Sexually Transmitted Diseases/ Infections

Sexuell übertragbare Erkrankungen


Geschlechtskrankheiten sind immer noch ein Tabuthema. Aber nur wer sich damit auseinander setzt und sich informiert, kann sich adäquat vor Infektionen schützen.

Sexuell übertragbare Erkrankungen oder Infektionen (STI vom eng. Sexually Transmitted Infections oder STD vom eng. Sexually Transmitted Diseases) sind Krankheiten, die hauptsächlich durch sexuelle Kontakte und beim Geschlechtsverkehr bzw. durch engen Schleimhautkontakt übertragen werden. Meist werden sie umgangssprachlich einfach als Geschlechtskrankheiten bezeichnet.

 

Die häufigsten Geschlechtskrankheiten

1) Zu den häufigsten bakteriellen STI gehören Chlamydieninfektionen, Gonorrhö (Tripper) und Lues (Syphilis).

2) Zu den viralen STI gehören die HIV-Infektion, Humane Papillomaviren (HPV), Herpes genitalis sowie Hepatitis B und C.

3) Zu den häufigsten parasitären Erkrankungen zählen die Trichomoniasis (Trichomonaden), Filzläuse und Scabies (Krätze), die auch sexuell übertragen werden können.

 

Risikofaktoren

Sexuell übertragbare Erkrankungen können von unterschiedlichen Bakterien, Viren, Pilzen, Protozoen und Arthropoden verursacht werden. Als Risikofaktoren gelten:

  • häufig wechselnde Sexualpartner bzw. mehrere Sexualpartner
  • Ausübung oder Inanspruchnahme von Prostitution
  • ungeschützter Geschlechtsverkehr (ohne Kondom)
  • stark übertriebene oder sehr mangelhafte Intimhygiene
  • Nichteinbeziehen des Partners bei einer Krankheit (Ping-Pong-Effekt)

 

Meldepflicht beim Gesundheitsamt

In Deutschland besteht momentan eine Meldepflicht nach §7 Infektionsschutzgesetz für HIV (nicht namentlich) und Hepatitis B (namentlich) an das Gesundheitsamt. Für Syphilis besteht eine Meldepflicht (mit anonymisierten Daten) an das Robert-Koch-Institut.

 

Symptome von sexuell übertragbaren Krankheiten

Die beim Sex übertragenen Krankheiten verursachen unterschiedliche Beschwerden. Manchmal verlaufen die Infektionen auch ganz ohne Symptome. Im Zweifelsfall ist es immer ratsam sich ärztlich untersuchen zu lassen.

Typische Symptome von Geschlechtskrankheiten:

  • Unterleibsschmerzen sowie Schmerzen beim Vaginal- oder Analverkehr
  • Schmerzen beim Wasserlassen

  • Bläschen, Warzen und Geschwüre (z.B. am Penis, an den Schamlippen, am/im Mund, am/im Po)

  • Ausfluss aus dem Penis (gelblich, eitrig und/oder schleimig)

  • Scheidenausfluss: stark veränderte Farbe, Geruch oder Konsistenz, z.B. Verfärbung zu blutig, grün, gelb, bräunlich oder unangenehmer fischiger Geruch

  • Jucken, Stechen und Brennen im Genitalbereich

  • Schmerzhafte oder empfindungslose genitale Ulzerationen (ähnlich Geschwüren)

  • Inguinale (die Leiste betreffende) Schwellung (Bubo), skrotale (den Hodensack betreffende) Schwellung

 

Folgeerkrankungen von STI

Oft verursachen sexuell übertragbare Erkrankungen keine Schmerzen. Die Infektion verläuft in diesem Fall symptomlos und bleibt deshalb oft unbemerkt und leider auch unbehandelt.

Unbehandelte STI können schwere Folgen haben: Unfruchtbarkeit/ Infertilität, z.B. bei Chlamydien, oder Karzinome,bei HPV oder Hepatitis B. Eine unbehandelte HIV-Infektion kann zum Vollbild Aids führen.

Viele Geschlechtskrankheiten sind durch eine Therapie (oft mit Antibiotika) unkompliziert heilbar. Gehen Sie zum Arzt und lassen Sie sich im Zweifel testen – unentdeckte Infektionen ziehen zum Teil unnötige Komplikationen nach sich! 

 

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