sie in unserem Impressum. Durch die weitere Nutzung dieser Seite erklären Sie sich damit einverstanden.