Vagina und Vaginalflora

Die Vagina
Die Vaginalschleimhaut
Die Vaginalflora

Die Vagina

Umgangsprachlich versteht amn unter Vagina den gesamte Bereich von Scheide und Vulva: Alles was rosa und weich ist eben, also auch die inneren und äußeren Schamlippen.
Die Innenseite der äußeren Schamlippen sowie die gesamten inneren Schamlippen sind mit vielen kleinen Drüsen besetzt. Deren Sekret (anderes als bei den Hautdrüsen), ummanteln den Vaginalbereich und bilden so eine dünne Schutzschicht gegen Urin, Bakterien und Mentruations-Blut. An beiden Seiten der Vaginalöffnung (Vestibulum) befinden sich zwei Drüsen die in Folge sexueller Erregung ein Sekret produzieren und auf diese Weise die Vaginalöffnung zur Vorbereitung auf den Geschlechtsverkehr “schmieren”.
Die Vagina selbst ist eine ca. 8cm lange “Röhre” die sich von der Vaginalöffnung bis zum Gebärmutterhals (Cervix) erstreckt. Auf beiden Seiten des Gebärmutterhals weitet sich die Vagina in eine “Tasche” (die sogenannte Fornix) auf. In diesen Taschen (v.a. in der auf der hinteren Seite) können sich Sekret des Gebärmutterhals sowie Zellablagerungen ansammeln. Die Vagina selbst enthält keine Drüsen, wird aber durch das Sekret des Gebärmutterhals geschmiert. Normaler vaginaler Ausfluss hat einen angenehmen, milden Geruch und ein milchig-weißliches Aussehen sowie eine cremige Konsistenz oder das Aussehen von Eiklar, abhängig von der Zeit innerhalb des Menstruationszyklus.
 

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Die Vaginalschleimhaut

Die Vagina ist von einer schützenden und relativ starken Schleimhaut bedeckt. Die Dicke der Schleimhaut ist abhängig vom Gleichgewicht der Sexualhormone. Dieses Gleichgewicht ändert sich während des Menstruationszyklus, während der Schwangerschaft und im Alter. Bei jungen Mädchen und älteren Frauen, ist die Vaginalschleimhaut lediglich ein paar Zellschichten dick. Dadurch ist deren Vaginalschleimhaut ziemlich verletzlich und das Gleichgewicht der Vaginalflora kann leicht aus den Fugen geraten.

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Die Vaginalflora

 

In der Vagina (wie z.B. auch im Mund und im Darm) leben eine große Anzahl von Mikroorganismen im Einklang miteinander und im Einklang mit dem Wirt. Dies nennt man die Vaginalflora.
Im Normalfall herrscht in der Vagina ein saures Milieu vor (niedriger PH-Wert). Einige Frauen haben sicher schon vom “Lactobacillus vaginalis” als wichtiges, nützliches Bakterium gehört. Lactobazillus, ein Milchsäure-Bakterium, ist nach seiner Eigenschaft Milchsäure zu produzieren benannt. Diese Milchsäurebakterien sind maßgeblich für das saure Milieu der Vagina verantwortlich. Doch auch hier gilt die Regel: Zu viel ist zu viel! Denn tatsächlich wird bei manchen Frauen auch eine zu hohe Konzentration an Milchsäurebakterien festgestellt.Wenn dies durch Beschwerden begleitet wird, die denen bei einer Hefepilzinfektion ähneln, lautet die Diagnose “Lactobacillose”. Vielfach werden diese Frauen immerwieder gegen eine vermeintliche Pilzinfektion behandelt und das natürlich ohne Erfolg!
Neben den Lactobazillen (stabförmige Bakterien) finden sich in der Scheide auch andere Bakterien wie z.B. Kokken (rundliche Bakterien), die der Darmflora angehören. Sie sind in der Vagina sicherlich nicht von Nutzen; eine gewisse Anzahl ist in einem gesunden Vaginalmilieu aber akzeptabel (die gemischte Flora). Sind keine Lactobazillen in der Vagina vorhanden, fehlt auch die schützende Säure des Milieus. Dann wird das Vaginalmilieu als alkalisch (Gegenteil von sauer) bezeichnet. In einem alkalischen Milieu wird die Vermehrung von Kokken gefördert, was oft in einer Infektion, der sogenannten “Bakteriellen Vaginose”, endet.
Es zeigt sich also, dass der natürliche Schutzmechanismus der Scheide von mehreren Faktoren beeinflusst wird: Die Zellschichten der Vaginalschleimhaut, der saure PH-Wert, die Ausgewogenheit der vorhandenen Mikrobakterien sowie der generelle Gesundheitszustand der Frau.
Wird das Gleichgewicht in der Vagina gestört, hat das verschiedenste Auswirkungen.
Im schlimmsten Fall kann dies zu Infektionen und Entzündungen führen.
Störende Einflüsse können von außen, aber auch vom eigenen Körpers selbst oder einer Kombination der beiden ausgehen.

 

 

 

 

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