Ursachen und Symptome bei bakterieller Vaginose

Laktobazillen, die für den Säuregehalt der Vagina verantwortlich sind und durch ihre Milchsäureproduktion das eigene Wachstum kontrollieren, können durch die Erreger der bakteriellen Vaginose zurückgedrängt werden. Bei der bakteriellen Vaginose liegt meist eine Infektion mit Gardnerella vaginalis im Zusammenhang mit einer bakteriellen Mischflora vor. Eine Vielzahl von Bakterienarten steht mit der bakteriellen Vaginose in Zusammenhang.

 

Die bakterielle Vaginose zeichnet sich durch folgende Symptome aus:

Grau-weißer, homogener Scheidenausfluss
Ein typisches Symptom der bakteriellen Vaginose besteht in einem verstärkten dünnflüssigen, grau-weißlichen Ausfluss aus der Scheide, der üblen Geruch aufweist. Ein weiteres Symptom ist ein unangenehmes Nässegefühl.

 

Erhöhung des ph-Werts
Eine gestörte Scheidenflora geht auch mit einem erhöhten ph-Wert der Vagina (Normalbereich: 3,8 - 4,5) einher, d. h. der ph-Wert verschiebt sich vom sauren in den alkalischen Bereich und liegt dann bei 4,8 - 5,5.

 

Übler Fischgeruch
Durch die Erhöhung des ph-Werts der Scheide weist der Scheidenausfluss durch den Gehalt an Aminen im alkalischen Bereich einen fischartigen, üblen Geruch auf.

 

Abnahme der Laktobazillen
Während Frauen mit normaler Scheidenflora in ca. 95 % der Fälle H2O2-bildende Laktobazillen aufweisen, sinkt diese Zahl auf 6 % bei Frauen mit bakterieller Vaginose. Die bakterielle Vaginose resultiert aus der Verminderung der Laktobazillen von 8x106/ml auf 3x106/ml. der normalen Vaginalflora und dem Überwiegen von anaeroben Bakterien.

 

Nachweis von Schlüsselzellen
Die Diagnose erfolgt durch einen Abstrich vom Vaginalsekret, in dem sog. Clue-Zellen zu erkennen sind. Vaginalepithelien sind von kleinen Bakterien, überwiegend Gardnerella vaginalis im Vaginalsekret, überlagert

Die Diagnose "bakterielle Vaginose" ist beim Vorhandensein von dreien dieser Symptome gesichert.

 


Diese Website nutzt Cookies sowie den Facebook-Pixel, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Auch kann mit Hilfe von Cookies nachvollzogen werden, wie unsere Marketingmaßnahmen auf Plattformen wie Facebook verbessert werden können. Informationen zum Facebook-Pixel, zu Cookies und dem Ihnen zustehenden Widerspruchsrecht erhalten Sie in unserem Impressum. Durch die weitere Nutzung dieser Seite erklären Sie sich damit einverstanden.