Scheidentrockenheit: Ursachen und Symptome

Die Durchblutung und die Lubrikation der Scheide sind die Voraussetzung für eine ausreichende Befeuchtung der Scheide. Deshalb ist eine mangelnde Feuchtigkeit und Durchblutung oft der Auslöser von vaginaler Trockenheit. Eine zu trockene Scheide kann beim Sex starke Schmerzen im Genitalbereich sowie Rötungen und Hautirritationen verursachen.

Hormonelle Schwankungen sind die häufigste Ursache für Scheidentrockenheit

 

Wechseljahre

Die Menopause zeichnet sich durch eine verminderte Produktion der weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron. Im Gegensatz dazu steigen die Hormone FSH und LH an. So werden Scheide und Schamlippen nicht genug durchblutet und die Haut wird dünner. Die verminderte Durchblutung der Genitalorgane führt zu erhöhter Verletzlichkeit der Schleimhäute im Scheidenbereich. Durch Östrogenmangel wird kein Glykogen bzw. das Vaginalepithel nicht mehr aufgebaut, wodurch der Schutzmechanismus der Scheidenflora geschwächt wird.

 

Schwangerschaft und Stillzeit

Der weibliche Organismus unterliegt viele hormonelle Schwankungen auch während der Schwangerschaft und der Stillzeit. So können die Schleimdrüsen nach der Geburt für eine Weile beeinträchtigt werden.

 

Hormonelle Verhütungsmittel

Die Einnahme von Verhütungsmedikamenten kann ebenfalls Scheidentrockenheit begünstigen, da sich Zusammensetzung und Dosierung von Östrogen und Gestagen stark unterscheiden.

 

Nicht ausreichende sexuelle Erregung

Wenn die Frau sexuell nicht genug erregt ist, ist auch die Scheide nicht genug befeuchtet, sodass der Penis beim Eindringen in die Scheide Schmerzen und Brennen auslösen kann. Aus diesem Grund ist ein sinnliches Liebesvorspiel, welches bis zu 15 - 20 Minuten dauern kann und auch ein Befeuchtungsgel empfehlenswert. 

 

Falsche Intimhygiene

Eine übertriebene oder mangelhafte Intimpflege mit Intimwaschlotionen, Sprays oder Scheidenspülungen, welche irritierende Substanzen wie Seife, Silikone, Parabene, Parfüm enthalten, können ebenfalls das Gleichgewicht der sauren Scheidenflora, z. B. durch Anstieg des pH-Wertes in den alkalischen Bereich, begünstigen und Auslöser für Scheidentrockenheit sein. 

 

Psychologische Faktoren, die zu einer trockenen Vagina führen können

Psychologische Belastung, Stress auf der Arbeit oder in der Familie, Angst oder Beziehungsprobleme können ebenfalls Hormonschwankungen und vaginale Trockenheit auslösen.

 

Symptome bei Scheidentrockenheit

Aufgrund der mangelnden Feuchtigkeit wird die Scheide trockener, empfindlicher und kann leichter verletzt werden.

Durch den Östrogenmangel kommt es ferner zu einer verminderten Feuchtigkeit der Scheide und mangelnder Befeuchtung während des Geschlechtsverkehrs. Darunter leiden sowohl das sexuelle Verlangen als auch die Orgasmusfähigkeit.

Beim trockenen Geschlechtsverkehr treten Brennen und Stechen im Scheidenbereich. Durch die Reibung beim Sex können Hautirritationen, Rötungen in der Scheide und Schwellungen der Schamlippen auftreten. 

Die Scheidentrockenheit wird weiterhin von Ausfluss, Brennen, Stechen und Juckreiz begleitet und begünstigt die Entstehung von Harnwegsinfekten, da das Blasenepithel durch das Hormondefizit ebenfalls empfindlich wird.

 


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