Was tun gegen Scheidenpilz?

Was sind Ursachen für einen Scheidenpilz? 

Wie kann ich Scheidenpilz vermeiden bzw. vorbeugen?

 

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Scheidenpilz unter dem Mikroskop: Fadenartige Struktur

Die Scheidenpilzinfektion, auch Vaginalmykose, ist sicher eine der bekanntesten Intimbeschwerden. Hierbei sind der Genitalbereich und das Scheideninnere von Pilzsporen befallen, die sich in großer Zahl vermehren - und das Genital als Wirt benutzen. Unter dem Mikroskop sieht der Scheidenpilz aus, wie oben abgebildet.



Ärztliches Infovideo mit Dr. med. Susanne Maurer

 

Der Scheidenpilz ernährt sich wie auch die körpereigenen wichtigen Milchsäurebakterien vom Zellzucker der Vaginalschleimhaut.

Pilze sind, wie auch Bakterien, normale „Bewohner“ des Scheidenmilieus. Im Ideal- bzw. Normalfall sind die Pilze nicht zu zahlreich vertreten. Wichtig für ein gesundes Scheidenmilieu ist, dass sich der Scheidenpilz nicht zu stark vermehren kann.

Hormonelle Schwankungen und PH-Wert als Ursache für Scheidenpilz

Unter anderen der weibliche Zyklus (Monatszyklus, Menstruationszyklus) hat Einfluss auf die hormonelle Lage des Körpers. Das erhöht zu bestimmten Zeiten die Wahrscheinlichkeit für Scheidenpilzinfektionen.

Bei menstruierende Frauen (Frauen im fruchtbaren Alter, zwischen Pubertät und Menopause) dominieren die sogenannten Laktobazillen, auch Milchsäurebakterien oder Döderlein-Bakterien genannt, das Vaginalmilieu und sorgen durch Abgabe von Milchsäure für den typischen sauren pH-Wert der Vagina (ca. pH 3,8 - 4,4).

Der saure pH-Wert dient der Scheide als eine Schutzbarriere vor Krankheitserregern und Pilzinfektionen. Dadurch kann sich die Scheide im gesunden Zustand auch sehr gut gegen Scheideninfektionen und Scheidenpilze wehren.

Scheidenpilz durch Antibiotika

Der fadenartige Hefepilz„Candida albicans“ ist einer der häufigsten Erreger von Scheidenpilzinfektionen und vermehrt sich in wärmerem und feuchtem Milieu besonders gut. Deshalb ist die Scheide auch ein besonderer „Wohlfühlort“ für den Erreger. Aus Diesem Grund treten Scheidenpilzinfektionen übrigens in tropischem Klima auch häufiger auf.

Da Pilze fast immer in geringer Konzentration bereits im Scheidenmilieu vorhanden sind, entsteht eine Scheidenpilzinfektion nicht notwendigerweise durch eine Ansteckung von außen, sondern häufig durch eine geschwächte Scheidenabwehr. Ist die Abwehr aus dem Gleichgewicht geraten, kann sich der Pilz nahezu ungebremst vermehren. Dies ist vor allem in Folge von Antibiotikaeinnahme der Fall. 

Pilzinfektionen der Scheide vorbeugen

Deshalb ist es gerade währendderEinnahme von Antibiotika besonders wichtig, die Scheidenflora mit im Handel erhältlichen Produkten (z.B. Multi-Gyn FloraPlus) zu unterstützen, um einer Infektion vorzubeugen.

Ihre Frauenärztin bzw. Ihr Frauenarzt kann testen, ob Sie tatsächlich an einer Scheidenpilzinfektion leiden oder ob es sich evtl. um andere Beschwerden (z.B. die verbreitete Bakterielle Vaginose) handelt.

 

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