Scheidentrockenheit: Ursachen und Behandlung

Was kann ich gegen eine trockene Scheide unternehmen?

Viele Frauen leiden irgendwann in ihrem Leben einmal an einer zu trockenen Scheide (Vagina). Gerade in Schwangerschaft, Stillzeit und während der Wechseljahre (Klimakterium), tritt Scheidentrockenheit häufig auf. Diese mitunter recht schmerzhafte Angelegenheit, kann aber auch jüngere Frauen betreffen.

 

Infovideo mit Dr. med. Maren Fiebig Lohmer:

 

1. Was ist eine trockene Vagina? 

Unter einer trockenen Vagina (Scheide) versteht man das Problem, nicht feucht zu werden. Das kann ein Brennen und Jucken der Scheide und vor allem Schwierigkeiten und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr mit sich bringen.

 

2. Wozu braucht man die Feuchtigkeit (Lubrikation) in der Vagina?

Damit der Penis schmerzfrei in die Vagina eindringen und sich in ihr bewegen kann, gibt die Scheide bei Erregung ein zähflüssiges Sekret ab. Dieses Sekret macht den Geschlechtsverkehr für die Frau angenehm und schützt sie vor Verletzungen.

 

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Scheidentrockenheit kann vielfältige Ursachen haben. Bild:© adimas - Fotolia.com

 

3. Wieso fehlt die Feuchtigkeit in der Scheide auf einmal?

Das ist von Frau zu Frau unterschiedlich und nicht immer einfach zu diagnostizieren, da es viele verschiedene Ursachen für die Scheidentrockenheit gibt. Grob kann man hier in körperliche und psychische bzw. soziale Gründe unterteilen, wobei auch mehrere Faktoren auf einmal vaginale Trockenheit verursachen können.

 

4. Körperliche Faktoren die zu Scheidentrockenheit führen

Körperlich sind häufig hormonelle Schwankungen, z.B. in der Schwangerschaft und den Wechseljahren, die Ursache dafür, dass die Scheide nicht mehr feucht ist. Die Einnahme von Medikamenten, hormonellen Verhütungsmitteln, oder von Alkohol und Nikotin, kann die Produktion der Feuchtigkeit ebenfalls beeinträchtigen und damit die Scheidentrockenheit fördern.

Auch Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes, Infektionen der Blase, oder Infektionen mit Humanen Papillom-Viren, sowie Vaginal-Mykosen (Scheidenpilze), führen häufig zu Scheidentrockenheit. Die vaginale Trockenheit kann auch eine Folge von Chemotherapien, Operationen oder eines Endometrioseleidens sein.

 

5. Psychische bzw. soziale Faktoren für Scheidentrockenheit

Als psychische bzw. soziale Faktoren gelten Angst, Stress und Nervosität, sowie Probleme mit der Erregbarkeit und Schwierigkeiten in der Partnerschaft.

Manchmal stecken auch Traumata, oder eine tabuisierte Sexualerziehung hinter dem Phänomen "trockene Scheide".

 

6. Was kann man gegen eine trockene Scheide tun?

So viele Ursachen es für Scheidentrockenheit gibt, so vielfältig sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Diese reichen vom Aufpäppeln der Vaginalflora, über Strategien zur Stress- bzw. Problembewältigung, bis hin zur Einnahme von Östrogen. Um die richtige Behandlungsform für Scheidentrockenheit herauszufinden, ist es wichtig festzustellen, wo der Schuh drückt.

Wenn Betroffene die Ursache nicht alleine herausbekommen, sollten sie eine(n) Gynäkologin/en konsultieren. Schnelle Erleichterung verschafft z. B. die Verwendung eines feuchtigkeitsspendenden, hormonfreien und natürlichen Befeuchtungsgels, wie Multi-Gyn ActiGel. Das Vaginalgel blockiert schädliche Bakterien durch den natürlichen 2QR-Wirkkomplex und schont die wichtigen Laktobazillen. Das unterstützt die Scheide beim Selbstheilungsprozess und stärkt die Scheidenflora nachhaltig.


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