Wer ist von einer bakteriellen Vaginose betroffen?

 

Die bakterielle Vaginose gehört zu den am häufigsten vorkommenden Scheideninfektionen bei Frauen. Die Häufigkeit wird bei Frauen in der geschlechtsreifen Phase und in den Wechseljahren mit etwa 5 bis 10 % angegeben, bei Schwangeren liegt sie deutlich höher, nämlich bei 10 bis 20 %. Etwa jede dritte Frau ist/war einmal in ihrem Leben davon betroffen. Unter den Intimbeschwerden ist die bakterielle Vaginose die häufigste, wenn auch die meisten Frauen in der Regel zunächst die zweithäufigste Beschwerde vermuten: Den Scheidenpilz. Eine bakterielle Infektion ist jedoch keine Pilzinfektion. Manche Symptome mögen sich ähneln, andere aber unterscheiden sich stark. Die korrekte Einschätzung und Behandlung ist daher sehr wichtig.

Die bakterielle Vaginose stellt wie der Scheidenpilz eine Milieustörung der Vagina dar und wird auch als eine mögliche Ursache für Frühgeburten angesehen. Eine unbehandelte Infektion während der Schwangerschaft kann vorzeitigen Blasensprung, Frühgeburt oder Fieber unter der Geburt auslösen. Das erhöht das Risiko für eine bakterielle Infektion des Fötus.

Über 50 % aller Schwangeren, die unter bakterieller Vaginose leiden, sind zeitgleich beschwerdefrei, leiden also gar nicht, tragen aber dieses Ungleichgewicht in sich. Bei diesen Frauen fehlen auch lokale Entzündungsanzeichen. Symptome sind reichlich grau-weißer, kerniger Ausfluss oder gelblicher, dünnflüssiger und/oder übelriechender Ausfluss, der sich unter Einwirkung von Kaliumhydroxid verstärkt und einen üblen, fischartigen Geruch hat. Der pH-Wert der Scheide ist erhöht und liegt über 4,5.

Grundsätzlich können von einer bakteriellen Vaginose aber alle Frauen ab der Geschlechtsreife betroffen sein.

 


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