Wer ist von einem Scheidenpilz betroffen?

An einem Scheidenpilz können grundsätzlich Frauen (und Männer; dazu weiter unten mehr) in jedem Alter leiden. Oft sind bei einem Vaginalpilz junge Mädchen in der Pubertät und Frauen im fruchtbaren Alter betroffen. Gerade während einer Schwangerschaft ist ein Scheidenpilz keine Seltenheit, bei einer Antibiotikatherapie oder in den Wechseljahren sind Frauen ebenso mit Scheidenpilzproblemen konfrontiert.

Zu den Risikogruppen gehören zusätzlich auch Frauen, die mit der Pille verhüten. Grund dafür ist die hormonelle Umstellung bzw. die erhöhte Produktion von Östrogen, die die Vermehrung der Pilze begünstigt.

 

Scheidenpilz und Pille - Keine Seltenheit also!

Wie bei der Blasenentzündung wird auch die Vaginalmykose durch die Nähe des Afters zum Scheideneingang begünstigt. Somit können Darmbakterien und Erreger leicht in die Scheide eindringen. Zusätzlich können Spermien, die eher alkalisch sind, das saure Scheidenmilieu neutralisieren, wodurch sich der Scheidenpilz besser ausbreiten kann.

Muss "Frau" Antibiotika nehmen, töten diese oft auch die guten Bakterien einer gesunden Vagina ab oder stören die Vaginalflora zumindest. Ohne ein starkes Gegengewicht zu den Laktobazillen hat der Scheidenpilz jedoch freie bahn und kann sich ungehindert im feucht-warmen Milieu ausbreiten.

Können Männer Scheidenpilz bekommen?

Männer sind eher selten von Scheidenpilzproblemen betroffen. Der Penis bzw. genauer, die Vorhaut und die Eichel, können aber von einem Scheidenpilz infiziert sein. Da die Eichel jedoch eher trocken ist, breiten sich Pilzsporen dort nicht so schnell aus wie im feuchten Milieu der Vagina. Wenn sich Männer aber doch einen Scheidenpilz einfangen, bleibt die Pilzinfektion oft unbemerkt.

Die Symptome bei einem solchen "Penispilz" ähneln denen des weiblichen Scheidenpilz: Rötung der Vorhaut und der Eichel, Juckreiz, Brennen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Wasserlassen.

Treten bei einer Frau wiederkehrende Pilzinfektionen auf, so sollte in jedem Fall immer auch der Partner mitbehandelt werden, um einen Ping-Pong-Effekt zu vermeiden.

 


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